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Wolfsrudel jagt durch die Weinberge
15 km Lauf:
1. Platz: Martin (52:14 min)
7,5 km Lauf:
1. Platz Frauen: Karin (34:10)
2. Platz Männer: Christoph (28:27)
Im Gegensatz zu meinem Letzten Bericht (Almere 2010) – kann ich heute über den Weinberglauf vor Allem über das schöne, sonnige, wunderbare, warme Wetter schreibenJ
Der Tag begann mit einem ausgiebigen Sonntagsfrühstück unter strahlend blauem Himmel im Garten, neben frischen Tomaten und mit dem „Pedalist“ zu Gast.
Gemeinsam brachen wir dann zum Hochheimer Weinberglauf auf um die Bambinis anzufeuern, die bereits um 10 Uhr starten durften. Je nach Alter konnte zwischen verschiedenen Streckenlängen ab 1km gewählt werden. Besonders schön war, dass jedes Kind dieses Jahr neben der Urkunde auch eine eigene „Bambini“ – Medaille erhielt. So konnte man an diesem Sonntag zahlreiche strahlende Kinderaugen sehen, denen keinerlei Anstrengung des Laufes mehr anzusehen war.
Die „Großen“ konnten dann zwischen 7,5km Laufen oder Walken, sowie 15km Berg auf und ab durch die Weinberge wählen. Langsam sammelte sich das Wolfsrudel (diesmal in kleinerer Besetzung) entlang der Startlinie. Martin war sich bis zum Startschuss nicht sicher ob er wirklich laufen sollte. „Der Veranstalter hat für dieses Jahr angekündigt den Siegern einen WANDERPokal zu überreichen. Ist Laufen denn jetzt überhaupt erlaubt?“ fragte er mich. Aber da langsam für Martin ja eh ein Fremdwort ist, hatte sich mit dem Startschuss die Frage auch erledigt.
Souverän wie immer, wenn auch zu seiner Überraschung nicht außer Konkurrenz, gewann er erneut den Weinberglauf und strahlte im Ziel fast so, als ob er auch eine Medaille bekommen hätte.
Christoph und ich sahen unseren 7,5km längst nicht so locker entgegen. Die Langdistanz in Almere war gerade acht Tage her und besonders schlau fanden wir es nicht, uns heute erneut an die Startlinie zu stellen. Mit dem Startschuss vielen aber auch bei uns die Bedenken und so nahmen wir die Verfolgung der 5 Minuten vor uns gestarteten 15km Läufer auf. Das sonnige Wetter und die netten Helfer an der Strecke beflügelten die müden Beine und im Ziel konnten wir beide kaum glauben, dass es doch irgendwie ganz gut ging.
Zu meiner Überraschung wurde ich erste Frau und Christoph kam als zweiter Mann ins Ziel.
Und dann kam der entspannte Teil der Veranstaltung: „die Schlacht am Kuchenbuffet“. Zahlreiche selbstgebackene Kuchen, einer schöner als der andere, Kaffee, Wein, Sekt, Bier und frisch gegrillte Würstchen, serviert in herrlicher Kulisse und genügend Sitzmöglichkeiten auf Bierbänken bot ausreichend Gelegenheit gemütlich zusammen zu sitzen und das prima Wetter zu genießen.
Einziges Manko, die Siegerehrung dauerte etwas zu lange. So mussten die Teilnehmer bis 14Uhr warten, bis sie die begehrten Preise entgegennehmen durften. Aber das Warten lohnte sich. Neben verschiedenen Weinen gab es wertvolle Gutscheine zur Leistungsdiagnostik oder von Wolf´s Running World, Urkunden, Medaillen und seit diesem Jahr einen riesigen Wanderpokal für die Sieger der jeweiligen Strecke.
Fazit: Tolles Sonntags-Event für die ganze Familie in traumhaft schöner Kulisse.
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Nach meinem beruflichen Wechsel von der Bundes- zur Landespolizei stand jetzt auch mein erster Start für die Polizei Mainz bei den Landespolizeimeisterschaften Rheinland-Pfalz im Straßenlauf (LPM RLP Straße) über 10 km oder Halbmarathon an.
Also ging es für mich am Donnerstag den 02. September in der Früh mitten in die Pfalz nach Heltersberg nahe Waldfischbach.
Auf der Anfahrt ahnte ich schon, das das kein flache Strecke werden wird und so war es dann auch.
Nach dem Empfang meiner Startunterlagen, einem Blick auf die Streckenführung und einer kurzen Begrüßung durch den Veranstalter (Polizeipräsidium Westpfalz = Kaiserslautern) lief ich mich dann ein und fand die Bestätigung auf meine Ahnung.
Die Strecke über 10 km verlief auf den ersten und letzten 1,5 km auf einem asphaltiertem Radweg, dazwischen jedoch auf geschotterten Waldwegen. Und die ganze Strecke war einfach nur bergig, zwar ohne giftige Anstiege, aber eben nicht flach, wie man es bei einer Straßenlaufmeisterschaft erwartet.
Aber da alle diese Strecke vor sich hatten, das Wetter gut war mit weit unter 20 Grad und die Organisatoren richtig toll was auf die Beine gestellt hatten, gab es nur eine Lösung für mich:
Uhr vergessen, einfach schauen was die mir total unbekannte Konkurrenz macht und laufen was die Beine hergeben.
Gesagt und gelaufen!
Direkt vom Start weg lief ich in einer 7-köpfigen Spitzengruppe an, wobei nach km 2 der spätere Sieger aus dem PP Westpfalz sich immer mehr absetzte. Auf dem 4. km wurde dann die ganze Spitzengruppe auseinander gezogen, aber nicht weil einer das Tempo anzog, sondern weil einfach die Anstiege ihren Tribut forderten.
Ich reihte mich bis km 6 als 4. bzw. 5. ein und drückte ständig aufs Tempo, damit ich den Anschluß nicht verlor.
Und das war auch gut so. Innerhalb km 6-7 lief ich aufeinmal auf Platz 3 des Gesamtlaufes über 10 km. Jetzt lief es eigentlich wie von selbst; die Beine taten weh und trotzdem wurde das Tempo immer schneller und ich konnte meine Qualitäten als Crossläufer richtig ausspielen. Ich rückte dem späteren Zweiten nochmal ganz dicht auf die Fersen, konnte aber seinem Konter auf den letzten 1, 5 km Asphalt nichts mehr endgegen setzen außer, das ich mein hohes Tempo halten konnte.
Wie schnell es auf der zweiten Hälfte wurde, zeigen die 5 km Abschnitte:
Ersten 5 km in 18:42 min
Zweiten 5 km in 18:23 min
Endzeit 37:05 min, Gesamtdritter des 10 km Laufes; Erster und damit Landespolizeimeister der Polizei Rheinland-Pfalz in der M 40!
Das war ein toller Einstand aus läuferischer Sicht in der Polizei RLP und ich bin jetzt gespannt, was ich im Herbst noch laufe.
Als nächstes steht in 10 Tagen am 12. September der 3. Wertungslauf im Wingertscup beim Oppenheimer Landskronenlauf an, auf den ich mich schon total freue.
Bis dahin läuferische Grüße von dem sehr zufriedenem Wolf Thorsten.
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Vereinsmeisterschaften TCEC-Mainz
Am Sonntag fanden unsere alljährlichen Vereinsmeisterschaften im Triathlon statt.
In diesem Jahr war nach der langen Strecke im Vorjahr nur eine Kurze Sprintdistanz
angesagt.
Wir durften uns an den Gau-Bischofsheimer Trimmathlon,der übrigens sein 25 jähriges
Jubiläum feierte anschließen. Glückwunsch an den Verein TUS Gau-Bischofsheim zu diesem tollen silbernen Fest und danke für die wiederum schöne und liebevoll organisierte Veranstaltung.
Der Trimmathlon ist hauptsächlich gedacht damit Kinder ,Jugendliche und Einsteiger einmal in die Welt des Triathlons reinschnuppern können. Die Strecke ist eigentlich für jeden der ein wenig trainiert zu schaffen. Es werden im Nieder-Olmer Freibad 300 meter geschwommen dann ca 18 km mit dem Rad von Nieder-Olm über Sörgenloch,Hahnheim,Selzen und Lörzweiler nach Gau-Bischofsheim zum Sportplatz gefahren,dort werden dann noch ca 3,8 Km auf einer hügeligen Strecke gelaufen bevor es auf einer Ehrenrunde auf dem Sportplatz ins Ziel geht. Die Bedingungen waren vom Wetter her nicht einfach es war sehr kühl und windig aber wenigstens hat es nicht geregnet. Der TCEC ging als letzte Startgruppe mit gesonderter Wertung ins Rennen. Wir waren knapp 50 Teilnehmer.
Vereinsmeisterin wurde Anne Baur und Vereinsmeister Uwe Diether.
Eine absolut klasse Leistung hat der erst 15 jährige Arik Gailis als gesamt 2. abgeliefert.
Er war beim schwimmen deutlich als erster aus dem Wasser und wurde nur von Uwe Diether
noch überholt. Seine Endzeit von knapp 47 min spricht für sich.Er hat uns alten Hasen mal
gezeigt wo der Hammer hängt.
Ich konnte mit 49 min den 5.Platz erreichen und war mit meinem Rennen sehr zufrieden.
Die TCEC –Siegerehrung fand dann in Nieder-Olm bei einem Italiener bei einem leckeren
Buffet statt . Es hat wieder einmal viel Spass gemacht und war ein schöner Sonntag.
Gruß Christian
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Hollandtriathlon Almere 2010
Wie bereits in den vergangenen beiden Jahren stand Ende August der Hollandtriathlon in Almere vor der Tür. Karin hatte dort vor zwei Jahren ihre erste Langdistanz erfolgreich gemeistert und ich hatte sie begleitet und letztes Jahr hatten wir dann beide teilgenommen. Die Vorzeichen waren eigentlich ganz gut. Schlechteres Wetter als letztes Jahr war nicht zu erwarten, denn da hatte es bis zum Startschuss geblitzt und gedonnert und während des Wettkampfes mit Windstärke 5 gestürmt. Dennoch hatten wir das Ziel erreicht und fühlten uns auch für dieses Jahr gewappnet.
Der Sommer machte dieses Jahr seinem Namen leider keine Ehre. Bis auf vier sehr heiße Wochen fiel er bekannterweise aus. Und auch jetzt auf der Fahrt nach Almere regnete es in Strömen. Besserung war nicht in Sicht. Wir holten im Regen die Startunterlagen ab, die Wechselzone stand unter Wasser, obwohl die vielen fleißigen Helfer selbst mit Pumpen versuchten, die Laufwege wenigstens halbwegs begehbar zu machen. Doch oh Wunder, am Wettkampfmorgen regnete es nicht.
Der Startschuss fiel und wir rannten mit 400 weiteren Teilnehmern in das 18 Grad kalte Ijselmeer. Zunächst mussten wir eine kleine 1,1 Kilometer lange Runde schwimmen. Danach folgte ein kurzer Landgang und anschließend schwammen wir eine 2,7 Kilometer lange Runde ins Hafenbecken. Zunächst lief auch alles ganz gut. Wir hatten in den letzten Wochen im Schwimmtraining fleißig mit Neoprenanzug geübt, um uns an die andere Wasserlage zu gewöhnen, etwaigen Rückenschmerzen vorzubeugen usw. Doch gegen Ende der Schwimmstrecke fiel mir auf, dass mich mehrere Teilnehmer überholten, obwohl ich mir gar nicht so langsam vorkam. Aha, kalte Hände, kalte Füße: du frierst, das Wasser ist doch kälter als anfänglich gefühlt. Mist. Jetzt bloß keine Krämpfe bekommen und das Ding nach Hause schwimmen dachte ich mir. Nach 1:06 Stunden kletterte ich auf allen vieren den Schwimmausstieg hoch. Wie ausgekühlt ich inzwischen bereits war merkte ich, als ich im Wechselzelt ankam und versuchte, den Neo auszuziehen und meine CEP-Socken über die eiskalten Füße zu streifen. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit. Genau genommen betrug die Wechselzeit 8:33 Minuten. Als ich mit Sock 1 fertig war flog Karin im Tiefflug an mir vorbei. Sie war sehr gut geschwommen und hatte deutlich schneller gewechselt als ich. Endlich hatte ich es geschafft, mir Socken und Armlinge anzuziehen und watete durch den knöcheltiefen Matsch mit einem Umweg übers Dixi zu meinem Rad. Normalerweise wird mir beim radeln warm, und 180 Kilometer sind lang genug um auf Temperatur zu kommen. Aber nicht dieses Mal. Ich fror vom ersten Meter an wie ein Schneider. Die Füße waren eiskalt, ich spürte meine Zehen nicht, hatte kein Gefühl in den Beinen, klapperte mit den Zähnen und stellte das ganze Unternehmen zum ersten Mal in Frage. WOZU??? Nach einer halben Stunde erhoffte ich mir Besserung durch die Energiezufuhr in Form eines Powergels. Ja, schmeckte lecker, aber warm wurde mir dadurch nicht. Die Füße waren nach wie vor gefroren, ich hatte Gänsehaut an den Beinen und zitterte vor Kälte, Karin war immer noch nicht in Sicht und ich hatte auch kein Gefühl für die richtige Belastung. Alles kacke. Und schon nach 20 Kilometern war die nächste Pinkelpause fällig. Sollte ich meinen eigenen Pinkelpausen (PP) -Rekord von Roth 2009 brechen J? Die Anzeichen sprachen dafür. Nach der ersten von drei Runden hatte ich Karin immer noch nicht eingeholt, fror nach wie vor und bibberte vor Kälte, aber ich war noch im Rennen. „DNF is not an option“ war mein Antrieb. Ach ja, mittlerweile stand mein PP – Zähler bei 4 J. Auf der zweiten Runde schien tatsächlich für einen gaaaaanz kurzen Moment die Sonne und sofort verspürte ich einen Hauch von Wärme durch die schwarzen Armlinge. Dieser willkommene Sonnenschein passte leider gar nicht zu den tiefschwarzen Wolken, die drohend über mir hingen. Und schon wenige Sekunden später prasselte ein eiskalter Gewitterschauer auf uns Teilnehmer nieder und es wehte ein eisiger Wind. Nach nicht einmal der Hälfte der Radstrecke war es endgültig vorbei mit der Hoffnung auf ein gutes Resultat. Nur noch ankommen, durchhalten und auf die Zähne beißen. Wenn die nur nicht so geklappert hätten J. Nach 5:34 Stunden hatte ich es dann doch geschafft und schob mein Rad immer noch frierend durch den Matsch zu seinem Stellplatz. Der PP – Zähler stand nun bei 12!!! Ding, ding, ding: neuer Rekord!!! Ich hatte es nicht geschafft Karin einzuholen. Sie war wirklich gut unterwegs und ich freute mich für sie, denn bei ihr schien es gut zu laufen Eigentlich wollte ich mich, wenigstens für ein paar Minuten, ins Wechselzelt setzen bevor ich auf die Laufstrecke ging. Doch leider standen die Schuhe schon beim Rad und es ging ohne Umweg direkt raus aus der Wechselzone. Auf wackligen Beinen und ohne Gefühl in den Eisfüßen stolperte ich aus der Wechselzone. Nachdem ich im Mai beim Ironman Lanzarote ganz gut gelaufen war und ich auch das Lauftraining in der Vorbereitung auf Almere gut überstanden hatte, liebäugelte ich mit einer Zeit um drei Stunden vorgenommen. Doch das war vor dem Frost auf der Radstrecke. Jetzt wollte ich nur noch ankommen. Nur noch drei Runden Laufen, dann hast du es geschafft!!! Nach 9 Kilometern überholte ich schließlich Karin. Sie lag an vierter Position und lief gut wie immer. Ich fror endlich nicht mehr und nach 10:11 Stunden überquerte ich erleichtert die Ziellinie. Den Marathon hatte ich immerhin in 3:16 Stunden absolviert. Das war nicht das was ich mir vorgenommen hatte, aber das Durchhalten war an dem Tag deutlich mehr wert gewesen. Und der nächste Wettkampf mit der Chance es besser zu machen kommt bestimmt. Ach ja, auf der Laufstrecke habe ich mir doch tatsächlich noch leicht den Rücken verbrannt J.
Endzeiten:
Frauen:
4. Karin Kerschensteiner 10:31:46 Stunden (1:07:10/ 5:59/ 5:27:50/ 5:21/ 3:45:28)
Männer:
56. Christoph Steurenthaler 10:11:22 Stunden (1:06:20/ 8:33/ 5:34:31/ 5:13/ 3:16:47)
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Almere 28.August 2010
Es war vor allem wie an fast jedem Tag in diesem August – viel zu kalt und viel zu nass.
Nach dem stürmischen Wettkampf in Almere 2009 (siehe Bericht) waren Christoph und ich jedoch der festen Überzeugung: „So schlimm kann es gar nicht noch einmal werden!“ also sind wir 2 Tage vor dem Wettkampf noch recht optimistisch ins Auto gestiegen und gen Norden gefahren. Bereits auf der Fahrt nach Almere kamen uns jedoch Zweifel, ob unser Optimismus nicht doch ein bisserl realitätsfremd sei, da wir im Starkregen mit Tempo 80km auf der Autobahn krochen und uns nur sehr langsam unserem Ziel näherten. Lust auf Sport? Vielleicht auf ne Langdistanz? Diese Gedanken haben wir erst einmal nicht beachtet.
Als wir am Tag vor dem Rennen die Wechselzone eingerichtet haben – vermisste ich vor allem eines – meine Gummistiefel. Das Organisationsteam des Triathlons hat mit allem Mitteln versucht die Situation zu verbessern, in dem sie z.B. Pumpen angebracht haben, um die Wechselzone zu „entwässern“ – aber der gute Wille alleine reicht eben nicht immer. Doch wie immer in Almere waren die Helfer gut gelaunt und freundlich und standen in Regencapes gehüllt an Ort und Stelle um den Teilnehmern diverse Fragen zu beantworten und Hilfe zu leisten.
Am Samstag Morgen hat es dann zu aller Überraschung NICHT geregnet. Als 4:30 unser Wecker geklingelt hat war ich super glücklich keinen Regen ans Fenster klopfen zu hören und dankbar dass zumindest der Start unter guten Sternen stand.
Vor lauter Erleichterung war ich diesmal erstaunlich wenig aufgeregt und nervös. Ich dachte an den Mischl, der mich mit den Worten „Hau sie weg die Holländer“ verabschiedet hatte, den Powerwolf, der mich ermutigte „einen raus zu hauen“, und natürlich Ludwig „Mission: go for gold J“.
Das Eijselmeer war ruhig, und ich war so dankbar, nicht wieder im Vollwaschgang durchgespült zu werden. Erst auf der zweiten Runde begann es zu regnen und welliger zu werden. Doch ich wollte so schnell wir möglich aus dem 18°C kalten Wasser. „gib Gas“ sagte ich mir immer wieder und diesmal hat das echt funktioniert.
Zitternd kroch ich in die Wechselzone und auf dem Weg zum Rad bin ich erstmal knöcheltief im Schlamm versunken. Blöd nur dass ich meine grünen CEP-Socken schon anhatte die jetzt „Flecktarnmuster“ hatten. Der ganze Dreck an den Füßen hat ganz schön in den Schuhen gedrückt und vor allem gerieben.
Die erste Radrunde lief ganz gut – ich hatte „gute Beine“ und konnte erstaunlich flottes Tempo fahren. „Naja, wenn’s läuft“, dachte ich – „besteht die Chance auf ne gute Zeit – also schauen wir mal was heute geht“. Aber kaum auf der zweiten Runde zog sich der Vorhang zu – es wurde dunkel und über neben und hinter mir Blitz und Donner. „So eine Schei..- wie kann man nur so blöd sein und bei dem Wetter Triathlon machen“ Außerdem kam Christoph nicht an mir vorbei – der mich normaler Weise längst hätte einholen müssen. Ich machte mir Sorgen, denn am Wendepunkt haben wir uns kurz gesehen – und er sah gar nicht gut aus – kreide bleich und halb erfroren. Der Gewittersturm dauerte etwa 30 Minuten – danach hörten die Blitze auf, es regnete in Schauern weiter und es blieb vor allem kalt. Dennoch versuchte ich das Tempo einigermaßen zu halten, merkte aber dass ich langsamer wurde. Es viel mir schwer einzuschätzen ob es an dem starken Wind oder an nachlassenden Kräften lag also hörte ich auf mein Körpergefühl und hab aufgehört „gegen die Zeit“ zu fahren.
Endlich wieder in der zweiten Wechselzone angekommen konnte ich nicht glauben, dass ich unter 5:30 Rad gefahren bin. „du musst verrückt sein – dafür hast du zu wenig trainiert – das war viel zu schnell“ ging mir durch den Kopf. Es ging mit den Laufschuhen noch einmal durch den Schlamm der Wechselzone – wieder alles voller Dreck. Beim Loslaufen habe ich dann meine Beine kaum wahrgenommen. Auf den ersten Metern musste ich mehrmals anhalten um sicher zu gehen, dass ich die Schuhe richtig anhabe, da ich nichts gespürt habe – alles ganz taub vor Nässe und Kälte. Bei jedem Schritt habe ich bereut, so schnell geradelt zu sein – die Beine taten weh, die Oberschenkel brannten und irgendwie stellte sich einfach kein gutes Gefühl ein. Bis km 10 kämpfte ich vor allem dagegen an anzuhalten, mich auf den Boden zu legen und mir den Rücken aufzudehnen, der vom vielen Auflieger fahren ganz steif war.
Dann hörte ich die Sprecher an der Strecke, die mich anfeuerten – „du bist vierte – lauf!“ und das war es Wert durchzuhalten.
Endlich überholte mich Christoph, dem es sichtlich immer noch nicht gut ging – er wollte mit mir laufen – aber das wäre totaler Quatsch gewesen. Ich konnte nicht viel Sprechen – aber für „Lauf zu – du bist schnell unterwegs“ hat es noch gereicht. Ich quälte mich durch die erste Runde und merkte dass ich meine geplante Splitzeit nicht halten konnte. Es lief einfach nicht und mein großes Ziel war eigentlich einen schnellen Marathon zu laufen – aber das schien heute nicht möglich. „Das ganze harte Lauftraining – alles für die Katz“ „Scheiß Triathlon“ „Mir reicht es - ich hör auf“ und all die Gedanken strömten durch den Kopf. Noch 28km lagen vor mir und ich fühlte mich elend schwach – selten, dass mir der Kopf so einen Strich durch die Rechnung macht. Dennoch lag ich immer noch auf Platz 4 und so richtig eingebrochen bin ich nicht – noch konnte ich unter 5:30 / km laufen also reicht es zumindest für einen Marathon unter 4h. Nun war also durchhalten angesagt. Erst als ich auf die letzte Runde ging (14km) und ich grob die Gesamtzeit schätzen konnte – war ich motiviert und konnte wieder lachen. Die letzen 7km bin ich gefühlt „geflogen“ und landete mit 10:31:48 im Ziel. Unglaublich!!!
Es hat aber wirklich einen Tag gedauert, bis ich das realisiert habe. Zu Hause erst hab ich gesehen, dass ich neue Schwimm- Rad- und Laufbestzeit geschafft habe.
Die Gesamtzeit ist für mich wie ein kleines Wunder – und lindert die Qualen des Wettkampfs. Aufgeben ist das Letzte, was man sich erlauben darf!
Christoph 59.Platz 10:11:22 (1:06:20 / 5:34:31 / 3:16:47)
Karin 4.Platz 10:31:46 (1:07:10 / 5:27:50 / 3:45:28)
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Ein Wochenende auf Norderney
Am Freitag fuhr ich mit Stephan Schweiger in den hohen Norden. Ich hatte mich schon im Frühjahr für den Islandman auf Norderney angemeldet, weil ich noch nie auf einer deutschen Insel einen Triathlon gemacht hatte.
Unsere Unterkunft, ein kleines Hotel namens Störtebeker lag auf dem Festland (16 km von der Fähre) in Marienhafe. Als wir in dem keinen Ort ankamen, hatten wir uns schon etwas gewundert warum fast jede zweite Straße, Metzger und kleine Restaurants Störtebeker hießen. Nach einem guten Abendessen bei dem ortsansässigen Griechen mit viel Fleisch und so gut wie keiner Beilage und 5 leckeren Bier machten sich Stephan und ich auf die Spuren von Störtebeker. Nach einem kurzen Fußmarsch standen wir vor einer mannshohen Figur die Störtebeker darstellte, aber kein genauer Hinweis, wer das war. Als wir den Friedhof erkundeten und vor einer Kirche ohne Kirchturm standen, sahen wir eine Tafel, die die Geschichte erzählte. Sorry, es war dunkel und Stephan las mir alles vor, weil ich meine Brille in Mainz liegen ließ und selbst schon beim Bestellen in der Speisekarte auf Stephans guten Geschmack setzte.
Stephan las unter der Beleuchtung seines Handys die Geschichte von Marienhafe und Störtebeker vor. Der norddeutsche Seeräuber hatte sich in den kalten Wintermonaten im Kirchturm versteckt und so solidarisiert sich dieser Ort mit dem norddeutsche Seeräuber. Und schon hatten wir unser erste Aufgabe mit Bravur gemeistert und gönnten uns noch schnell 2 weite Bier, bevor es ab in die Kajüte ging.

So nun zum Wettkampftag:
Nach der Überfahrt mit der Fähre (50 min) auf Norderney mussten wir nur noch mit den Rädern an den Nordstrand wo schon alles aufgebaut war. Anmeldung bzw. Nachmeldung ging Rucki -Zucki und schon hatten wir unsere Beutel mit Trinkflaschen, Startnummern und Chip. Die Ganze Veranstaltung hatte einen sehr familiären aber doch recht professionellen Charakter. Einchecken, Wechselzone einrichten und runter an die Nordsee. Ja super, hier sind ja mal richtige Wellen und rein in die kalte Brühe. Tja, da freut sich doch der alte Mann, zum Glück hatte ich einen Neopren an, denn als Weichei wäre ich sonst mit dem ca. 16 Grad warmen Wasser nicht ganz so gut zurecht gekommen. Stephan versuchte sich die beste Position für den Schwimmstart zu merken, denn wir mussten bestimmt 50 Meter über den Strand ins Wasser laufen und selbst von hier konnte man fast nochmal 50 Meter reinlaufen. Das war nicht ganz so einfach, denn der Neo wurde nicht für schnelles laufen gebaut. Der Start war in drei Gruppen eingeteilt, die mit 15 Minuten Abstand starteten und so entzerrte sich das ganze Feld perfekt. Stephan war im ersten Block und ich nahm die Verfolgung aus dem zweiten Block auf;-)). START - ab über den Strand, rein ins Meer und mit Laufen, Fallen Springen immer wieder versuchen zu schwimmen und erneut mit Hechtsprüngen versuchen in das Schwimmen zu kommen. Juhu, nach ein paar Versuchen und schon recht dicken Oberschenkeln hatte ich keinen Boden mehr unter den Füßen und konnte endlich schwimmen. Auf zur ersten Boje, um sie herum zur zweiten Boje und wieder zum Strand. und schon fing alles von vorne an. Die Hand schlägt auf den Boden und du versuchst dich aufzustellen, und Wellen hauen von hinten in dich rein- mit gekonnter Bundeswehrmanier ging es mit Stellung und Sprung auf Marsch-marsch ca. 50 Meter zum Strand. Hat wohl sehr affig ausgesehen wie wir in unseren dunklen Neos durch die Nordsee flogen aber nach etwas mehr als 13 Minuten stand ich vor meiner Wechselzone.

Radsachen an und los auf die Radstrecke. Diese Strecken war einfach nur super, so viel Kopfsteinpflaster und Splitt auf einer Strecke von 20 km hatte ich noch nicht gesehen. Stephan sagte mir nach dem Wettkampf „Super Radstrecke, wie Paris Roubaix“ und das trifft den Nagel auf den Kopf. Ich wurde nur durchgeschüttelt und mir tat mein schönes Rad richtig leid. Nach der Wende am Leuchtturm ging es wieder zurück und das Gleiche noch mal. Juhu, die Wechselzone war in Sicht. Ich konnte einfach nicht richtig Druck in die Pedale bringen, lag wohl an dem doch etwas unrhythmischen Radkurs. (So, jetzt habeich meine Ausrede gefunden und hoffe das meine Radzeit in Köln doch besser wird).
Laufschuhe an und ab auf eine wirklich sehr abwechslungsreiche Laufstrecke. Auf der Zielgeraden (Insel-Promenade) war richtig viel los und unter tosendem Beifall konnte man die letzten paar Meter voll genießen. Stephan in 1:03 und der Wolf in 1:16 Std. Im Zielbereich hatte jeder Finisher sein T-Shirt bekommen und konnte zwischen Wasser, alkoholfreiem Bier und Isogetränk entscheiden. Obst gab es in kleinen handlichen Stückchen. Im Zielbereich wurde sich für die kommen ende Party am Abend kräftig verabredet, aber wir konnten dieser Einladung nicht folgen, weil unsere Fähre gegen 19 Uhr ablegte. Wir blieben noch bis zur Siegerehrung weil Stephan in seiner Altersklasse den zweiten Platz belegte. Ich durfte mich mit Platz 15 in meiner Ak zufrieden geben. Auf der Rückfahrt sahen wir sogar Seehunde (50 Stück) auf einer Sandbank und das rundete die Reise total ab. Jetzt können wir von uns sagen, dass wir nicht nur Ironmans sondern auch Islandmans sind und freuen uns auf einen neuen Besuch bei den Ostfriesen und den Seeräuber Störtebeker. Bild = Stephan zweiter von links

Fazit: dies war ein wunderbarer und sehr gut organsierter Wettkampf. Mit einer Teilnehmerzahl von ca. 250 Einzelstartern auf dem Sprint und ca. 50 Staffelteilnehmern war die Veranstaltung fast ausgereizt. Sollte der Event nächstes Jahr wieder stattfinden, muss der Veranstalter bei mehr Teilnehmern die Wechselzone nur etwas großzügiger planen.
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Ironman 70.3 European Championchip in Wiesbaden am 15.August
IM 70.3 der Name setzt sich aus der Streckenlänge in Meilen zusammen
Swim 1,2 mi , Bike 56 mi und Run 13,1mi gibt gleich IM 70.3
Früher sagte man auch Halb-Ironman dazu
Der Tag begann so wie er auch aufhörte, kalt und nass aber nicht wegen des Schwimmens
sondern wegen des Dauerregens der uns den ganzen Tag mal mehr mal weniger bekleidete.
Am Vortag war noch recht gutes Wetter und so war auch beim Rad checkin am Schiersteiner
Hafen in Wiesbaden eine gute Stimmung unter den über 2500 Teilnehmer des morgigen Rennens. Der Wetterbericht sagte nichts gutes voraus, aber man hat ja dann doch die Hoffnung, dass alles nicht so schlimm kommt wie voraus gesagt. Aber diese Hoffnung starb dann am Sonntag morgen um 6.00 Uhr bei mir .Da verließ ich nämlich bei kühlen 12 Grad und einem Wolkenbruch das Haus, da wurden schlechte Erinnerungen an das legendäre Regenrennen in Roth über die Langdistanz 2008 bei mir wach. Aber man soll ja Optimist sein und so sagte ich mir, dass ja die Strecke heute nur halb so lang ist und deshalb alles nur halb so schlimm werden kann, wie 2008 im Sommer in Roth.
Beim IM 70.3 in Wiesbaden wird in verschiedenen Startblöcken alle 10 min gestartet.
Diese Blöcke sind nach Altersklassen aufgeteilt. Eine Besonderheit ist der erste Startblock
um 8.00 Uhr, hier starten die Triathlonprofis und die sogenannten 400
Elite Altersklassenathleten . Auf Grund meiner Endzeiten bei früheren Rennen
war ich auch in diesem Block eingeteilt.
Um 6.30 fand ich mich schon klatschnass vom Dauerregen in der Wechselzone ein, jetzt
hatte ich genug Zeit um mein Rad zu checken, meine Getränke und Riegel am Rad zu verstauen, die Luft an den Reifen aufzupumpen, meine Neopren an zuziehen und meinen Kleiderbeutel abzugeben. Die Stimmung in der Wechselzone war bei allen ein wenig bescheiden. Dann war endlich Zeit für den Start vor mir lagen 1,9 Km schwimmen, 90 Km
Radfahren und 21,1 Km laufen.
Das Schwimmen findet im Schiersteiner Hafen statt. Es erfolgt ein Wasserstart und dann geht es bis zum Wendepunkt entlang vieler Bojen nur geradeaus um den Wendepunkt und wieder zurück, das Radfahren führt auf einer sehr anspruchsvollen Strecke quer durch den Taunus die Highlights der Strecke sind sicherlich die lange Steigung von Kiedrich nach Hausen und die rasante Abfahrt die Platte runter nach Wiesbaden hinein. Auf den 90 km Rad sind ca 1500 Höhenmeter zu bewältigen.
Die Radstrecke ist eine sehr anspruchvolle aber auch eine landschaftliche sehr schöne
und abwechslungsreiche Strecke mit vielen steilen Bergen und schnellen Abfahrten
Durch den Dauerregen war sie sehr gefährlich und technisch anspruchsvoll man musste schon vorsichtig in den Kurven und Abfahrten sein.
Die Laufstrecke über den Halbmarathon geht vom Kurhaus über 4 Runden durch den wunderschönen Kurpark von Wiesbaden auch sie ist nicht ganz leicht von der Streckenführung und hat auch einige Höhenmeter zu bewältigen. Auch hier hatte der Regen
die Naturwege aufgeweicht und es waren viele Schlamm und Wasserpfützen auf der Strecke.
dementsprechend schmutzig und verdreckt kamen dann auch alle ins Ziel.
Ich hatte einen guten Tag erwischt und konnte in allen 3 Disziplinen eine gute stabile Leistung abrufen dazu noch 2 schnelle Wechsel und so konnte ich in 4 Std 59 min finischen.
Dies war der 112 Gesamtplatz und der 7. Platz in der AK 45. Damit hätte ich mich auch direkt
für die WM über den IM 70.3 in Florida qualifiziert wenn ich den Slot angenommen hätte.
Trotz des schlechten Wetters war es ein toller Tag für mich. Mit meiner Leistung war ich 100 Prozent zufrieden und die Unterstützung von vielen Freunden , Bekannten und gefühlten 100
TCEC lern an der Strecke war einfach genial. Dank an euch alle
Die Veranstaltung ist einfach nur klasse. Die Startgebühr ist zwar hoch aber die Leistungen
die der Veranstalter erbringt sind auf einem sehr sehr hohen Niveau. Die Nudelparty , die Zielverpflegung und die gesamte Organisation sowie die vielen tollen Helfer sind weltklasse.
Alles nächstes habe ich den Frankfurt-Marathon als Saisonabschluss geplant.
Ihr hört dann von mir.
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Bellheim, was will man mehr vom Nabel der Welt?
„Bellheim ist nach den Worten seines wohl bekanntesten Sohnes, des Mundart- und Heimatdichters August Heinrich, genannt "Bellemer Heiner", "de Nawwel vun de Erd".“
Ich hatte erst überlegt, ob ich als Überschrift „Meenzer überrollen de Palz“ wähle, habe dabei aber gemerkt, dass ich mich beim Dialekt auf zu dünnes Eis begebe. Außerdem habe ich befürchtet, großen Ärger mit unserem Chef-Pälzer Michael zu bekommen, wenn ich so was schreibe. Daher habe ich die Idee lieber verworfen und etwas im Internet gestöbert, um wie Heinz den Bericht noch mit der einen oder anderen historischen Info zu würzen J. Auf der Seite http://www.bellheim.de/gemeinde-bellheim/ fand ich dann das oben genannte Zitat. Trifft meiner Meinung nach den Nagel auf den Kopf, denn in der Pfalz ist es tatsächlich sehr schön. Daher habe ich diese Überschrift gewählt. Gleichzeitig zeigt das Zitat aber auch, dass man in der Pfalz als Zugezogener doch ab und an genauer zuhören sollte, um ganz sicher zu verstehen, was gesagt wird.
Dementsprechend hätten wir alle uns sehr gefreut, wenn uns unser Teamchef Michael zur Unterstützung und zum „Übersetzen“ bei unserem Ausflug in seine alte Heimat begleitet hätte. Wir haben weder Kosten noch Mühen gescheut, um ihn dazu zu überreden. Thorsten hat das Team sogar mit seinem VW-Bus chauffiert, d.h. Michael hätte sich nur dazu setzen müssen. Leider waren wir in der Richtung erfolglos. Umso erfolgreicher war dann unser Abschneiden, bei dem 25-km-Lauf am 07.08.2010 in Bellheim:
- Gesamt- und damit auch Altersklassensieger: Martin in 1:26:18
- Erster mit der Männermannschaft in 4:49:30 (Martin in 1:26:18, Christoph in 1:42:49 und ich in 1:40:23)
- Karin Altersklassensiegerin in 1:58:06
- Zweiter Gesamtplatz im Duo mit Christian und Thorsten in 1:37:25
So oft wie Wolfs Running Team ist kein anderer Verein bei der Siegerehrung nach vorne gerufen worden. Eine viel größere Beute hätten wir daher kaum mitbringen können. Es hatte sich also gelohnt, dass Thorsten den Bus genommen hat, denn wie hätten wir sonst die ganzen Präsente nach Hause bekommen? J
Zum Rennen selber kann man nur kurz und knapp sagen: extrem gut organisiert, extrem flache und damit sehr schnelle Strecke, tolle Feier nach dem Lauf im Schulhof, d.h. eine sehr empfehlenswerte Veranstaltung. Dem Veranstalter empfehle ich, seine Preispolitik zu überdenken. Wenn man sieht, was man z.T. schon bei kleineren Veranstaltungen und einfacher zu betreuenden Strecken an Startgebühr zahlen muß, sind 11,- Euro Startgebühr für ein solch gutes Rennen zu wenig.
Das Wetter hat am Samstag auch sehr gut mitgespielt. Es war mit ca. 25°C der wärmste Tag in der Woche und damit zwar einen Tick zu warm für einen so langen Lauf, aber es war nicht drückend oder schwül. Somit hieß es für mich am Start einfach mal zu schauen was geht. Trainingskilometer hätte ich wie üblich gerne mehr gehabt (bisher in diesem Jahr ca. 40km/Woche Laufen und mit viel gutem Willen in Summe ca. 400 km auf dem Rad), aber ich habe darauf gehofft, dass sich der Spruch doch bewahrheitet, dass weniger manchmal mehr ist.
Martin ist gleich beim Start vorne weg und war nach kurzer Zeit aus meinem Blickfeld verschwunden. Dafür habe ich Christoph und Christian einen Tick vor mir laufen sehen und mich an ihnen orientiert. Christian hat mit Thorsten zusammen den Duo bestritten (Christian 10 km und Thorsten 15 km), weil beide in den nächsten Wochen noch einiges auf dem Programm haben. Bei km 5 bin ich dann ich 19:48 durch. Christoph und Christian waren dann noch vor mir. Christoph hat aber bei km 7 einen Boxenstopp gemacht, so dass wir uns aus den Augen verloren haben. Kilometer 10 habe ich in 39:39 passiert. Christian war dann immer noch kurz vor mir, aber durch die Übergabe auf Thorsten hatte ich meinen „Hasen“ verloren, denn Thorsten sein Tempo konnte ich nicht mitgehen. Wunschziel von mir war außerdem unter 1:40 zu kommen, so dass bis dahin alles im Plan war. Bis km 15 hat das auch weiter gut geklappt, denn da bin in 59:44 durch. Aber auf den letzten 10 km habe ich dann doch ganz leicht Tempo rausnehmen müssen, so dass ich am Ende eine 1:40:23 hatte. Damit bin ich trotzdem sehr zufrieden, da ich gerade einmal 3 Minuten langsamer als vor 3 Jahren auf derselben Strecke war. In 2007 war es zwar noch zwei oder drei Grad wärmer aber ich hatte auch ca. 50% mehr an Lauftrainingskilometer…
Martin hatte auf den zweiten Läufer zwar einen relativ komfortablen Vorsprung von fast 3 Minuten aber dann war das Feld relativ dicht zusammen und gut besetzt. Christoph ist 39igster Gesamt und ich 27igster Gesamt bei ca. 800 Läufer/innen geworden.
Ach so, wenn dann noch den Beitrag zur Historie vermisst, der wird auf der oben genannten Homepage den folgenden Beitrag finden:
„Eine geographische Beschreibung des ausgehenden 18. Jahrhunderts bezeichnet Bellheim ebenfalls als "ansehnlichen Marktflecken" und in der Tat war es so, dass Bellheim immer als großes, stattliches Dorf in der Südpfalz herausragte.
Grabungsfunde weisen darauf hin, dass in diesem Siedlungsraum schon früh Menschen gelebt haben. Mit der heute noch als "Gollenberg" bezeichneten höchst gelegenen Gewanne der Gemeinde Bellheim wird ein Kultmal aus der jüngeren Steinzeit in Verbindung gebracht, das in der Volkssage weiterlebt. Im Unterschied zu weiteren Gollensteinen im pfälzischen Raum, haben sich hier allerdings keine Überreste erhalten.
Erste urkundliche Erwähnung findet Bellheim im Lorscher Kodex am 12. Juni 774.
Im Jahre 1200 wird Burg Spiegelberg an der Grenze zur Hördter Gemarkung zum 1. Mal erwähnt. In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts war sie Aufenthaltsort deutscher Kaiser und Könige. Friedrich II. urkundete hier, auch Heinrich VII. Wahrscheinlich wurde die Burg in der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts zerstört.
Im 30jährigen Krieg wechselten Herrschaften und Glaubensrichtungen. Die Gegend um Bellheim wurde zum Spielball französischer Hegemonialpolitik und europäischer Machtkonstellationen. Sichtbarer Beweis dieser politischen Ereignisse in und um Bellheim wurden die sog. "Queichlinien", umfangreiche Befestigungswerke des 17. und 18. Jahrhunderts und Schloss Friedrichsbühl, Jagdschloss des Kurfürsten Friedrich II. mitten im Bellheimer Forst. Die Befestigungen sind heute teilweise noch gut in der Landschaft erkennbar, vom Schloss dagegen ist nur noch der Wassergraben geblieben.
In der Zeit der Revolutionskriege zwischen dem späten 18. und 19. Jahrhundert fielen die Ideen von Freiheit und Brüderlichkeit auch in Bellheim auf fruchtbaren Boden. Ein Freiheitsbaum wurde gepflanzt für die Ideale der Revolution.
Napoleon sorgte für die Verbreitung des Code Civil und band die Gemeindeverwaltung Bellheim an französisches Recht. Wieder war es militärische Willkür, die dafür sorgte, dass Bellheim im Zuge der Europäischen Neuordnung nach der napoleonischen Ära 1816 endgültig an Bayern kam…“
An dieser Stelle höre ich mal mit dem Zitat auf, weil ich nun unserem Chef-Pälzer sagen kann, dass er nach meinem Geschichtsverständnis somit ein echter Bayer ist und damit den verkehrten Fußballverein huldigt… J
Helmut Becker, 11.08.2010
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City-Triathlon Mainz, 01.08.2010.
Triathlon ist eine wunderbare Sportart, wenn nur nicht das blöde Schwimmen wäre. Das dachte ich nach dem Zieleinlauf beim diesjährigen Mainzer City-Triathlon. Dieser sollte mir als Vorbereitungswettkampf für den Ironman 70.3 in 2 Wochen in Wiesbaden dienen, zu dem ich mich ( wohl im Zustand geistiger Unzurechnungsfähigkeit ) angemeldet habe, nachdem sich vorher schon einige meiner Laufkollegen dort angemeldet hatten.
Innerhalb der Sprintwertung ( 600m Schwimmen im Rhein strömungsbereinigt, 23,5 Rad, 5km
Lauf ) wurde eine Mainzer Stadtmeisterschaft als Wettbewerb angeboten, an der ich dann teilnahm. Desweiteren gab es verschiedene Wettbewerbe auf der Kurzdistanz (jeweils doppelte Einzeldistanzen ). Gestartet wurde jeweils von einer Fähre, die die Sportler stromaufwärtsoberhalb der Fort-Malakoff-Terrasse, auf der sich die Wechselzone befand , in die Fluten des Rheins entließ. Um 8:30 checkte ich ein und bestaunte die Vielzahl der hochwertigen Hightech-Carbon-Zeitfahrmaschinen. Mein alter Aluminium-Racer schien Minderwertigkeitskomplexe zu bekommen, die dann aber auf der Radstrecke, nach dem Einsammeln der ersten Athleten behoben wurden. Allerdings sah man auch einige Mountainbikes und ganz normale Tourenräder.
Die Zeit bis zu meinem Start um 12h verbrachte ich mit dem Zuschauen der anderen Wettbewerbe. Die Teilnehmer der Stadtmeisterschaft starteten von der Fähre als separate Gruppe. Nach einigen Schwimmtrainingseinheiten in den letzten Monaten ( ich glaube es waren sensationelle 9 – 10 Stunden ! ), dachte ich wohl, ich könnte den Streckenrekord brechen. Jedenfalls fing ich an zu kraulen mit der Frequenz einer Windkraftanlage bei Windstärke 12. Nach 200 m war ich platt und es war nix mehr mit kraulen. Statt mich einfach stromabwärts treiben zu lassen versuchte ich mich halbwegs erfolgreich im Bruststil. Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichte ich in 10:10 min als 43er der insgesamt 80 Sportler die Wechselzone.
Dann hieß es möglichst schnell Radsocken , -schuhe anziehen , Trikot überstreifen, Helm und Brille aufsetzen und das Rad aus der Wechselzone schieben. Dann rauf aufs Rad, ein paarmal Wiegetritt um schnell Geschwindigkeit aufzunehmen, das große Blatt drauf, Untergriffhaltung wegen besserer Aerodynamik und ab ging es auf die Rheinstrasse in Richtung Bodenheim.Auf diesem flachen Abschnitt konnte ich ca 35 km/h im Gegenwind fahren. Ich überholte etliche Fahrer. Leider wurde ich einige mal durch langsamfahrende Autos ausgebremst, da diese die vor ihnen fahrenden Sportler wegen Gegenverkehr nicht überholen konnten.
Am Ortseingang von Bodenheim begann dann der 'Durschnittsgeschwindigkeitszerstörungsabschnitt ' ( ;-)). Wegen einer Baustelle konnte die geplante Ortsdurchfahrt nicht befahren werden. Stattdessen ging es auf betonierten Wirtschaftswegen um Bodenheim herum, was vor allen Dingen kurze giftige Anstiege und 90-Grad-Kurven bedeute. Nach ca 1,5 km erreichte man die Strasse nach Gau-Bischofsheim. Dort folgte dann der schwierigste Teil der Strecke , eine mehrere hundert Meter lange Steigung von ca 12%. Oben angekommen mit einem Laktatwert, der zum Saure-Gurken-Einlegen gereicht hätte (einen Sportler habe ich sogar das Rad hochschieben sehen ), ging des dann auf dem angenehmsten Streckenabschnitt, der leicht abfallenden Rheinhessenstrasse, jetzt mit Rückenwind der Wechselzone entgegen, die ich nach 42 min auf Position 6 oder 7 erreichte.
Das hat richtig Spass gemacht mit teilweise bis zu 50km/h hier runter zu brettern und weitere Sportler zu überholen. Also hatte ich weit über 30 der 42 nach dem Schwimmen vor mir liegenden Sportler überholt! Da mich allerdings noch 2 oder 3 Teilnehmer in der Wechselzone überholten, startete ich das Laufen auf Position 9. Die Laufstrecke war nicht einfach, führte sie jedoch über mehrere kurze und steile Anstiege hinauf in den Volkspark, dann ging es weiter durch Weisenau wieder über eine Fußgängerbrücke auf den Rheinradweg zum Ziel an der Brücke am Winterhafen. Auf der Laufstrecke befanden sich noch viele Teilnehmer des Jedermann-Rennens über die Kurzdistanz. Auch hier überholte ich viele Sportler ohne selbst überholt zu werden. Irgendwann mitten auf der Strecke, bemerkte ich, dass ich immer noch meine Radbrille trug, die ich vergessen hatte, beim Wechseln abzulegen. Na immerhin hatte ich nicht mehr meinen Radhelm auf ! Jetzt weiß ich auch, warum viele Triathleten mit Sonnenbrille laufen, die haben sie einfach vergessen auszuziehen. Und ich dachte immer, die machen das, um cool auszusehen ;-).
Meine Laufzeit war 19:37 min, nicht so toll, wie ich finde, hier hatte ich mir eine bessere Zeit erhofft. Auf der anderen Seite war es die beste Laufzeit innerhalb der Stadtmeisterschaft und die viertbeste in der Jedermannwertung, was will man mehr. Innerhalb der Stadtmeisterschaft erreichte ich letztendlich den 4. Platz und Platz 14 ( von 255 ) der Jedermannwertung.
Vielen Dank möchte ich an dieser Stelle dem ausrichtenden Verein TCEC Mainz und den vielen ehrenamtlichen Helfern aussprechen, denen es wiedereinmal gelungen ist mit einer organisatorischen und logistischen Meisterleistung diese Großveranstaltung mit über 1000 Teilnehmern und etlichen Wettbewerben auf die Beine zu stellen . Das Wetter spielte Gott sei Dank mit. Viele Zuschauer waren an der Strecke und feuerten die Athleten an. In der Tat ist dieser Wettbewerb im Herzen der Mainzer Innenstadt bestens geeignet, den Triathlonsport einem breiteren Publikum schmackhaft zu machen . Und bestimmt ist der ein oder andere Zuschauer im nächsten Jahr als Teilnehmer am Start.
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Flotter Dreier in Hausen, 24.07.2010
Nein, liebe Leser, das ist kein Bericht zum ersten Pornodreh des Wolfteams - ich hoffe ihr seit jetzt nicht zu enttäuscht und lest trotzdem weiter, sondern die rein sportliche Sicht auf die Teilnahme der drei Wölfe Christian, Thorsten und mir beim 34.Waldlauf der TGS Hausen. Die Vorlage zu dieser Überschrift beruht übrigens auf einem Mailkontakt mit Christian, auf meine Frage mit wie vielen Wölfen wir den nun am Start sind.
Zum 6.Mal in Folge ging es für mich zum Hausener Waldlauf und diesmal erstmals mit Verstärkung aus dem Team. Wer hier startet, muss früh aufstehen. Um der Sommerhitze zu entgehen schickt der Veranstalter die Läufer schon ab 8:30 Uhr auf die Strecke durch den Wald zwischen Obertshausen und Offenbach. So ging es für Thorsten, Christian und mich bereits um 7Uhr auf die kurze Auswärtsfahrt nach Obertshausen im Landkreis Offenbach. Doch von sommerlicher Hitze war nichts zu spüren. Der viele Regen der Vortage hatte für eine deutliche Abkühlung gesorgt. Ideales Laufwetter also.

Ein Parkplatz direkt neben dem Sportplatz war schnell gefunden und auch die Startnummernausgabe klappte dank freundlicher Helfer in der Sporthalle problemlos. Während ich mich bereits umzog und einlief, hatten Christian und Thorsten noch 20min mehr Zeit bis zum Start über die 10km Distanz. Die Laufstrecke war für uns drei dieselbe, nur dass ich sie zweimal mit je einer Zusatzrunde durchlaufen durfte. Sie verläuft bis auf die Stadionrunde zu Beginn und Ende des Rennens ausschließlich auf mal mehr, mal weniger gut befestigten Waldwegen. Die Streckenauszeichnung kann man nur loben, an jedem Abzweig stand ein Helfer, jede Menge Flatterband und Sägespähne sorgen dafür, dass sich auch wirklich keiner verläuft.
Pünktlich zum Startschuss des Halbmarathons standen dann auch Thorsten und Christian an der Strecke und feuerten mich an. Gemeinsam mit Dirk Schönbeck vom SSC Hanau-Rodenbach konnte ich mich bereits auf der Stadionrunde einige Meter von den insgesamt 302 anderen Läuferinnen und Läufern absetzen. Dirk hatte im Vorfeld zu mir gesagt, er wolle so lange wie möglich mitlaufen. Das sein Vorhaben nur 2Kilometer anhielt, lag wohl auch daran, dass ich mich richtig gut fühlte und mächtig Gas gab. Die Kilometerbeschilderung läuft hier traditionell rückwärts und so passierte ich das „Noch 11km“- Schild in 33:48min. Sieben Kilometer vor dem Ziel rannte ich auf die ersten 10km Läufer auf und der Slalomlauf begann. Die Unsitte sich auch bei Wettkämpfen mit Musik aus dem mp3-Player zu beschallen, hatte im hinteren Teilnehmerfeld besondere Ausmaße angenommen, so dass viele Teilnehmer weder den Begleitradfahrer vor mir, noch mich wahrnahmen. Etwa 5 Kilometer vor dem Ziel hatte dann der Radfahrer der gut 50m vor mir fuhr, sein besonderes Erlebnis. Direkt vor ihm überquerten 4 Wildschweine den Waldweg, was ihn zwang voll in die Eisen zu gehen. Die letzten Kilometer bis zum Sportplatz brachte ich trotz Slalom ohne größeren Tempoverlust über die Bühne und ab ging es ins Stadion auf die letzten 1 ½ Runden. Hier standen bereits wieder Christian und Thorsten, die in der Zwischenzeit ihren 10km Lauf erfolgreich absolviert hatten und feuerten mich lautstark. Thorsten schrie irgendwas von Streckenrekord, wodurch ich mich noch zu einem Endspurt hinreißen ließ. In 01:10:56Std. rannte ich als erster ins Ziel, genau 1Minute schneller als im Vorjahr auf dieser Strecke. Platz 2 ging an Dirk Schönbeck in 01:17:03Std.
Für den Sieg gab es vom Veranstalter einen Freistart für den Frankfurt Marathon und einen Pokal. Zudem durfte ich mir etwas aus dem Sortiment einer Obertshausener Lederwarenfabrik aussuchen. Die Zeit und wie sie Zustande kam, lässt mich auf einen flotten Herbst hoffen.
Von Christians und Thorstens Lauf über die 10km Distanz bekam ich leider nicht viel mit. Thorsten wurde in flotten 36:13min 8ter der Gesamtwertung. Er war mit seiner Leistung sehr zufrieden, hatte jedoch auch schon früh im Rennen mit zu Überholenden langsamen Halbmarathonläufern so seine Mühe. Der Trainingsrückstand, den er zuletzt noch hatte, scheint fast wieder aufgeholt.
Christian, der in 38:52min 27ter wurde, zeigt ansteigende Laufform. Auch er war nicht unzufrieden und arbeitet sich wieder auf eine Zeit von unter 38min ran. Neben der Teilnahme beim Wiesbadener 70.3 Triathlon bereitet er sich auf den Frankfurt Marathon vor.
Beim 10km Lauf nahmen insgesamt 370 Läuferinnen und Läufer teil.
Besonders Bemerkenswert war die Leistung eines Blindenhundes, der einem Radfahrer folgend, sein blindes Herrchen sicher über die 21,1km ins Ziel führte.
Leider scheint sich der Abwärtstrend in der Spitze auch im früher so starken Frankfurter Einzugsgebiet fortzusetzen. So kamen bei der 10km Strecke immerhin noch zwei Läufer unter 33min, schafften es nur 4 unter die 35min. Beim Halbmarathon war die Spitze noch dünner besetzt, nur 3 Teilnehmer schafften es unter die 01:20Std. Insgesamt hatte der Lauf etwa 100 Teilnehmer weniger als im Vorjahr über die beiden Hauptdistanzen. Auch der Veranstalter schien etwas enttäuscht und wollte die Ferien als Ausrede nicht gelten lassen.
Insgesamt ein schöne Veranstaltung, der Ausrichter gab sich in allen Bereichen wirklich große Mühe. Da es gemeinsam mehr Spaß macht, wurde auf dem Heimweg gleich die nächste Auswärtsfahrt festgemacht. Am zweiten Augustwochenende geht es für den Großteil des Teams zum 25km Lauf nach Bellheim. |
10 Km Coca- Cola Strassenlauf am 25.07.2010 (Kaiserslautern- Einsiedlerhof)
Nach den heißen Tagen hatte der Wettergott ein einsehen und sorgte pünktlich zum Wochenende für eine Abkühlung. Am Wettkampftag zeigte das Thermometer um 8 Uhr gerade einmal 10 Grad Celsius an. Da der Start traditionell früh um 9 Uhr erfolgt, waren damit fast perfekte Bedingungen geschaffen um die körperliche Leistungsfähigkeit zu testen. Ein leistungsfähiges Teilnehmerfeld ist fast garantiert und der schnelle, vermessene Kurs bestenlistenfähig. Außerdem waren dieses Jahr die Pfalzmeisterschaften im 10 Km Lauf in die Veranstaltung integriert. Für mich sollte es der erste 10 Km Strassenlauf in diesem „Seuchenjahr“ sein und eigentlich hatte ich mir vor einigen Wochen vorgenommen, dort eine 32.XX min zu laufen. Doch alles spekulieren und planen hilft nichts, wenn man von Krankheiten geschwächt und ausgebremst wird und das dafür erforderliche Training nicht durchziehen kann. Deshalb war ich gezwungen innerhalb von 4 Wochen einen „Crashkurs“ durchzuführen, der mich von 0 auf 100 zu einer einigermaßen guten Form führen sollte. Nach dem Motto „einfach mal loslaufen und schauen was passiert“ startete ich in den Wettkampf. Den ersten Kilometer passierte ich in 3,13 min und meine Beine fühlten sich hier schon alles andere als schnell und „spritzig“ an. Den 5 Km Wendepunkt durchlief ich in 16,43min. Die Zeit ist noch nicht einmal so schlecht, als dass ich mir darüber den Kopf zerbrechen würde, vielmehr mache ich mir Sorgen darüber, dass ich gar nicht schneller hätte angehen können. Hier muss ich stark nacharbeiten, denn das konnte ich früher deutlich besser. Die zweite Streckenhälfte legte ich Dank des letzten Kilometers in 3,07 min fast auf die Sekunde genau, genauso schnell zurück wie die erste Hälfte und finishte nach 33,28 min. Damit war ich immerhin 7 sek schneller als letztes Jahr. Alles in allem war es eine sehr gelungene Veranstaltung. Allerdings sollte man in nächster Zukunft die Zeitmessung mit einem Chip durchführen um Verwirrungen z.B. von Zieleinlaufzeiten zwischen langsamen 5 Km Läufern und schnellen 10 Km Läufern im Zielkanal zu vermeiden.
Ich hoffe nun die momentane Form konservieren zu können und Schritt für Schritt wieder schneller zu werden und an frühere Leistungen wieder anzuknüpfen. Diesen Versuch werde ich aber nicht in Deutschland sondern in den USA, in einem Cross- Country Running Team einer Universität starten. Ich werde von August 2010 bis voraussichtlich Juni 2011 in den USA leben, studieren und natürlich trainieren. Von diesem Aufenthalt verspreche ich mir nicht nur eine persönliche sondern auch eine sportliche Weiterentwicklung. Ich werde von meinen ersten Rennen aus den USA berichten.
Keep on running and see you later!
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Pleiten, Pech und Pannen bei großer Hitze
Die Tabellenführung trotz Schwierigkeiten verteidigt zuhaben war größter Trost für die Triathleten vom TCEC Mainz. Nach einem verkorksten Wettkampf in Simmern bleibt die Männermannschaft in der zweiten Rheinland Pfalz-Liga an der Tabellenspitze. Beim letzten Ligawettkampf im September in Sinzig genügt nun ein dritter Platz um den Aufstieg zu sichern.
Am vergangenen Sonntag fand in Simmern der 20. Triathlon der Stadt Simmern statt. Bei großer Hitze mussten die Teilnehmer 1.5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer auf einem welligen Rundkurs Radfahren und 10 Kilometer Laufen. Geschwommen wurde in einem Naturschwimmbad mit 100 Meter langen Bahnen. Auch die Triathleten vom TCEC Mainz waren wieder zahlreich vertreten, galt es doch für die Männermannschaft weitere Punkte für den angestrebten Aufstieg zu sammeln. Doch schon bei der ersten Disziplin gab es Probleme. Da die Helfer sich verzählten musste Christoph Steurenthaler 2 Bahnen zuviel schwimmen: „Bei einer so langen Bahn war das für mich als nicht so guten Schwimmer natürlich sehr bitter“, berichtete Steurenthaler. Mit einer ordentlichen Radleistung und gewohnt solider Laufzeit erreichte er nach 2:25:16 Stunden das Ziel. Uwe Diether erwischte es auf der Radstrecke. Er bog zu früh Richtung Ziel ab, wurde durch die Helfer an der Strecke auf den Fauxpas aufmerksam gemacht und kehrte um. Sein Versehen kostete ihn wertvolle Minuten und in der Endabrechnung die Mannschaft den ein oder anderen Punkt. Dennoch war er an diesem Tag zweitschnellster Mainzer Teilnehmer in 2:24:26 Stunden. Größter Pechvogel in Simmern war allerdings Stephan Schweiger. Ihm riss gute sechs Kilometer vor dem Ende der Radstrecke die Kette. Doch er bewies echten Kampfgeist und schob das Rad bis zur Wechselzone. „Wäre ich ausgestiegen hätten wir keine komplette Mannschaft ins Ziel gebracht, da wir nur zu viert waren und das hätte alle Aufstiegschancen zunichte gemacht“, erklärte Schweiger sein Durchhaltevermögen. Nach 2:53:23 Stunden hatte die Quälerei in der brütenden Hitze für ihn ein Ende.
Schnellster Mainzer Starter war Christian Günter. Er sammelte in 2:23:34 Stunden die meisten Punkte für die Mannschaft. Trotz Pleiten, Pech und Pannen reichte es für die Männer zum zweiten Platz in der Tageswertung.
Die Damenmannschaft verteidigte erfolgreich den dritten Tabellenplatz. Schnellste Mainzerin war einmal mehr Karin Kerschensteiner. Sie wurde in 2:42:21 Stunden Gesamt-13. und in ihrer Altersklasse TW 25 Zweite. Ulrike Syring (2:51:39 Stunden) und Verena Sterzel (3:07:54 Stunden) kämpften ebenfalls tapfer für ein gutes Mannschaftsergebnis.
Die Masters belegen vor dem Saisonabschluss in Sinzig nach wie vor den dritten Platz. Schnellster „Oldie“ war Volker Schaubruch in 2:25:57 Stunden. Ralf Lambert (2:35:02 Stunden) und Achim Peters (2:36:58 Stunden) komplettierten das Team.
Am kommenden Sonntag finden in Frankfurt die Ironman Europameisterschaften statt. Mehrere TCEC-Athleten bestreiten dort ihren Saisonhöhepunkt und streben die Qualifikation für den Ironman auf Hawaii an. Das dürfte ob der erwarteten Hitzewelle nicht einfach werden.
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Mörfelder Abendwaldlauf, 10.07
Knapp über 35 Grad zeigte das Thermometer, als ich am Samstagnachmittag in Kostheim auf Jörg Parotat wartete, um mit ihm zum 16. Abendwaldlauf nach Mörfelden zu fahren. Scheinbar noch nicht warm genug, den in dem Solarium auf der anderen Straßenseite herrschte reger Betrieb. Was man nicht alles tut, um den Körper noch zusätzlich ins Schwitzen zu bringen! Jörg und ich zogen da die sportliche Alternative vor.
Am Waldstadion in Mörfelden wartete mit Dirk Meyer bereits der nächste Leidensgenosse und weiter ging es zur Startnummernausgabe. Hier war fast gar nix los, nach über 400 Teilnehmern im Vorjahr brachte es der Lauf in diesem Jahr gerade mal auf 130 Läuferinnen und Läufer. Gerade die jüngeren Altersklassen waren noch dünner besetzt als sonst. Die anwesenden Athleten spekulierten, was die Temperaturen wohl an Zeit ausmachen würden.
Zum Start um 18:30 Uhr, wies das Thermometer am Sportheim immer noch 34,4 Grad aus. Die flache Strecke ist nahezu identisch mit der des Halbmarathons und der Marathonstaffel zu Jahresbeginn. Nur die kurze Ausgleichsschleife bei km 5 entfällt, dafür geht es zu Beginn zweimal auf die Stadionrunde.
Gleich auf der ersten Stadionrunde setzte sich Manuel Ruhland von der LG Neu-Isenburg/Heusenstamm an die Spitze und legte ein Höllentempo vor, dem ich erstmal nicht folgen konnte. Mit etwa 20 Metern Abstand verließen wir das Stadion in Richtung Mörfelder Unterwald. Doch echte Abkühlung bot der Wald trotz Schatten auch nicht. Die warme Luft staute sich unter den Blättern, es erinnerte ein wenig an eine Dampfsauna. Nach etwa 2 km schloss ich auf Manuel auf, lief einige hundert Meter neben ihm und zog schließlich vorbei. Kilometer 5 passierte ich in glatten 16:30min, im weiteren Verlauf vermisste ich einen weiteren Getränkestand, konnte das Tempo nicht ganz halten, erreichte das Ziel in 33:31min als Erster und lief gleich weiter bis zum Wasserstand. Platz 2 ging in 35:03min an Dennis Gutenstein von Spiridon Frankfurt. Der anfänglich so starke Manuel Ruhland kam mit der Hitze gar nicht klar und stieg aus.
Jörg kam in guten 47:56min an, sein Ziel sind die 10km unter 45min zu laufen, erst dann, erzählte er mir, würde Michael ihm ein Paar richtige Wettkampfschuhe verkaufen. Auch ne nette Art von Motivation, die unser Mischel da betreibt.

Stephan Schweiger bewies in 42:43min mal wieder, dass auch Laufladenmitarbeiter gut zu Fuß sind.
Erfreulicherweise fand die Siegerehrung zügig nach dem Lauf statt, ich erhielt einen Pokal sowie eine große Dose Müsli und verpasste fast nichts von dem Gekicke um den 3 WM Platz.
Eine schöne Laufveranstaltung, sogar mit Chipzeitnahme, nur hätte der Veranstalter auf die Temperaturen mit einem zweiten Getränkestand reagieren sollen.
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Binger Abendsportfest
Am 30.06.2010 fand in Bingen am Rhein, das diesjährige Abendportfest des LC Bingen statt.
Nachdem es bei mir seit circa 4 Wochen aufgrund eines erneuten Virusinfekt der oberen Atemwege in diesem Jahr wieder einmal nicht rund beziehungsweise gar nicht lief, entschied ich mich als Tempotrainingsersatz zu dem dort angebotenen 5000m Lauf. Nach einer einwöchigen Laufpause stieg ich letzten Freitag (25.06.2010) wieder in das Training ein. Leider fühlte ich mich zu dem damaligen Zeitpunkt noch nicht in der Lage am Dreibrückenlauf in Mainz teilzunehmen. Das von Tag zu Tag steigende Quecksilber macht mir zusätzlich zur Trainingseingewöhnung zu schaffen. So fuhr ich dann auch am Mittwoch ohne größere Zeitambitionen oder Erwartungen nach Bingen. Allerdings dachte ich, dass ich zumindest mein angestrebtes Durchgangstempo für die 10 km von 16,30min laufen könne. Außerdem freute ich mich auf meinen ersten Bahnwettkampf in diesem Jahr, auch wenn ich von meiner derartigen Verfassung aussichtslos hinter meinen Bestzeiten zurückliege.
Beim Startschuss um 19.30 Uhr lag fast das komplette Stadion in der Sonne. Dementsprechend hoch war auch die Temperatur von 30 Grad Celsius.
Ich setzte mich sofort an die Spitze des Feldes und versuchte konstante 79er Runden zu laufen. Allerdings merkte ich vom ersten Meter, dass es nicht so „rollte“ wie gewünscht. Von der ersten Runde an lief ich konstant langsame 81er Runden. Die 3000m Marke erreichte ich nach 10,09 min im Ziel war ich nach 16,54min. Wenn ich diese Zeit und meine jetzige Form ernst nehmen würde, würde ich all meine Laufschuhe an den Nagel hängen. Da ich aber mittlerweile weiß, dass ich nur fit und gesund zu bleiben brauche um gute Zeiten zu laufen, mache ich mir keine Sorgen. In guten 4 Wochen habe ich das unglaubliche Glück auf einem anderen Kontinent zu trainieren, neue Lebensgewohnheiten kennen zu lernen und eine komplett andere Organisation des Sports zu erleben. Ob ich bis dorthin den einen oder anderen Wettkampf bestreite hängt letztlich nur von meiner Gesundheit ab.
Never give up!
Simon
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Es war Johannisfest, Gutenberg stand wieder auf seinem Podest und die Eisenbahnbrücke aus dem ehemaligen Mainz-Gustavsburg zur alten Heimatstadt Mainz ist auch wieder fertig; also konnte auch das letzte Fehlende zum vollständigen Johannisfest 2010 stattfinden:
Der 3-Brückenlauf Mainz 2010.
Und pünktlich war auch die Sommerhitze zur Stelle, denn einen 3-Brückenlauf gibt es nur bei Hitze!
Die einjährige Pause hat die Stadt Mainz als Veranstalter anscheinend genutzt, um einige immer wieder auftretende "Pannen" auf der Strecke abzustellen. So war zum Beispiel die Begleitung durch die Mainzer Polizei bis nach Mainz-Kastel an den Bahnübergang, wie auch Streckenposten von der Maaraue runter nach Mainz-Kostheim hinein und nach der Mainbrücke sowie die Plakate für alle Spaziergänger an den Malakof-Terassen richtig gut. Jedoch war diesmal wieder die Fahrradsperren auf der Laachbrücke nicht demontiert und es stand kein Streckenposten oder die hessische Polizei auf der Hauptstrasse in Mainz-Kostheim und vorher beim verlassen der Maaraue.
Und was vielen Läufern wieder nicht gerade positiv aufgefallen war, ist die fehlende Altersklassenwertung, damit nicht nur die Spitzenläufer in den Genuß einer Ehrung kommen.
Hier wäre wirklich wenigstens eine 10er-Wertung wünschenswert und auch ohne größeren Aufwand machbar!
Aber gut, jetzt zum Lauf:
Vom Start weg wurde durch Martin Skalsky, Christian Klaproth und dem Binger Läufer Jose Jessinau Conde Tempo gemacht. Danach folgte direkt mit etwas Abstand, der später jedoch immer größer wurde, eine bis zu 6 köpfige Gruppe. In dieser hielt ich mich auch auf.
Auf der Maaraue riss aber diese Gruppe komplett auseinander und jeder lief immer mit einem Abstand zum nächsten alleine gegen seinen Schweinehund, der wurde bei den Temperaturen immer größer.
Martin (25:50 min als Zweiter, das waren 45 sec schneller als 2008) musste dann auch in der Brückenabfahrt der Eisenbahnbrücke auf das Mainzer Rheinufer den späteren Sieger (25:35 min als neuen Streckenrekord) aus Bingen ziehen lassen, wobei auch die Signale aus seiner Wade vom 24-Stunden-Lauf ganz erheblich eine Rolle spielten.
Und Christian Klaproth musste sich den beiden mit 26:36 min als Dritter geschlagen geben.
Katrin Diewald vom TV Hechtsheim zeigte einmal mehr, das sie zur Zeit in Rheinhessen eine herausragende Größe ist. Sie beendete das Rennen als Siegerin in 32:38 min, obwohl zeitweise die spätere Zweite 50 m vor ihr lag und Katrin überhaupt nicht diese Hitze verträgt.
Ach so ja, da war ja auch noch ich. Ich hatte eigentlich vor, ein weiteres gutes Rennen auf meinem Weg zur alten Verfassung zu absolvieren. Ziel war unter die ersten 10 und möglichst unter 29:00 min. Mit Platz 8 aber lediglich in 29:35 min gelang mir das nur bedingt. Bis km 5 (Nach der Mainbrücke) war ich auch noch gut unterwegs, konnte dann aber das Tempo noch nicht halten. Aber okay, gebt mir noch ein paar Wochen und Tempoeinheiten und spätestens im Herbst bin ich auch wieder in meiner gewohnten Form, zumal ich auch nicht gerade als Hitzeläufer bekannt bin. Ich bin und bleib dann doch eher ein Cross-Wolf.
Christian Wolf vom Wolf Team komplettierte dann unser Trio mit dem 16. Gesamtplatz und vertrat die starke Triathlongruppe im Wolf-Team.
Alles in allem war der Mainzer 3-Brückenlauf wieder ein Erlebnis, ist immer noch ausbaufähig und hat einfach im letzten Jahr gefehlt. Schön, das er wieder da ist!
Euer Wolf Thorsten
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8. Gonsenheimer TGM - Lauf
Trotz Trainingsdefizit und Ischias geschädigt, ging es am vergangenen Sonntag zum 8. Gonsenheimer TGM – Lauf. Ich hatte mich selbstverständlich erst nach Rücksprache mit meinem Arzt, der mich bereits letzten Mittwoch behandelt hatte, zum Start entschieden.
Ein Bambini – Lauf 500m, 5 km oder 10 km konnten absolviert werden. Die 10 km Strecke wurde gleichzeitig als 3.Lauf des Etappen – Marathons 2010 gewertet.
Nachdem die Startnummer angebracht und der Zeitnahme-Chip am Arm befestigt war, konnte ich noch 1 bis 2 km einlaufen. Auch meine Teamkollegen Heinz und Helmut, die ich kurz zuvor traf, hatten sich für die 10 km Strecke entschieden. Die Wetterbedingungen waren hervorragend. Es war trocken, bewölkt und mit ca. 13° C bestens für gute Zielzeiten geeignet.
Um 10.00 Uhr erfolgte dann der Start, aber nicht wie gewohnt durch einen Startschuss, sondern es ertönte in diesem Jahr erstmals eine Sirene. Nach kurzem Gedränge versuchte ich sofort mein Tempo zu finden und trotzdem locker zu bleiben. Die ersten 3 km liefen gut und ich war zuversichtlich. Aber schon kurz danach, machte die rechte Gesäßhälfte mit Schmerzen wieder auf sich aufmerksam. Der Gedanke ans Aussteigen ging mir ab etwa km 4,5 durch den Kopf und ich blieb auch kurz stehen.
Genau in diesem Moment kam mein Arzt, der auch die 10km Strecke lief, an mir vorbei und motivierte mich, locker weiter zu laufen. Also, weiter auf die Zähne beißen und durchlaufen. Auch mein Trainingsdefizit wurde deutlich spürbar, es fehlte einfach die Tempohärte. So musste ich noch vor der 8.km-Marke 3 Plätze einbüßen. Auf den letzten 500m konnte ich noch einmal etwas zulegen und wieder einen Platz gutmachen. So kam ich als 12. Läufer und 2. der AK M55 mit 40:26 min geschafft ins Ziel.
Nach dem Lauf konnte man seinen Brezelgutschein einlösen oder sich mit Kaffee und Kuchen stärken.
Bevor dann die Siegerehrung der jeweils ersten 3 Plätze der 5 und 10 km Teilnehmer stattfand, wurde von der Jazztanzgruppe TGM - Gonsenheim deren tänzerisches Können dargeboten.
Den 1.Platz belegte Christian Klaproth mit 35:15 min. und 1.Frau wurde Olivia Gruener mit 39:29 min.
Der Teamkollege Helmut Becker belegte mit 38:16 min einen guten 4.Platz gesamt und wurde 2. in seiner AK. Teamkollege Dr. Heinz Klink belegte den 12.Platz in seiner AK.
Ergebnisse: http://www.tgm-gonsenheim.de/tgm-lauf-ergebnisse
Der Lauf war, wie schon in den Jahren zuvor, bestens organisiert. Durch die große Anzahl der Streckenposten konnte sich auf der anspruchsvollen Waldstrecke auch niemand verlaufen.
Jochen
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TCEC-Express verteidigt Tabellenführung
Erfolgreich kehrten die Triathleten vom TCEC Mainz am vergangenen Sonntag vom Wettkampf aus dem saarländischen Saarlouis zurück. Dort hatte ein Team-Sprint über die Distanzen 500 Meter Schwimmen in der Saar, 30 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen stattgefunden. Möglichst gemeinsam Schwimmen war die Vorgabe, anschließend wie bei einem Mannschaftszeitfahren die 3 Radrunden absolvieren und dann noch eine Runde als Team laufen. Der Abstand zum letzten Teammitglied durfte beim Radfahren und Laufen nicht mehr als zwanzig Sekunden betragen. Bei den Herren wurde im Ziel die Zeit des vierten Sportlers jedes Teams gestoppt. Bei den Damen und den Masters genügten drei erfolgreiche Athleten im Ziel.
Die Herren in der zweiten Rheinland Pfalzliga zeigten eine homogene Mannschaftsleistung und verteidigten souverän ihre Tabellenführung. Mark Hedwig, Stephan, Schweiger, Christian Günter, Axel Schuppenhauer und Christoph Steurenthaler konnten vor allem beim Radfahren ihre Stärke ausspielen. Als „TCEC-Epress“ übernahmen sie auf der Radstrecke die Führung und bauten sie bis ins Ziel auf über zwei Minuten aus. „Das hat unheimlich viel Spaß gemacht und war mal eine tolle Abwechslung zu einem normalen Triathlon“, waren sich im Ziel alle einig.
Auch die Masters des TCEC waren vor allem beim Mannschaftszeitfahren kaum aufzuhalten. Marcus Jores, Steffen Reister, Rainer Frischkorn und Volker Schaubruch wurden am Ende Tageszweiter. In der Tabelle liegen sie nach der dritten von fünf Veranstaltungen auf dem dritten Platz.
Die Damenmannschaft mit Karin Kerschensteiner, Ulrike Syring, Verena Sterzel und Ilse Paal war auch sehr schnell und mit viel Spaß unterwegs. Sie belegen derzeit wie die Masters den dritten Platz.
Am kommenden Sonntag steht mit dem Triathlon der Stadt Simmern bereits der nächste Wettkampf an. Dann wird wieder jeder auf sich alleine gestellt sein.
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Duathlon in Wiesbaden Kloppenheim
Am Sonntag den 20.Juni fand die 15. Auflage des Kloppenheimer Duathlon statt.
Da meine Teamkollegen Martin und Helmut mir erzählt hatten wie schön dieser Wettkampf wäre habe ich mich für den Wettkampf angemeldet.Die Streckenlänge ist 5/25/5 Km, wobei ich hier nicht unbedingt von Länge sprechen würde,da ja meine normalen Wettkämpfe doch immer deutlich längere Distanzen sind.Aber mal etwas kurzes schnelles kann ja auch mal nicht schaden .
Da es am Sonntag doch etwas kalt und ungemütlich war sind von den 150 angemeldetenDuathleten nur ca 100 gekommen. Aber es waren einige Topathleten aus den Rhein/Maingebiet gekommen und so war es klar, dass dies ein schnelles Rennen wird.Vor dem Start fand die obligatorische Wettkampfbesprechung statt, wo vor einigen Tückenwie zb. eine Baustelle oder einen neuen Kreisel auf der für den Verkehr nicht abgesperrten Radstrecke gewarnt wurde. Das die Strecke nicht gesperrt war stellte sich aber nicht als Problem dar, da sehr wenig Autos an diesem Morgen unterwegs waren. Auch die Streckenposten haben einen guten Job gemacht.
Um 10 Uhr war Start und es ging gleich flott zur Sache, ich konnte mich so auf Platz 15 nach dem ersten Lauf platzieren . Zur Laufstrecke die im ersten und zweiten Lauf gleich war, kann man sagen das sie landschaftlich sehr schön aber auch durch die teilweise Naturwege und den langen Anstieg zwischen KM 2 und 3 recht anspruchsvoll ist.
Nach knapp 20 min lief ich in die Wechselzone ein nach einem schnellen Wechsel ging es auf die 25 Km lange Radstrecke. Diese Strecke hatte alles zu bieten ,steile Berge,schnelle Abfahrten, lange Flachstücke und das immer abwechselnd . Die Strecke ging um Kloppenheim herum nach Auringen,Heßloch , Bierstadt und wieder nach Kloppenheim Auf den 25 Km waren ca. 470 Höhenmeter zu bezwingen. Ich konnte auf der Radstrecke noch 3 Plätze gutmachen ,ich bin einen 35 er Schnitt gefahren und bin nach ca 42 Min wieder in die Wechselzone gekommen. Den 2 .Lauf konnte ich fast genau so schnell wie den ersten laufen nur hat diesmal der lange Anstieg schon weh getan.
Im Ziel hatte ich dann 1 Std 25 Min gebraucht das war der Sieg in der Altersklasse M45 und im Gesamtfeld der 13. Platz.
Nach dem Rennen gab es noch ein sehr gutes Nudel und Kuchenbuffet,eine Tombola mit vielen Preisen und eine nette Siegerehrung.
Ich kann diesen Duathlon nur loben, der Kloppenheimer Verein hat alles gut organisiert unddurchgeführt,
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Kinder Triathlon vom TCEC
Bereits zum sechsten Mal veranstaltete der Triathlonverein TCEC Mainz am vergangenen Sonntag den Entega-Schülertriathlon. Und wie in den Jahren zuvor hatte die Johannes Gutenberg-Universität freundlicherweise ihr Sportgelände zur Verfügung gestellt. Der Erlös der Veranstaltung kommt der Kinderkrebshilfe Mainz zu Gute. Privatdozent Dr. Jörg Faber, Vorsitzender der Kinderkrebshilfe, stellte während des Wettkampfes aus der Sprecherkabine die Arbeit und Ziele der Einrichtung vor. Der Schülertriathlon war auch wieder eine Station des Jugendcups des Rheinland Pfälzischen Triathlonverbandes. So konnten sich Anfänger, die teilweise ihren ersten Triathlon absolvierten, mit erfahrenen Athleten messen.
Mehr als 170 Kinder und Jugendliche waren in den verschiedenen Altersklassen gemeldet.
Pünktlich um acht Uhr gab Organisationsleiter Berthold Boos vom TCEC Mainz bei bestem Wettkampfwetter den Startschuß für die erste Stargruppe. Dies waren Kinder der Jahrgänge 2003 und 2004 (Schüler D). Sie mussten 25 Meter Schwimmen, einen Kilometer Rad fahren und 200 Meter Laufen. Pauline Reinhard aus Ahrweiler war die Gesamtschnellste in 5:30 Minuten. Im folgenden Rennen der Jahrgänge 2001 und 2002 (Schüler C) setzte sich Bastian Müller aus Ahrweiler in 11:55 Minuten durch. Bei den B-Schülern war Clara Holly von der RSG Montabaur in 18:20 Minuten die Schnellste. Henrik Hamm vom ASV Landau gewann in 34:18 Minuten den Wettbewerb der A-Schüler (1997/ 1998). Bei den B-Jugendlichen war Christian Schneider von der RSG Montabaur in 31:47 Minuten als erster im Ziel.
Als letzte Startgruppe um 13.35 Uhr ging der Sport-Leistungskurs des Gutenberg-Gymnasiums unter der Aufsicht seines Lehrers Herrn Kärger auf die Strecke. Annicka Schreiber war in 1:04 Stunden schneller als ihre Mitschüler.
Das Gutenberg-Gymnasium stellte in den Altersklassen die meisten Schulteilnehmer. Die Leistungskursler hatten die längste Strecke zu bewältigen, schafften diese Herausforderung aber alle mit Bravour. Jeder Teilnehmer erhielt nach dem Zieldurchlauf eine Medaille und ein Finishershirt. Vielen von ihnen waren dann Erschöpfung aber auch Stolz über die eigene Leistung anzusehen.
Erfreulicherweise stürzte keiner der Teilnehmer und die anwesenden Sanitäter des Roten Kreuzes mussten nicht eingreifen.
Der Vorsitzende des TCEC Mainz, Marcus Jores, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Schülertriathlon: „Das war wieder eine erfolgreiche Veranstaltung. Vielen Dank an Berthold Boos, Rainer Frischkorn, das Orga-Team, den vielen freiwilligen Helfern und unseren Sponsoren, die das möglich gemacht haben.“
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Fast 24 Stunden im Einsatz, Martin beim 24h Lauf, 12/13.Juni
Anfang April fragt mich Bernd Burow, ob ich nicht Lust hätte das „Last Generation Rüsselsheim“ Team der TG Triathlonabteilung beim alle drei Jahre stattfindenden 24 Stunden Lauf in Hochheim zu unterstützen. Ich erzählte, was ich vom Bahnlaufen hielt, zudem litt ich damals noch an der Achillessehnenreizung. Schließlich gab ich doch nach und ließ mich als Ersatz vom Ersatz auf die Teilnehmerliste setzen. In den folgenden Wochen vergaß ich die Veranstaltung. Erst eine E-Mail vor 14 Tagen erinnerte mich wieder an den Lauf, vom Ersatzmann war wegen einiger Absagen allerdings keine Rede mehr. Na gut, wenn’s denn sein muß, immerhin konnte ich eine fünfstündige Laufpause aushandeln, um beim Grillfest des Wölfe Teams und der Laufladenmitarbeiter dabei zu sein. So weit, so gut.
Mit diesem Schlachtplan ging es am Samstagmorgen zum 9ten 24 Stunden Lauf nach Hochheim. 50 Teams mit maximal 10 Läufern hatten auf dem Sportplatz am Wasserturm ihre Zelte aufgeschlagen. Die sportliche Qual unterstützt einen karikativen Zweck. Der Erlös aus der Veranstaltung kommt der Edith-Stein-Schule, den beruflichen Schulen für körperbehinderte Menschen im Antoniushaus, zugute.

Mit der Siegtaktik von vor drei Jahren ging mein Team, dass bis auf Tim Lipecki und mir, aus erfahrenen Triathleten und Ironmännern bestand (für unsere Triwölfe zur Info: alle zwischen 9-12 Std.) an den Start. Das bedeutete eine Sportplatzrunde Vollgas, dann Wechsel. Nachts zwei Fünferteams, die je 5 x 1 Runde laufen, so hätten die anderen immer ca. eine halbe Stunde Pause. So war zumindest der Plan – das einige inzwischen weniger trainiert, jedoch ihren Bauchumfang vergrößert hatten, fand in dem Plan keine Berücksichtigung.
Um 12 Uhr ertönte für die 50 Teams der Startschuss. Auf vielen Team- und Laufshirts prangte ein Wölfe-logo. Die ersten 3 Stunden ging unsere Taktik auf. Schnell fanden wir uns auf dem zweiten Platz wieder, vor uns nur die Handballer der HSG Flörsheim/Wicker. Ich lief 60-70Sek Runden, ab und zu streute ich zwei schnelle Runden am Stück ein. Bei dem ein oder anderen fing es nun an zu zwicken, so dass immer mal einen Durchlauf ausgelassen wurde und ich mich vom geplanten Grillabend verabschiedete. Trotzdem übernahmen wir nach etwa 4 ½ Stunden die Spitze.
Abends verabschiedete ich mich kurz, um Klamotten für den ungeplanten Nachteinsatz zu holen. Als ich wiederkam, war das Team am Boden, zwei Ausfälle, zwei weitere schleppten sich um die Strecke. Trotzdem hatten wir unsern Vorsprung auf 12 Runden ausgebaut. Um die anderen zu entlasten, legte ich erstmal mehrere Runden am Stück hin. Danach ging’s mit zwei 4 Teams durch die Nacht, die je fünfmal eine Runde rannten.
Als es gegen 5 Uhr hell wurde hatten wir etwa 30 Runden Vorsprung auf die Zweitplazierten rausgelaufen. Nun wurde es schmerzhaft. Das Anlaufen viel den anderen und mir immer schwerer. Die anderen Mannschaften sahen jedoch auch nicht viel besser aus. Nur die, die in der Nacht geschlafen hatten, gaben jetzt Gas.
Zwischen 8 und 10 Uhr dann mein Tiefpunkt, die Oberschenkel machten dicht, alles einschmieren half nix mehr, immerhin lief ich weiter 70-75sek, wenn auch sehr breitbeinig. Gegen 10 Uhr stellten wir die Taktik wieder um, wir verbliebenen 7 rannten die Runden wieder hintereinander weg, meine Muskulatur spielte auch wieder mit. Unsere Ausfälle versorgten uns dafür mit Frühstück. In der letzten Stunde wurde es voll auf dem Sportplatz, gut 3000 Zuschauer bildeten eine Enge Gasse und klatschten uns ins Ziel. Um Punkt 12 Uhr hatten wir es dann hinter uns. Sieg, 976 gelaufene Runden oder 390,4km mit 26,4 Km Vorsprung auf die Zweitplazierten. Alle Teams legten über 15.000 Kilometer zurück.
In der Endabrechnung bedeutet das für die, die von uns durchgehalten haben, nicht viel mehr als einen Marathon. Das ständige Anlaufen nach einer kurzen Pause macht dies aber ungleich härter, was mir ein Muskelkater vom Allerfeinsten, nochmals dankbar bestätigte. Wie viele Runden ich selbst gelaufen bin, weiß ich nicht und nach dem heutigen Stand, würde ich es auch nicht wieder machen.
Aber der eigentliche Zweck kam nicht zu kurz, die Teams erliefen Geldspenden von über 97.000 €. Mit den Einnahmen vom Catering dürfte man die 100.000 € Marke knacken. Da der Spendenempfänger eine lokale Institution ist, denke ich, dass auch die gesamte Summe, im Gegensatz zu einigen Dritte-Welt-Projekten, vor Ort ankommt.
Für die gute Sache war die Schinderei es allemal wert.
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Doppelpremiere beim Abendsportfest Trebur,9.Juni
Premiere 1: 5000m
Da ich bislang der Meinung war und auch nach dem Lauf noch bin, dass sich für 5km die Anreise und das Umziehen nicht lohnen, hatte ich diese Distanz bislang gemieden. Erstaunt war ich dann noch, als der 5000er in der Ausschreibung als Langstrecke bezeichnet wurde. Mein erster Gedanke war, dass die Anforderung an eine Langstrecke mit zunehmend dicker werdender Bevölkerung angepasst, sprich heruntergeschraubt wurden und dass in ein paar Jahren, bei gleich bleibender gesellschaftlicher Entwicklung bereits 400m zur Langstrecke gehören. Der 10er wäre dann schon eine Ultraveranstaltung. Falsch gedacht, dass Internet klärte mich darüber auf, dass bereits seit 1912 alle Strecken, oberhalb einer englischen Meile, dies entspricht 1609 Metern, als Langstrecke bezeichnet werden.
Irgendwann muss ich die 5000m ja mal ausprobieren, also warum nicht bei der 10. Auflage des Abendsportfestes in Trebur, hier hatte ich wenigstens wieder die Chance unsere Leichtathletikabteilung mit einem Kreismeistertitel zu erfreuen. So radelte ich von der Arbeit direkt zum Sportfest, wo ich mir zunächst die Leistungen der Leichtathletikjugend in den Wurf, Sprung und Sprintdisziplinen anschaute. Herrlich anzuschauen und Hochachtung vor der Leistung war auch der 200m Lauf zweier Herren in der M80, die mangels Teilnehmern mit der Hauptklasse starten mussten. Diese Zusammenlegung wirkte etwas unglücklich, sah es durch die vorneweg sprintende Jugend doch so aus und das soll in keinem Falle despektierlich klingen, als liefen die Beiden in Zeitlupe hinterher. In knapp über 40Sek. lieferten sich beide ein Fotofinish um den Sieg.
Premiere 2: Bahnlauf
Natürlich habe ich während meiner Zeit beim TV Hechtsheim schon auf der Bahn trainiert oder auch die ein oder andere Stadionschlussrunde im Rahmen eines Volkslaufes gedreht. An einem Bahnwettbewerb habe ich jedoch noch nicht teilgenommen. Schon das Bahntraining empfand ich immer als eintönig, wie nüchtern Karussell fahren.
Für 20:10Uhr wurde mein Wertungslauf angekündigt. Da die Zeitmessung zunächst nicht wollte wie sie sollte, verschob sich der Lauf. Über Trebur zogen erste Gewitterwolken, es wurde dunkel und so kam ich zu meinem ersten Lauf im Wölfe Trikot unter Flutlicht, also eigentlich eine weitere Premiere. Eine Viertelstunde später als geplant ging es dann mit ca. 25 anderen Athleten im ersten Lauf bei schwül warmen 28 Grad auf die 12½ Runden. Hier machte sich mein fehlendes Bahntiming bemerkbar, viel zu flott lief ich an, den ersten km rannte ich in 3:08min. Trotzdem langte es zu einem Start/Ziel Sieg in 16:11min, 15sek vor dem Zweitplazierten Uwe Bernd von der LG Rüsselsheim, was auch über alle Wertungsläufe zum Sieg reichte. Bereits 5 Minuten nach meinem Zieleinlauf saß ich wieder im Sattel und schaffte es trotz annähernd geradelter Lichtgeschwindigkeit nicht, noch vor dem Gewitter daheim zu sein.
Die Bahn und 5000er werden auch nach dem heutigen Lauf keine Freunde von mir, aber die 16min Grenze werde ich mir noch mal vornehmen. Bei einem etwas stärkeren Teilnehmerfeld oder angenehmeren Wetter sollte dies ohne Weiteres möglich sein.
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Der zweite Wertungslauf zum diesjährigen Wingertscup
in Wallertheim rief und das hörte auch die Sonne mit einer gehörigen Portion schwül-warmer Luft und Wind, was das Laufen nicht gerade zu einem Genuß macht.
Aber das hinderte die führenden in der Wingertscupwertung nicht als Sieger mit jeweiligen Streckenrekord diesen Lauf für sich zu entscheiden und 1 Punkt auf ihr Cupkonto zu verbuchen. Christian Klaproth drückte den eigenen Streckenrekord von 36:22 min aus 2009 auf sehr gute 34:17 min und Katrin Diewald machte das gleiche mit der bestehenden 42:09 min, in dem sie eine 41:01 min lief.
Damit war das Rennen der Männer klar entschieden, aber hinter Christian war es richtig interessant. Hier liefen 4 Läufer (Lucjan, Freiberger, Ruthard, Wunsch) die komplette erste Runde zusammen und es war sehr unruhig, da ständig ein anderer das Tempo anzog oder die Position wechselte.
Nachdem wir unsere verwinkelte Runde im Wohnviertel durch hatten ging es auf die lange Steigung, die dann oben angekommen nach einem Wendepunkt wieder heruntergelaufen werden musste und es zurück in den alten Ortskern zum Start/Ziel über eine alte Ladestraße am Bahnhof zurück auf die identische Runde ging. Bis zu Beginn der zweiten Runde waren wir alle 4 zusammen.
Kurz vor dem Wendepunkt aber musste ich leider den später Zweiten (Lucjan aus Polen, zur Zeit hier zum Arbeiten) und Dritten (Freiberger der LLC Wonnegau) ziehen lassen, die dann in 37:11 bzw. 37:20 min den Lauf beendeten. Dies war auch die angepeilte Zeit von mir, jedoch konnte ich das Tempo der ersten Runde von 18:28 min leider nach erst 3 Wochen Training nicht halten. Zuvor hatte ich eine 3-wöchige krankheitsbedingte (Ich hatte mir einen Virus mit einhergehender Antibotikabehandlung eingefangen) Pause.
Und die Therapietermine und sonstigen Begleitumstände unserer Töchter aufgrund der gut überstandenen Operationen waren auch nicht gerade leistungsfördernd, aber sie können wieder laufen, radfahren und haben ihre Rollstühle zurückgegeben; das ist wichtig und toll!
Aber zurück zum Lauf. Nachdem ich abreisen lassen musste, war ich mit Patrick Wunsch alleine. Mit Patrick lief ich dann in das verwinkelte Wohnviertel wieder hinein und versuchte mich dann auch zu lösen, was mir auch glückte. Am langen Anstieg dann konnte ich meinen Vorsprung auf teilweise auf bis zu 30 sec ausbauen, was ich dann aber bergab und auf der Zielgeraden auf 10 sec schmolz. Somit habe ich mal wieder den Gesamtvierten Platz in 38:01 min vor Patrick in 38:11 min und weitere 4 Punkte auf meinem Cupkonto. Für meine derzeitige Verfassung muss ich damit zufrieden sein.
Jetzt geht es erst wieder am 12. September in Oppenheim weiter, aber bis dahin bin ich auch wieder in meiner gewohnten Verfassung und kann dann auch das Tempo halten und dann sieht die ganze Sache wieder anders aus, versprochen.
Bis dahin, trainiert alle schön und lauft auch schnell, aber vergesst nicht was wirklich wichtig ist und bleibt vor allem gesund.
Ach so ja, da war noch so ein Zuschauer plötzlich auf einem Rennrad an der Strecke, der teilweise im Zielbereich überschwenglicher begrüßt wurde als manch ein Läufer. Genau: Michael Heid! Es wird Zeit, das du wieder beschwerdefrei laufen und mit mischen kannst.
Gruß euer (Rot-)wolf Thorsten
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Ironman Lanzarote
Seit ich Triathlon mache habe ich schon viel vom legendären Ironman Lanzarote gehört und wollte dort irgendwann einmal über die Ziellinie laufen. Der Wettkampf sei härter als Hawaii, da die Radstrecke so anspruchsvoll sei. 2500 Höhenmeter, die muß man in jedem Fall bewältigen. Dazu kann es sehr heiß werden und außerdem weht, wenn man richtig Pech hat, auch noch ein kräftiger Wind. Ein ehrlicher Wettkampf also, ohne Windschattenfahren, jeder für sich, alleine in den Lavafeldern… Schwimmen im Atlantischen Ozean. Blaues, klares Wasser, Palmen, Sonnenschein… Klingt toll.
Bedingt durch meinen Einstieg ins richtige Berufsleben war mein Training stark eingeschränkt. Laufen ging vor der Arbeit und Schwimmen abends auch noch. Wobei ich nach der Arbeit meistens so platt war dass ich nur noch hinter den anderen herpaddeln konnte. Und meine Radumfänge waren auch keines Langdistanztrainings würdig. Außerdem war ich die gesamte Vorbereitung ohne Tacho unterwegs, da dieser im Dezember dummerweise von einem Auto überrollt worden war. Naja, dann wird eben wieder einmal das Talent strapaziert J.
Zum Wettkampf:
Das Schwimmen verlief wie immer bei einer solchen Massenveranstaltung. Sehr eng, Schläge an den Bojen und wenig Zeit, die Fische zu beobachten. Zu meinem Erstaunen war ich bereits nach 1:04 Stunden auf dem Weg in die erste Wechselzone. Da ich mir im Wechselzelt zum Radfahren CEP-Socken anzog und die Wechselzone auch sehr lang war erklärt sich die 8-minütige Wechselzeit. Auf dem Weg zum Rad traf ich Volker Schaubruch und wir wünschten uns viel Glück für den restlichen Wettkampf.
Leider bekam ich bereits gleich zu Beginn der Radstrecke Rückenschmerzen, die mich die ganze Zeit begleiten sollten. Wahrscheinlich wurden diese durch die ungewohnte Schwimmlage im Salzwasser mit Neoprenanzug und dadurch bedingter Hohlkreuzhaltung verursacht.
Außerdem spürte ich auch recht bald die knapp 1000 Radkilometer in den Beinen, bzw. die fehlenden 5000 Kilometer, die man für eine solche Strecke trainiert haben sollte. So anstrengend hatte ich mir das Radeln nicht vorgestellt und beim Powerman in Holland drei Wochen zuvor war mein Gefühl wesentlich besser gewesen. Und Lutscher, also unsportlich im Windschatten fahrende Teilnehmer gab es ärgerlicherweise leider mehr als genug.
Gnädigerweise wehte der Wind nicht wie befürchtet. Mir genügte die wellige und dadurch unrhythmische Strecke. Aber das Panorama und die Landschaft entschädigten die Anstrengungen. Lavafelder, Geröll, Gestein… Unbeschreiblich und auf seine weiße wunderschön.
Ich war froh als ich nach knapp sechs Stunden (5:54h) die zweite Wechselzone erreicht hatte und freute mich aufs Laufen. Mittlerweile brannte die Sonne vom Himmel und es gab kein bisschen Schatten auf der gesamten Laufstrecke an der Promenade und am Flugplatz entlang. Und auch keine Kilometerangaben. Das war einer solchen Veranstaltung mit dem IRONMAN-Label wirklich nicht würdig. Bereits auf der Radstrecke hatten die Angaben mit 15 Kilometer Abweichung nicht gestimmt. Und auf der Laufstrecke hatten sich die Spanier die Schilder komplett gespart. Ich versuchte möglichst locker zu laufen, so gut das auf der nicht einfachen weil sehr welligen und mit vielen hohen Bordsteinen versehenen Strecke ging. Christian hatte mich beim Radeln überholt und ich konnte ihn Ende der ersten Laufrunde wieder einholen. Außerdem waren auch Volker und Karin bereits auf der Strecke und wir begegneten uns unterwegs immer wieder.
Nach 3:20 Stunden hatte ich die 42 Kilometer geschafft und ich lief nach 10:35 Stunden glücklich und erleichtert über die Ziellinie.
Fazit. Die Insel ist nicht so wie ich sie mir vorgestellt habe. Und den Wettkampf kann man machen, muß aber nicht. Ich bin sehr zufrieden mit dem Wettkampf und meiner erreichten Zeit, da ich wie oben beschrieben nicht mehr so uneingeschränkt trainieren kann.
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Deutsche Meisterschaften Berglauf am Hochblauen
Am vergangenen Sonntag fanden in Müllheim (Baden) die deutschen Meisterschaften im Berglauf statt. Den Berg den es zu bezwingen galt trägt den Namen Hochblauen, ist 1165m hoch und von der Autobahnabfahrt mit seinem Fernmeldeturm gut erkennbar.
Der Hochblauenberglauf gilt als einer der schwersten Bergläufe im Schwarzwald.
Dafür sprechen auch die nackten Fakten der Strecke: 10,5 km mit 905m Höhendifferenz.
Die Strecke führt von Müllheim (267m) zunächst auf Asphalt und festen Waldwegen über den Ort Lipburg und die Hochblauenpassstrasse. Die technisch einzige Schwierigkeit stellt der Ho-Chi-Minh-Pfad bei km 9-10 dar. Besonders hervorzuheben ist, dass sich ungefähr bei km 2 die einzige Flachpassage befindet. Spätestens ab km 3 befindet man sich dann im unmittelbaren Anstieg zum Hochblauen ohne jegliche Erholungsphasen. Es geht über mehrere Kilometer mit mehr als 100 Höhenmetern pro Kilometer bergauf. Den Streckenrekord hält Thomas Greger in 44, 59 min. Leider war es an diesem Wochenende für einen Berglauf zu heiß. Vor allem die schwül warme Witterung am Sonntag war alles andere als optimal, sodass auch der Streckenrekord nicht ins Wanken geriet.

Das Starterfeld war einer deutschen Meisterschaft entsprechend qualitativ sehr stark. Wir stellten mit der LG Olympia Dortmund fünf Starter und erhofften uns eine vordere Platzierung in der Mannschaftswertung. Schon traditionell vor einer Meisterschaft bekam ich letzten Dienstag nach meinem letzten harten Training eine hartnäckige Erkältung mit Halsschmerzen uns sonstigem Zubehör, die bis heute anhält. Besonders ärgerlich dieses Mal, wegen meiner guten Vorbereitung und Form, die ich dann logischerweise im Rennverlauf nicht zeigen konnte. Zumindest meine Taktik die ich mir zu Recht gelegt hatte ging dann einigermaßen auf. Unser Trainer brachte es dann auch bei der Teambesprechung am Sonntagmorgen auf den Punkt: „ Bewegt euch immer im dunkel orangenen Bereich und nicht im roten.“ Also ging ich das Rennen sehr verhalten an und war zwischenzeitlich letzter unseres Teams. Ab km 3 konnte ich mich dann nach vorne arbeiten und bei Kilometer 9 zumindest die Spitzenposition unseres Teams einnehmen. Eine richtige Tempoverschärfung oder Attacke auf die Plätze weiter vorne konnte ich an diesem Tag nicht starten. Ich war froh, als ich den letzten steilen Anstieg über den Pfad überwunden hatte und die letzten weniger steilen 500 Meter auf der Passstrasse zum Aussichtsturm vor mir lagen. Im Ziel wurde ich als 32. mit einer Zeit von 52,23 min registriert. Eine gute halbe Minute später erreichte der Zweite unseres Teams Philipp Hövelmann das Ziel. An dieser Stelle muss noch hervorgehoben werden, dass Philipp nur circa 14 Stunden vorher bei der Sparkassengala in Regensburg über 5000m mit 15,16 min gestoppt wurde. Es folgten David Holmgren (54,10min), Henrik Böhringer (54,50 min) und Zakaria Talbi (55,38 min). In der Zeitaddition belegten wir unter 18 Mannschaften den 10. Platz. Natürlich hatten wir uns eine andere Platzierung erhofft, aber aufgrund unseres ersten Auftritts bei einer Berglauf DM können wir damit erstmal zufrieden sein. Wie schon angedeutet bin ich mit meiner Leistung nicht zufrieden. Ich hatte mir ebenfalls eine andere Platzierung im Gesamteinlauf erhofft. Aber ich komme wieder. Mit dem Berg habe ich noch eine Rechnung offen.

Es siegte Timo Zeiler in 46,12 min, der damit zum dritten Mal in Folge den deutschen Meistertitel einheimste und seine Vormachtstellung in Deutschland eindrucksvoll behauptete. Auf Platz 2 und 3 folgten die sehr stark laufenden Stöckert Brüder, die noch der Juniorenklasse angehören.
Mein Blick richtet sich nun nach vorne und mindestens ein Auge schielt schon über den großen Teich. Ich hoffe die Erkältung verzieht sich nun die nächsten Tage und ich kann mich weiter verbessern.
Keep on running!
Simon
Geschafft: Im Ziel
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„Swim & Run“ mit Langdistanzschwimmen in Mainz
Am vergangenen Sonntag veranstaltete der Mainzer Triathlonverein TCEC Mainz einen Ausdauerwettkampf der besonderen Art in Mainz. Zu einem „Swim & Run“ – Wettbewerb mit separatem Langdistanzschwimmen hatte der Verein eingeladen. Die Teilnehmer konnten zwischen zwei verschiedenen Distanzen wählen. Für besser trainierte Athleten wurde eine Langstrecke angeboten. Das bedeutete sechs Kilometer Schwimmen, natürlich mit der Strömung, kombiniert mit zehn Kilometer Laufen. Wer sich lieber für die „Short Track“ – Variante entschied musste drei Kilometer Schwimmen und fünf Kilometer Laufen. Die Langdistanz war gleichzeitig Ligaauftakt für die Triathlonligen in Rheinland-Pfalz. Dadurch starteten alleine auf der längeren Strecke über 200 Teilnehmer. Für die „Short Track“ – Variante entschieden sich knapp 50 Ausdauersportler.
„Schwimm die Mainzer Meile“ lautete der Slogan für alle diejenigen, die einmal ganz legal im Rhein schwimmen wollten. Auch hier konnten Interessierte zwischen drei und sechs Kilometer Schwimmen wählen. Immerhin mehr als zwanzig Schwimmbegeisterte ließen sich diese Chance nicht entgehen.
Die Langstrecke gewann bei den Männern Marko Becker aus Pirmasens in1:14:09 Stunden. Er schwamm die sechs Kilometer in 36:59 Minuten und lief die folgenden zehn Kilometer in 37:10 Minuten. Tobias Laue vom ALV Mainz war ihm dicht auf den Fersen und erreichte nach 1:14:40 Stunden das Ziel am Fischtor. Dritter wurde Thomas Breitenberger in 1:15:12 Stunden.
Schnellste Frau war Franziska Fleck von der MTG Mannheim in 1:14:22 Stunden. Mit einer Schwimmzeit von 34:45 Minuten und einer Laufzeit von 39:37 Minuten verwies sie Silke Hamacher (1:20:21 Stunden) und Anna Schloß (1:22:36 Stunden) auf die weiteren Plätze.
Die Kurzstrecke entschied souverän Arik Gailis vom ausrichtenden Verein für sich. Bereits nach 40:45 Minuten erreichte der erst 14 jährige Arik das Ziel. Giovanni Filpi (44:55 Minuten) und Andreas Göttig (45:08 Minuten) folgten mit großem Abstand.
Anika Weißmann war die schnellste Frau auf der Kurzstrecke. Sie benötigte 48:14 Minuten. Vera Hundsdörfer (48:46 Minuten) erreichte kurz nach ihr das Ziel. Claudia Urbahn (52:20 Minuten) wurde Dritte.
Marcus Jores, Vorsitzender des TCEC Mainz, zog ein durchweg positives Fazit: “Die Veranstaltung war aus meiner Sicht ein voller Erfolg. Das Feedback der Teilnehmer war durch die Bank positiv. Das Wetter hat auch fast gehalten, es war einfach ein gelungener Tag“.
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Ein Traum geht in Erfüllung
Lanzarote, 18.-25.Mai 2010
Ich weiß inzwischen nicht mehr wie viele Jahr ich schon davon träume einmal die Vulkaninsel Lanzarote zu bereisen, aber dieser Traum liegt lange zurück. Als ich dann zum Triathlon gekommen bin und vom dortigen Ironman Lanzarote erfahren habe war schnell klar: „Wenn ich jemals auf die Insel fliege, dann nehme ich den Ironman gleich mit“.

Dies Jahr hat sich dieser Traum für Christoph und mich wirklich erfüllt, aber lest selbst wie es war:
Als wir aus dem Flieger gestiegen sind, waren wir doch ganz schön überrascht, dass es auf Lanzarote doch so karg ist. Wir wussten zwar von Freunden und Bekannten einiges über die Insel, aber wie es dort wirklich ist, habe zumindest ich erst verstanden, als ich selbst dort war.
Karg, leer, einsam, windig und schwarz. Dieser Eindruck vertiefte sich, als wir am nächsten Tag eine lockere Ausfahrt durch die Feuerberge machten. Am Anfang des Nationalparks steht zwar ein riesiges Schild „Parque Nacional de Timanfaya“ das durch den berühmten Feuerteufel gehalten wird – aber ich dachte trotzdem „wir sind auf dem Mond gelandet“. Riesige, schwarze Lawamassen soweit das Auge reicht. An diesem Tag war es aber so windig, dass ich mehr damit beschäftig war, mich auf dem Rad zu halten, als mich auf diese faszinierende „Landschaft“ zu konzentrieren. Teilweise waren die Windböen so stark, dass ich unfreiwillig innerhalb weniger Sekunden die Fahrbahn gewechselt habe – dank dem Seitenwind. Auch Trinken und Schalten fiel mir nicht leicht, da ich sicherheitshalber lieber beide Arme am Lenker gelassen habe. „Prima“ dachte ich „ der Wettkampf kann ja heiter werden“.
Zum Glück war´s dann am Samstag – beim Ironman – nicht ganz so windig.
Das Schwimmen ging super und ich kam mit neuer persönlicher Schwimmbestzeit (1:07) aus dem Wasser. Hat mich selbst gewundert – denn eigentlich habe ich unterwegs versucht Fische zu zählen, so klar ist das Wasser dort J. Das ging aber leider nicht, da so ein Gedrängel im Wasser war (1600 Teilnehmer), dass ich mich doch aufs Schwimmen konzentrieren musste. Nach dem ich flott durch die endlos lange Wechselzone gelaufen bin, freute ich mich auf mein Rad. Schnell merkte ich, dass es nicht so windig war und ich konnte die schönste Radstrecke die ich je gefahren bin richtig genießen. Die Landschaft auf Lanzarote ist so einmalig, dass es mir schwer fällt es in Worte zu fassen. Aber vielleicht ist das auch der einmalige Bonus den man als Ionman- Lanzarote Finisher immer mit sich trägt – man hat die Insel erlebt und gesehen, was so schwer zu beschreiben ist. Radeln ging – beflügelt von der Schönheit der Insel – erstaunlich gut und so kam ich nach 6:33 vom Rad (hatte eigentlich mit 7:00 gerechnet).

Wie immer habe ich mich auch bei diesem Ironman vor allem aufs Laufen gefreut, aber diese Freude war schnell vorbei. Die Minuten auf meiner Uhr kamen mir endlos vor aber nach 15 Min war auch schnell klar: „Ich habe die km Schilder nicht verpasst – es gibt hier keine km Angaben“. Völlig verzweifelt habe ich dann die mir entgegenkommenden Mitstreiter (Christoph, Christian und Volker) gefragt was ich machen soll, aber die hatten ja das gleiche Problem. Christoph rief nur „lauf locker – du kannst das“ und das habe ich versucht. Raus kam ein akzeptabler Marathon mit 4:07 – womit ich nicht so ganz glücklich bin, denn unter 4h bin ich den Marathon bis jetzt auf der Langdistanz immer gelaufen. Natürlich war es furchtbar heiß und so „locker“ konnte (außer Christoph) keiner mehr laufen – dennoch hätten mir die km sehr geholfen mir das Rennen besser einzuteilen. Geteiltes Leid ist scheinbar wirklich halbes Leid und so haben wir uns alle gegenseitig angefeuert und sind einer nach dem anderen ins Ziel gelaufen. ALLE FINISHER! Und beim gemeinsamen „After Ironman – Frühstück“ blinzelte doch ein gewisser Stolz in unseren Augen!
Als Wiedergutmachung für meinen Ärger über die fehlende Streckenbeschreibung im Ironman, erkundeten Christoph und ich dann in den letzen zwei Urlaubstagen die Insel auf den Spuren von César Manrique und ließen uns von seiner Kunst verzaubern. Auch ein ausgiebiger Strandaufenthalt mit „in Ruhe Fische zählen“ durfte nicht fehlen.
Insgesamt war es vor allem eins: EINMALIG und das für mich vor allem, weil wir eine Gruppe waren und dieses Event gemeinsam erlebt haben.
Mein Traum hat sich erfüllt – ich war auf Lanzarote und habe dort meinen ersten offiziellen Ironman gemacht.
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Vom Schirm überholt – Martin beim Griesheimer Halbmarathon, 30.05.2010
„Das Wetter heute, hat das vom Gutenberg Marathon noch mal getoppt“, sagte Dirk Schönbeck vom SSC Hanau-Rodenbach nach dem Lauf im Ziel zu mir. Damit meinte er die Sonne in den ersten 15 Minuten des Laufes, dann den mehr als heftigen Regen und den dauerhaft starken Wind, der im hessischen Ried immer von vorne zu kommen scheint. Das und mehr bekamen alle Teilnehmer beim 39. Griesheimer Strassenlauf für schlappe 15,- € Teilnahmegebühr. Die Veranstaltung hatte neben dem Halbmarathon, eine 10km Distanz und mehrere Kinderläufe im Angebot. Der Halbe beinhaltete neben einigen lokalen Wertungen zudem die Hessischen und die Südhessischen Meisterschaften. Im nächsten Jahr werden hier die Deutschen Meisterschaften im Halbmarathon ausgetragen.

Um 10 Uhr ging’s los, insgesamt knapp über 1200 Teilnehmer gingen beim Halbmarathon und eine Viertelstunde später bei der 10km Distanz auf die neue Strecke. Den Start verpennte ich diesmal wie schon lange nicht mehr. Aus der zweiten Reihe gestartet, kam ich nicht in Gang und hatte plötzlich die Schar von Läufern vor mir, die sich bei Läufen immer da hinstellen, wo sie aufgrund ihrer Laufzeiten eigentlich nix zu suchen haben, nämlich zu weit vorne. Also erstmal Vollgas, Ellenbogen eingesetzt und wieder nach vorne laufen. Bereits nach dem 1 Kilometer hatte sich vorne eine fünfköpfige Spitzengruppe mit dem späteren Sieger Marcel Groß (LG Wettenberg) und dem letztjährigen hessischen Meister Jörn Harland (Grün-Weiß Kassel) abgesetzt. Ich folgte dahinter in einer etwa zehnköpfigen Gruppe. Nach dem ersten Kilometer durch ein Neubaugebiet, folgte eine kurze Ausgleichsschleife, danach ging es auf den dreimal zu umlaufenden Rundkurs. Wobei Rundkurs nicht ganz treffend ist, ging es doch immer die Landstraße Richtung Pfungstadt rauf und runter. Etwas 3 Kilometer rauf, rum um die Pylone, 3 Kilometer zurück, dann um einen Kreisverkehr. An der Spitze der Verfolgergruppe sorgten Uwe Bernd und ich für das Tempo, die anderen konnten oder wollten sich bei böigem Wind nicht an der Tempoarbeit beteiligen. Am ersten Wendepunkt nach 6 Kilometern hatte ich von der Lutscherei der Gruppe genug, zog kurz das Tempo an und legte ein paar Meter zwischen mich und die Gruppe. Zu meiner riesengroßen Freude, kam auch beim Laufen in die andere Richtung der Wind immer noch von vorne. Inzwischen hatte heftiger Regen eingesetzt, der binnen Minuten die komplette Strasse unter Wasser setzte. Ab der zweiten Runde herrschte dann erhöhtes Verkehrsaufkommen, da inzwischen alle Halbmarathonis, sowie die 10km Läufer auf der Landstraße angekommen waren. Auf für Unterhaltung hatte der Veranstalter gesorgt: Bei Kilometer 11 setzte der Sonnenschirm eines Getränkestandes zum Überholen an, um dann mitsamt eines aufgeregt hinterher eilendem Ordner im Acker zu verschwinden. Ob beide jemals wieder gesehen wurden, konnte ich danach nicht mehr ermitteln. Das Ziel erreichte ich schließlich in 01:13:28 Stunden als Gesamtfünfter, Dritter der Hessischen und Erster der Südhessischen Meisterschaften. Mit der Zeit bin ich nicht ganz zufrieden, da ist noch Luft nach oben, entspricht aber voll meinem momentanen Leistungsstand. Der Hessische Titel ging in diesem Jahr mit 01:10:08 Std. etwa drei Minuten langsamer Weg wie im Vorjahr. Die flache Strecke gibt durchaus schnellere Zeiten her, gerade im Hinblick auf die Deutschen im kommenden Jahr, sollte man vielleicht die 10km Läufer nicht mit auf die Strecke schicken, und auch die vier engen Pylonenwendepunkte drücken das Tempo
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Insgesamt eine sehr schöne Veranstaltung, mit großer Siegerehrung und Tombola, wo es diverse Freistarts und Marathonreisen zu gewinnen gab, die ich allerdings verpasste, da beim Gonsenheimer Erdbeerfest ein paar Stücke Erdbeerkuchen auf meinen dringenden Verzehr warteten. Bericht Martin Skalsky
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Mainspitzlauf des TV 1883 Bischofsheim am 30. Mai 2010
11:15 Uhr, Startschuss zum 10km-Jedermannlauf. Sofort wird Tempo gemacht. Rasch formiert sich eine 5-köpfige Spitzengruppe, ich mittendrin, jeder macht Tempo. Kurven werden geschnitten, Windschatten gesucht. Häufige Führungswechsel, keiner schenkt dem anderen was. Ich werde geschubst! Da, noch mal ein richtiger Bodycheck, dann mit dem Kopf gegen meine Wange. Jetzt geht´s aber los, legt mir der Kerl doch seinen Kopf auf meine Brust, kuschelt sich richtig an mich ...
Ich wache auf, Sonntag früh, mein kleiner Rouven schaut mich groß an, freut sich, dass ich ihn verschlafen anblinzle. Er will schmusen, er will spielen, er will frühstücken. An Pfingsten hatte er heftiges Fieber, Schnupfen und Husten und hat erst mal seine Mama angesteckt und dann mich. So kratzt es mir nun im Hals und ich fühle mich einfach matt. Dazu trägt sicher auch die letzte Arbeitswoche bei, in der ich das Pensum einer 5-Tage-Woche in vier Tagen erledigen durfte. Dazu noch das heutige Wetter, kaum Sonne, immer wieder Regen. Alles in allem fühle ich mich nicht fit für einen Wettkampf. Mir ist eher nach lockerem Joggen und dann ab in die Sauna.
Dabei ist der Mainspitzlauf seit 2005 als familienfreundlicher Breitensport konzipiert und hat sich mittlerweile fest im Veranstaltungsprogramm der Region etabliert. Nicht zuletzt durch die Einbindung in den Etappenmarathon 2010, bestehend aus Haybachlauf in Klein-Winternheim, dem TGM-Lauf in Gonsenheim und dem Albiger Hügellauf. Den Halb-Marathon haben die Läuferinnen und Läufer heute absolviert. Auf der neuen Laufstrecke in und um Bischofsheim waren deshalb auch die Spitzenleute des Etappenmarathons vertreten.
Dort lag bei den Männern bisher Christian Klaproth und bei den Frauen Nina Kuhn in Führung. Sie wurde verfolgt von Daniela Bur und Heike Rüttiger auf Platz 7. Sie dürfte sich über den Zieleinlauf des Mainspitzlaufs am meisten gefreut haben, weil sie in der Gesamtwertung ordentlich vorgerückt ist.
Die schnellsten drei Frauen und Männer beim 10 km Mainspitzlauf waren:
1. Daniela Bur 40:52 min
2. Silvia Licht 44:39 min
3. Heike Rüttiger 47:20 min
1. Christian Klaproth 34:13 min
2. Sven Löschengruber 37:29 min
3. Karl Dirk 37:36 min
Gerne hätte ich am 5km-Lauf mit Babyjogger zum Einlaufen teilgenommen, um dann nach kurzer Pause die 10 km solo in Angriff zu nehmen. Vielleicht nicht in einer 5-köpfigen Spitzengruppe, aber doch so flott wie möglich. Der Zeitplan hätte es ermöglicht und letztes Jahr startete der Hauptlauf sogar mit etwas Verspätung, da noch 5km-Läufer auf der Strecke waren. Siehe Martins Bericht 2009.
Das beliebte Mainspitzlauf Finisher-T-Shirt ist mir somit leider durch die Lappen gegangen. Ebenso Kaffee, Kuchen, belegte Brötchen sowie Bratwurst und Steak vom Vereinsgrill. Auch das werde ich nachholen.
Bischofsheim kenne ich aus sportlicher Sicht bisher nur als Radsportler. Dabei liegt diese Gemeinde nicht nur vor unserer Haustür, sondern gehörte früher sogar einmal zu uMainz. Von 1930 bis 1945 war Bischofsheim ein Stadtteil von Mainz. Noch heute heißt der Bahnhof Mainz-Bischofsheim und auch was Strom- und Wasserleitungsnetze angeht, sind wir eng verbunden. Ebenso wie die AKK-Stadtteile, wurde Bischofsheim von Mainz getrennt, als die amerikanische und die französische Besatzungsmacht den Rhein einfach als Grenze für ihre Besatzungszonen festlegten. Das Stadtgebiet Mainz kam dadurch in der französischen Zone in das später neu gegründete Bundesland Rheinland-Pfalz, während die rechtsrheinischen Mainzer Stadtteile in der amerikanischen Zone an das neu gegründete Land Hessen fielen. Insoweit wurde noch weiter aufgeteilt, weil die drei Stadtteile nördlich des Mains - Amöneburg, Kastel und Kostheim - der Stadt Wiesbaden zugeteilt wurden und Bischofsheim und Ginsheim-Gustavsburg wieder eigenständige Gemeinden im Kreis Groß-Gerau wurden.
Übrigens ist Bischofsheim nicht das Heim eines Bischofs. Der Name geht vielmehr auf die Lage der Gemeinde an einer Mainbiegung zurück. Bieschen bedeutet nämlich biegen. Der hessische Dialekt verdeutlicht dies ebenfalls anschaulich, er kennt nur Bischem und seine Bürger, die Bischemer.
Mit eben diesen Bischemern und hoffentlich noch mit vielen weiteren Läufern werde ich mich dann sicher im nächsten Jahr messen. Auch wenn es mir schwer fällt, einen geplanten Lauf ausfallen zu lassen, gerade wenn es sich um eine Serie ohne Streichergebnis handelt, so geht die Gesundheit doch vor.
Dr. Heinz Klink
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12. HK-Kreisstadtlauf am 13. Mai 2010
Also, auch wenn mein Papa es gerne hätte, das "HK" bei diesem Lauf steht für Höchster Kreisblatt und es sind nicht seine Initialen. Trotzdem läuft er immer wieder gerne dort, nämlich 10 km von Hofheim nach Höchst und ebenso gerne mit Baby-Jogger. In diesem Jahr mit mir! Deshalb darf ich mich erst einmal vorstellen, mein Name ist Rouven.

Schon oft hat mir mein Papa vorgeschwärmt, wie toll es sei, wenn wir beide bei schönem Wetter gemeinsam eine Ausflug am Vatertag machen. Ich im Babyjogger und er dahinter. Bereits an Weihnachten 2009 habe ich mit Oma und Opa ein passendes Geschenk klar gemacht: Einen flotten, dreirädrigen Babyjogger mit großen Reifen, sportlichem Fahrwerk, Frontspoiler und Sechs-Punkt-Gurt, alles in den Teamfarben rot, schwarz und weiß. Damit wollte mein Chef das Feld der anderen Babyjogger, Handbiker und Rollis hinter sich lassen und daneben noch für einen guten Zweck laufen, fließen die Einnahmen aus den Startgebühren doch auf das Konto der Leberecht-Stiftung, die sich seit mehr als 60 Jahren um geistig und körperlich behinderte Kinder kümmert.
Mehr als einmal hat er mir erzählt, dass die Handbiker, Rollis und Babyjogger eine Minute vor dem großen Hauptfeld - es sind immer so 1500 Läuferinnen und Läufer am Start und in diesem Jahr gab es sogar einen neuen Melderekord - starten dürfen, wenn an Christi Himmelfahrt in der Hofheimer Altstadt der Startschuss zum 12. HK-Kreisstadt-Lauf fällt, um auf den 10 km entfernten Höchster Schlossplatz zu rennen. Nicht, dass ich jetzt sagen will, mein Papa erzählt viel, wenn der Tag lang ist oder früher war alles besser. Nein, der Veranstalter hat wohl im letzten Jahr nicht nur den ersten Kilometer der Laufstrecke geändert, sondern auch den Vor-Start der Zwei-, Drei- und Vierräder abgeschafft. Leider.
Da standen wir also in der ersten Startreihe, links zwei ganz schwarze Menschen, ganz dünn. Mein Papa sagt, das seien Kenianer. Die sahen ganz anders aus als wir. Die Frau sah auch ganz anders aus als meine Mama. Naja, vielleicht ist da in Afrika sonst auch alles flacher als bei uns. Jedenfalls standen die links ganz vorne und rechts ich und mein Papa. Hinter uns noch ein Doppel-Babyjogger und dahinter ungefähr 1.550 weitere Läuferinnen und Läufer. Nix mit lockerem Laufausflug hörte ich meinen Papa murmeln, jetzt war ein Sprint durch die ersten beiden Kurven angesagt, um auf der langgezogenen Straße den Hügel hoch Platz für die flotten Solo-Läufer zu machen. Dabei hatte er noch den Gutenberg-Halbmarathon in den Beinen. Mit den um uns stehenden Läufern wurde die Fahr- bzw. Laufspur abgesprochen, so dass es unter den Läufern keine Missstimmung gab. Nur bei den Zuschauern gab es Irritationen, wie mir meine Mama im Ziel erzählt hat. Martin aus dem Team stand neben uns, wusste auch was wir vor hatten und er wollte es an diesem Tag als Vorjahressieger auch wieder wissen.
Nach dem Startschuss ist mein Papa wirklich toll losgeflitzt. Ich wurde richtig in den Sitz gepresst. Volle Kanne ging es durch die ersten breiten Kurven. Ich habe mich ganz doll festgehalten, obwohl ich angeschnallt war und hatte außerdem genug damit zu tun, auf der langen Landstraße nach Zeilsheim Papas Konkurrenz zu beobachten. Dass wir die 180°-Kurve zur A66-Unterführung auf einem Hinterrad genommen haben, ist mir aber ebenso entgangen, wie der aufgeregte Ruf eines Zuschauers "Werf´ den Bub net um", da ich ab km 3 doch etwas Vormittagsschläfchen nachgeholt habe. Mein Papa kann nämlich gut Babyjogger fahren. Bei vielen Zuschauern haben wir für ein ganz schönes Hallo und Stimmung gesorgt. Viele haben mir zugerufen und uns angefeuert.
Den angeblich so bekannten Industriepark Höchst und den so berühmten Behrens-Bau gucke ich mir später mal an. Erst als es vom Tor Ost zum Höchster Mainufer ging, wurde ich wieder wach. Die Menschenmenge um uns herum war nun wesentlich kleiner und mein Papa hat noch ganz schön viele überholt. Manche von denen sind wie ich auf vier Beinen gelaufen, obwohl die schon groß sind. Mein Papa hat gesagt, dass bei Erwachsenen das Laufen auf vier Beinen aber nicht wie bei mir Krabbeln heißt, sondern Walken. Aber schneller als ich beim Krabbeln waren die auch nicht.
Die Stolperschwellen auf der Zielgeraden am Mainufer haben mich dann noch mal ganz doll durchgeschüttelt. Die blöden Dinger, immer zwei kurz hinter einander, waren für uns etwas unfair. Schließlich sollen dort nur die Autos langsam fahren und nicht die Babyjogger, die vor dem letzten Anstieg in den Schlosshof noch einige Platzierungen gut machen wollen, die sie dann auf der Steigung mit Kopfsteinplaster leider wieder abgeben müssen. Das war aber nicht schlimm. Es hat uns auch so ganz viel Spaß gemacht.
Meine Altersklasse M0 habe ich ganz klar gewonnen! Das kann in der unmittelbar bevor stehenden M1 ruhig so weiter gehen. Martin hat mit exakt derselben Zeit von 33:13 min wie 2009 den zweiten Platz belegt, hinter dem schwarzen Mann aus Kenia. Stephan, der im Mainzer Laufladen arbeitet, wurde 55. gesamt und 9. seiner Altersklasse. Mein Papa, der ja nur einen lockeren Vatertagsausflug mit mir machen wollte, wurde dann mit 46:05 min Gesamt-193. und 30. seiner Altersklasse. Ich hab´ gesehen, er schmunzelt immer noch, wenn er Brutto- und Nettozeit in der Ergebnisliste sieht und vergleicht.
Direkt auf der Ziellinie hat uns auch der Vanman fotografiert. Da sieht man es ganz deutlich, dass ich gut 50 cm Vorsprung vor meinem Papa habe. Meine Mama hat uns dann auch im Ziel erwartet und noch viele schöne Bilder geknipst. Zusammen haben wir dann Kuchentheke und Bratwurststand gestürmt. Leider war es mit 10° C etwas zu frisch, um dort länger der Musik zu lauschen und um an der großen Verlosung vor der Siegerehrung teilzunehmen. Das machen wir dann ganz bestimmt im nächsten Jahr, wenn es wieder heißt:
Wenn der Vater mit dem Sohne einmal ausgeht
und dann keiner gern nach Haus geht ...
Rouven, mit freundlicher Unterstützung durch dem Rouven sein Papa |
34. „Hundseck-Berglauf“ 2010 (3. Wertungslauf zum Schwarzwald-Berglauf-Pokal)
oder „Herzlich Willkommen zur kleinen deutschen Berglaufmeisterschaft“
In der Tat lag der Termin des diesjährigen „Hundseck-Berglauf“ sehr günstig, nämlich 2 Wochen vor den deutschen Berglaufmeisterschaften am Hochblauen, sodass ein sehr starkes Teilnehmerfeld die letzte Chance zum Formcheck und Formaufbau nutzte. Darüber hinaus wurden noch die Badischen Senioren Berglaufmeisterschaften ausgetragen.
Zur geographischen Lage und Strecke:
Nach circa 200 km langer Anreise (von Mainz) erreicht man über die A 5 (Ausfahrt Bühl) das schöne Bühlertal im Nordschwarzwald. Über 2-3 km erstreckt sich der Ort Bühlertal in dem tief eingeschnittenen Tal. Einige Häuser stehen wie im Hochgebirge in steilen Hängen links und rechts der Hauptstrasse. Der Anblick lässt schon erahnen, dass es sofort nach dem Start richtig steil werden muss! Da ich wegen des Pfingstverkehrs früh anreiste, konnte ich noch beobachten, wie die Mountainbikefahrer sich für den Start des Bergzeitfahrens, das eine halbe Stunde vor dem Lauf gestartet wurde, präparierten. Allerdings mussten die Biker eine etwas modifizierte Strecke zum Ziel am 1007m hohen Mehliskopf erklimmen. Wie schon angedeutet, ging es für die Läufer nach circa 600 m in die erste richtige Rampe, ich vermute circa 30-35 % steil. Danach ging es zum „Entspannen“ ganz leicht bergab um dann die meisten Höhenmeter zwischen 1,5 und 6 km zurückzulegen. Das Schmankerl wartete aber am Schluss über die Skipiste und einem anschließenden technisch nicht ganz einfach zu laufenden Trail. Mich erinnerten diese letzten Meter an die Tour de Ski (letzte Etappe zur Alpe Cermis). Als Belohnung hat man am Ziel einen herrlichen Ausblick über das Bühlertal und die umliegenden Skihänge. Insgesamt hat die Strecke eine Länge von 9,5 km und eine Höhendifferenz von 776m. Den Rückweg kann man entweder mit dem vom Veranstalter zur Verfügung gestellten Bus bequem in Angriff nehmen oder ganz klassisch laufend bewältigend.
Leider schaffte ich es dieses Mal nicht ganz unter die Top Ten und musste mich mit Platz 11 begnügen. Dies werte ich nach dem intensiven Training der letzten Wochen und der sehr stark besetzten Spitze aber trotzdem als Erfolg. Mit Timo Zeiler siegte der amtierende deutsche Berglaufmeister. Auf Platz 2 und 3 erreichten Matthias Hecktor (6. Platz bei der DM Berglauf 09) und Jan Mattis Kuhn (9. Platz bei der DM Berglauf 09) das Ziel. Dahinter konnten einige Nationalmannschaftsläufer und gestandene Bergläufer wie zum Beispiel Martin Schedler finishen. Mit meiner erzielten Zeit von 46,20 min hätte ich letztes Jahr noch Platz 5 im Gesamteinlauf belegt, so konnte ich dieses Jahr wenigstens noch Platz 3 in der Männer Hauptklasse sichern. Dieses Rennen macht mir Mut für die nächsten 2 Wochen, die Form wird immer besser.
Keep on running!
Simon
Im Ziel am Mehliskopf 1007 m
2. Platz Jan Mattis Kuhn 1. Platz Timo Zeiler 3. Platz Simon |
Martin in Wolfskehlen, 21.05.2010
Lange habe ich überlegt, mit welchem Wortspiel ich diesen Laufbericht einläute. Was wäre passender und einfacher gewesen, als eine Wolf - Phrase zum Lauf in Wolfskehlen rauszuhauen. Aber wir Wölfe sind ja schließlich bekannt für ernsthafte Laufberichterstattung.
Nach Feierabend radelte ich am Freitagnachmittag von der Arbeit nach Wolfskehlen.
Hier richtete der beheimatete TSV seinen Strassenlauf bereits in 27. Auflage aus und beinhaltete in diesem Jahr auch die 10km Meisterschaften des Kreises Groß Gerau. Somit kombinierte ich das Wölfe Trikot mit der Meldung über die Leichtathletikabteilung meines Arbeitgebers.
Mein Aufwärtstrend der letzten Wochen setzte sich an den Tagen vor dem Lauf fort, erstmals gelangen mir wieder Beschwerdefreie Läufe jenseits der 1 Stunden Marke. Am Wochenende zuvor hatte ich diese noch mit einem leichten Ziehen in der Sehne abgebrochen. Jawohl, selbst ich lerne irgendwann hinzu, noch vor 2 Monaten hätte ich die längeren Läufe durchgezogen. Wahrscheinlich bin ich inzwischen einfach nur Verweichlicht – das gemeinsame Training mit den Triathleten in unserem Team dürfte Schuld sein;-)
Mit den zuletzt also guten Trainingseindrücken ging es also nach Wolfskehlen. Auf der Suche nach dem Veranstaltungsort, klärte mich eine Infotafel darüber auf, dass der Riedstädter Ortsteil nach dem Rittergeschlecht „der Herren von Wolfskehlen“ benannt ist. Somit war der Kulturteil des Ausfluges auch erledigt. Start und Ziel fand ich nach einiger Suche, da sämtliche Hinweise vom Radweg aus nicht zu sehen waren, auf dem Sportplatz. Dieser liegt etwas abseits des Ortes, zwischen mehreren Anglerteichen. Das feucht-warme Wetter hatte eine Vielzahl von Mücken dazu bewegt, auch an der Veranstaltung teilzunehmen. Die Strecke führt nach 1 ¾ Stadionrunden über 2 identische flache Runden durch die Gemarkung. Gleich nach dem Startschuss setzte sich der ehemalige Triathlonprofi Claudius Pyrlik an die Spitze, ich folgte mit wenigen Metern Abstand. Im weiteren Verlauf konnte ich zu Pyrlik auflaufen, der jedoch ständig attackierte. Bis km 9 konnte ich dagegenhalten. Erst als er zu seinem Schlussspurt ansetzte, merkte ich meine noch fehlende Spritzigkeit. Ein schneller letzter Kilometer, sonst eher meine Stärke war am heutigen Abend nicht drin. So lief ich in 33:18min, 9 Sekunden hinter Pyrlik ins Ziel. Dies langte neben dem 2. Gesamtplatz auch zum Kreismeistertitel, was angesichts dessen, dass ich der einzige Teilnehmer in meiner AK war, eine Hammerleistung darstellte. Bei den Frauen gewann mit Lisa Reisinger die aktuelle deutsche Berglaufmeisterin in 35:57min. Insgesamt nahmen 200 Läufer am 10km Lauf teil. Insgesamt eine schöne Veranstaltung mit leckerer Bratwurst, nur bei der Aushändigung der Preise hätte man etwas flexibler sein können. Da ich noch im Hellen heimradeln wollte, hätte ich meine Preise, gerne früher in Empfang genommen, was leider nicht möglich war. Immerhin, läuferisch geht’s aufwärts.
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Zum Jubiläumslauf überlegte sich der Veranstalter etwas ganz besonderes und konnte mit Hilfe von sebamed den starken deutschen Marathonläufer Tobias Sauter verpflichten. Tobias Sauter hat eine persönliche Bestzeit von 2:17:27 und wurde zum WM Marathon in Berlin 2009 nominiert. Vielleicht formierte sich auch deshalb ein außergewöhnlich starkes Teilnehmerfeld für den traditionellen 5 Km Lauf durch die engen Gassen von Boppard.
Damit wäre ich auch schon beim Hauptthema nämlich die Charakteristik der Strecke. Wie es sich für einen „Citylauf“ gehört wurde ein Rundkurs mit circa 1300-1400m konzipiert den man ungefähr 3,5mal durchlaufen musste. Auch die teilweisen engen Gassen mit circa 1,5 m Breite und die dicht gedrängten Zuschauerreihen vermittelten eine tolle Atmosphäre.
Da ich allerdings schon 2006 in Boppard gelaufen bin, wusste ich aber auch um den großen Nachteil der Strecke. Bei ungefähr 400 Läufern, wobei die Ergebnisliste bis 40 Minuten reicht, läuft die Spitzengruppe spätestens nach 1,5 Runden in den großen Pulk des Hauptfeldes. Spätestens jetzt ist an Tempo halten, forcieren oder Ideallinie nicht mehr zu denken, sondern sich möglichst geschickt ohne Zusammenstöße ein Weg durch das Hauptfeld zu bahnen. Ein Führungsfahrrad gibt es leider nicht. Trotz diesem Wissen entschied ich mich für einen Start und somit zu einem weiteren Testlauf. Nach dem Berglauf letzten Samstag musste ich mich auf ein komplett anderes Tempo und Rennverlauf einstellen. Vom Start weg hatte ich dann auch Mühe den Anschluss an die absolute Spitzengruppe zu halten, die sich allerdings schon nach wenigen 100 Metern weit auseinander zog. Da es keine Kilometermarkierungen gab, galt es nach Gefühl zu laufen. Dieses Gefühl habe ich zurzeit leider noch nicht, sodass ich dachte ich würde nur eine Zeit um die 17 Minuten laufen. Nachdem ich dann bei den Überrundungen die vor mir platzierten Läufer aus den Augen verloren hatte, verließ mich etwas die Motivation und auch ein Schlussspurt die letzten 500 Meter war nicht mehr drin. Umso überraschter war ich, als ich meine Zeit von 16,23 min im Ziel sah. Ein späterer Blick in die Mikatiming Ergebnisliste wies für die 1. Runde 4,05 min, für die 2. Runde 4,21 min und für die 3. Runde 4,29 min aus. Damit war mir relativ schnell klar, dass die 1. Runde viel zu schnell war und dass ich circa 20 sek. schneller war als 2006. Bemerkenswert ist, dass man mit dieser Zeit dieses Jahr nur den 6. Gesamtplatz erreicht. Gewonnen wurde der Lauf standesgemäß von Tobias Sauter in starken 15,12 min. Nach einem kleineren Rückschlag in Sachen Gesundheit Anfang der Woche hoffe ich nun auf 3 gute Trainingswochen, die mir bis zu den deutschen Berglaufmeisterschaften noch verbleiben. Wir werden sehen, was bis dahin noch möglich ist.
Keep on running!
Simon
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Halbmarathon am 18.04. als Vorbereitungslauf zum Gutenbergmarathon Mainz
Im Rahmen der Vorbereitung auf den Gutenbergmarathon Mainz am 09.Mai 2010 war ich auf der Suche nach einem geeigneten Halbmarathon. Dieser sollte nach meinem Trainingsplan vier oder evtl. auch noch drei Wochen vorher stattfinden, also am 11.04. oder 17. -18.04.. Der Termin 11.04. kam schon nicht mehr in Frage, das wäre nur eine Woche nach meinem 13-tägigen Trainingslager mit einem Laufpensum von 398 km gewesen. Etwas Regeneration dazwischen ist dann schon erforderlich. Ich wollte aber weder einen langen Anfahrtsweg, noch einen Lauf mit viel Höhenmetern haben.
Es gab vier Möglichkeiten für Sonntag den 18.04.:
- Nackenheimer Rotenberglauf 20,7 km . Der schien mir aber nicht so geeignet wegen der 320 Höhenmetern und der daraus folgenden längeren Regeneration. Was den direkten Einstieg in den Trainingsplan verschoben hätte.
- ½ MA Deutsche Weinstraße Bad Dürkheim . Keine Anmeldung mehr möglich. Dieser Lauf hätte aber weniger Höhenmeter gehabt.
- Deutsche ½ MA Meisterschaft in Bad Liebenzell . Von dieser Meisterschaft hatte ich leider erst während meines Trainingslagers erfahren. Und es hätte der Verein melden müssen. Pech gehabt zu spät!
- ½ MA Köln – Porz – Zündorf . Dies schien mir trotz Anfahrtsweg von 175 km, der ideale Vorbereitungslauf zu sein. Der Kurs ist flach und verläuft teilweise am Rhein entlang.
Also hieß es rechtzeitig aus den Federn, Frühstück und ab nach Köln. In Köln - Zündorf angekommen war auch schnell die Startnummer abgeholt, umgezogen und Streckeninfos eingeholt. Auch hatte ich noch genügend Zeit um einige km einzulaufen und mich dann bei strahlend blauem Himmel, Sonnenschein und leichtem Wind, in Richtung Start zu begeben. Gestartet wurde 1,1 km vor dem eigentlichen Start – Zielbereich in einem 10 km Rundkurs, der dann noch 2 x zu durchlaufen war. Der Kurs verlief überwiegend auf Asphalt, Beton und nur einem kurzen Stück Schotterweg.
11.30 Uhr, bei fast idealen Bedingungen (Temperatur) ging es dann los. Nach den ersten 200 m zog sich das Feld schnell auseinander. Durch meine günstige Startposition kam ich gut vorne weg, und hatte mich nach ca. 400 m an 11-ter Stelle platziert. Es lief wirklich gut. Kilometer für Kilometer konnte ich den Abstand zum Führungsfeld verringern und in der ersten Runde 2 Plätze gutmachen. Dann machte sich doch die Temperatur bemerkbar und das Tempo war nicht mehr so zu halten. Aber trotzdem konnte ich in der zweiten Runde noch 2 Plätze gutmachen und lief somit in einer Zeit von 1:24:51 auf dem 7.Platz gesamt und 1.Platz in AK55 ins Ziel. Zufrieden war ich mit dieser gelaufenen Zeit aber nicht. Im Ziel gab es zur Belohnung dann noch ein Sixpack Gilden Kölsch. Was will ich mehr!
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Mainz Marathon 2010
Marathon: Jochen
Halbmarathon: Christian
Staffel:Wolfs Running Team 1: Christoph und Karin (Ersatz für Michael und Thorsten)
Wolfs Running Team 2: Heinz und Helmut
Die größte Herausforderung für das Wolf´s Running Team bestand dieses Jahr wohl darin, „Kurz vor Schluss“ noch eine Ersatzstaffel auf die Beine zu stellen, und aus dem geplanten Team 1 „Sehr schnell“ und Team 2 „schnell“ ein Team 2 „schnell“ und Team 1 „Dabei sein ist alles“ zu machen.
Sicher kennt das jeder von euch. Man bereitet sich lange vor, trainiert viel, alles läuft in etwas nach Plan und dann – KRANK oder UNFALL und der lang geplante Start bleibt einem verwehrt. Bei uns hat es dieses Jahr leider Michael und Thorsten erwischt. (weiterhin gute Besserung!!)
Als Team versteht es sich von selbst einzuspringen wenn „Not an Mann ist“ und so haben sich relativ schnell zwei Ersatzläufer für das umbesetze Team 1 gefunden. Aus Michael „Heidi“ wurde Karin – und Thorsten wurde Christoph.
Die Zweite Herausforderung bestand dann eigentlich nur noch darin – nicht zu schnell zu laufen, denn in zwei Wochen (22.Mai) steht der Ironman Lanzarote vor der Tür an dem Christian, Christoph , Karin und der Leitwolf teilnehmen. Da wäre es nicht ratsam, alle Körner beim Mainzmarathon zu verschießen.
So entschied ich mich, mir die liebe Linda als „Pace – Läuferin“ zu angeln, damit sie auf mich aufpasst, dass ich auch schön in 2h ins Ziel komme. Christoph hat auf der zweiten Runde alleine versucht das Tempo nicht zu hoch zu halten und kam unter 1:30 ins Ziel. Die 2. Staffel (Heinz und Helmut)hat gemeinsam die unter drei Stunden Marke knapp verpasst – ist aber über 3:02:40 auch sehr zufrieden. „Mehr sei bei dem geringeren Trainingsumfang nicht drin gewesen“ so die beiden. Christian, der eigentlich noch mal 30km vor Lanzarote laufen wollte hat sich dann vernünftiger Weise doch noch für 21,1km entschieden, die er als Steigerungslauf ebenso unter 1:30 absolvierte. Und was ist mit Jochen? Ein weitere Ausfall für das Wolf´s Running Team. Bei km 29 hat er sich den Ischias Nerv eingeklemmt und musste im Regen zurück ins Ziel humpeln. Glaubt mir, sein Gesichtsausdruck hat Bände gesprochen – also auch hier Gute Besserung.
Fazit: zum Glück sind wir ein Team, denn ein bisschen Schwund hat man immer
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13. Deutsch- Amerikanischer Nansteinberglauf in Landstuhl
-2. Lauf zum Pfälzer Berglaufpokal-
Das Sturmtief Xynthia verschonte im März auch einige Laufveranstaltungen nicht. Betroffen davon war unter anderem der Nansteinberglauf in Landstuhl. Der Veranstalter (LLG Landstuhl) veröffentlichte auf der Homepage, dass der Forst die Durchführung der Veranstaltung am 20.3.2010 wegen Sturmschäden aus Sicherheitsgründen untersagt hat. Als Ausweichtermin wurde der 8.05.2010 festgelegt. Da ich im März nicht hätte teilnehmen können, passte mir der neue Termin viel besser, sodass ich einen weiteren harten Testlauf absolvieren konnte.
Die Strecke führte über 7,8km mit 350 Höhenmetern von der Sickingensporthalle in Landstuhl zur Burgruine Nanstein. Dabei lief man in einem ständigen kräftezehrenden Wechsel zwischen steilen Anstiegen und Gefällpassagen zu 100% Waldwege oder Trails
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Am Start entdeckte ich einen bekannten Bergläufer (Martin Schedler) sowie weitere pfälzische Bergläufer. Darüber hinaus waren einige amerikanischen Freunde von der Air Force gemeldet, sodass mir das Rennen relativ offen erschien. Vom Start weg ergriff dann auch Martin Schedler die Initiative und machte mächtig Druck. Bei Kilometer 1 hatten wir ein Durchgangstempo von 3,16 min und ich hatte schon die Befürchtung bei einer weiteren Tempoverschärfung den Anschluss zu verlieren. Doch kurze Zeit später nach einem kleineren Anstieg konnte ich in einer Gefällstrecke zum ersten Mal die Führung übernehmen und mich mit Martin Schedler etwas absetzen, doch immer wieder konnten die Verfolger am Anstieg aufschließen. So kam es das wir bei Kilometer 6 immer noch mit 5 bis 6 Läufern an der Spitze zusammen lagen. In der vorletzten Bergab- Passage verschärfte ich nochmals das Tempo, dadurch dezimierte sich die Spitzengruppe auf 3 Läufer. Leider merkte ich am nächsten Anstieg, dass meine Beinmuskulatur anfing ihre Arbeit einzustellen. Am letzten Anstieg 500m vor dem Ziel war ich dann leider nicht mehr in der Lage um den Sieg mitzusprinten und lief ca. 13- 14 sek. hinter dem Sieger Martin Schedler und Jonas Lehmann in 28.03 min als Dritter ins Ziel. Der verlorene Sprint ärgert mich schon gewaltig schließlich kann ein „Wolf“ bei kurzen Sprints eine Geschwindigkeit von 65 km/h erreichen.
Insgesamt erreichten 225 Läufer das Ziel.
Für mich persönlich gilt weiterhin die oberste Devise gesund bleiben und auf die nötige Kraft für den Formaufbau zu hoffen.
Keep on running!
„Wolf“ Simon
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Doppelte Poldis sind keine Lösung, Martin beim Mainuferlauf, 30.04.2010
Sport, in unserem Falle Laufen besteht, wie jeder weiß, leider nicht immer nur aus den schönen Trainings- und Wettkampferlebnissen. Bei mir meldete sich mal wieder die Achillessehne zu Wort. In der Vergangenheit hatte ich solche Verletzungen durch unbedachtes Training oft selbst heraufbeschworen, diesmal war ich jedoch weitgehend unschuldig. Auf eine der ersten Radausfahrten Anfang März, reagierte die Sehne mit einer fiesen Reizung, die sich mit Knirschen und Belastungsschmerzen äußerte. OK, nicht ganz unverschuldet habe ich die Verletzungsdauer, beim Versuch im Laufcamp auf Malle zu trainieren, in die Länge gezogen. Erst ein Kernspinth danach verdeutlichte mir, wie wichtig es nun war, den Fuß eine Weile zu schonen und da es sich auf einem Bein schlecht laufen lässt(glaubt mir, ich habs probiert), ließ ich es komplett bleiben. Vom Rennradfahren hatte mir der Doc wegen der Zug- und Trittbewegung auch abgeraten, was nun? Panini WM-Bilder sammeln, schien mir wegen der hohen Schnittgefahr am Papier doch zu gefährlich und mich auf Schulpausenhöfen rumzutreiben, um doppelte Poldis zu tauschen, schien mir auch nicht das Richtige. (für Nicht Fußballer: Poldi = Lukas Podolski, ein talentierter Fußballer, der zum Leidwesen meines Lieblingsvereins zur Zeit nur außerhalb des Fußballplatzes auffällt)
Also machte ich fünf Wochen lang außer Krankengymnastik gar nichts.
In der Folge verpasste ich erst die Vorbereitungswettkämpfe und dann den Marathon. In der Woche nach dem geplanten Marathon, nachdem ich bei Teammitglied Helmut schon die ganze Lauferei verflucht hatte, ging es erstmals schmerzfrei für eine Viertelstunde auf die Piste. Vier Tage später, am Freitagabend stand der Mainuferlauf der Leichtathletikabteilung meines Arbeitgebers auf dem Programm. Dem Abteilungsleiter eine Freude machen, locker und schmerzfrei mitlaufen, hatte ich mir zum Ziel gesetzt. Zuvor sah ich mir einige der zahlreichen Schülerläufe an. Gut 2400 Schüler wurden in verschiedenen Wertungsläufen über verschiedene Streckenlängen geschickt. Hier waren einige herausragende Ergebnisse dabei, aber leider auch erschreckend viele Schlechte. Zum Beispiel 15 Jährige Schüler, die für 1350m nach 12min immer noch nicht in Sichtweite des Ziels sind und dann aufgeben. Leider keine Einzelfälle.
Die Streckeführung des 10km Laufes verläuft über 2 identische Runden den Main entlang Richtung Raunheim und zurück nach Rüsselsheim, die teils über Schotter nicht wirklich schön zu laufen sind. Beim Start reihte ich mich seit langem mal wieder nicht ganz vorne ein. Da aber, wie Helmut schon bei seinem Bericht vom HM Weinstraße erwähnte, das Leistungsniveau bei Volksläufen nach unten tendiert, fand ich mich nach der Hälfte des Rennens auf dem zweiten Platz wieder. Da die Läufer vor und hinter mir nicht mehr in Sichtweite waren, suchte sich mein Körper einen neuen Gegner – Seitenstechen, etwas was ich schon lange Zeit beim Laufen nicht mehr verspürt hatte. Da war also die viele Schokolade in den letzten Wochen hingewandert! Da die Sehne schmerzfrei blieb, war das Stechen zu verkraften, so trabte ich als Zweitplatzierter in 34:18min ins Ziel. Den Lauf gewann Claudius Pyrlik in guten 33:39min.
Platt aber zufrieden, machte ich mich auf den Heimweg, die Zeit des Zuschauens ist vorbei.
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Der Countdown läuft es wird ernst , der Ironman Lanzarote steht bald an
Langsam ist ein Ende der äußerst trainingsintensiven Wochen abzusehen.
Am 15. Mai fliegen wir nach Lanzarote um dort am 22. Mai beim Ironman
Triathlon zu starten. Ironman heißt 3,8 km schwimmen, 180 km Rad fahren und 42 Km laufen. Lanzarote heißt: Berge, Hitze und Wind
Wir, ja dieses Jahr sind wir einige Athleten vom Laufteam und vom TCEC-Mainz
die diese Herausforderung annehmen.
Starten wollen dort:. Karin Kerschensteiner , Christoph Steurentaler , Ingo Spitzer,
Volker Schaubruch, Michael Wolf und auch ich. Wobei der Michael sozusagen zu seinem Glück gezwungen wurde (Siehe sein Blog) aber die anderen tun sich das freiwillig an.
Da ich ja bereits 2. mal auf Lanzarote das Rennen bestritten habe und auch schon öfters auf der Insel zum trainieren war, habe ich wohl durch meine Erzählungen den einen oder andern
motiviert auch mal auf Lanzarote zu starten. Ich denke dass ich meinen Freunden auch ein paar gute Tipps für ihr Training und ihre Wettkampfausrüstung geben konnte.
Nun mal zu meiner Vorbereitung die in diesem Jahr doch etwas anders war als die Jahre zuvor. Bedingt durch den langen und kalten Winter war es ja fast unmöglich bis März draußen mit dem Rad zu trainieren, weshalb ich ja im November beschloss einem Fitnesscenter beizutreten. (siehe auch Bericht von Helmut Becker)
Dort habe ich neben dem normalen Krafttraining sehr viele Stunden auf dem Ergometer und dem Laufband verbracht. Eine beliebte Trainingseinheit war dort z.B. 2 Std auf dem Ergometer und danach noch 1 Std auf das Laufband. Oder mehrfach Koppeltraining d.h 20 min Laufband dann 20 min Ergometer und das 4 oder 5 mal nacheinander.
Im März stand dann wie jedes Jahr das 10 tägige Trainingslager auf Mallorca an. Wie bereits die 4 Jahre zuvor waren wir wieder in Alcudia in dem sehr schönen Hotel Ivory-Playa
Mit dem Wetter hatten wir großes Glück , hatte es bis zu unserer Ankunft nur geregnet ,gestürmt und teilweise geschneit, drehte sich die Wetterlage zum Glück .
Wir hatten 10 Tage Sonne bei angenehmen 14-19 Grad und eigentlich keinen Regen mehr.
Ich bin auf Mallorca einen guten Grundlagenblock gefahren, viel gelaufen und ein wenig geschwommen.
In Kilometern sah das nach 9 Trainingstagen so aus: 1184 Km Rad, 112 Km Lauf und 4 Km schwimmen. Es waren wieder klasse 10 Tage auf Mallorca und mein Training lief genau nach Plan.
Nach dem Trainingslager waren erst mal ein paar Erholungstage angesagt um dann in die letzten 9 harten Wochen einzusteigen.
Harte Wochen heißt in der Spitze ca 25 Trainingsstunden und in der Entlastungswoche ca 10-14 Stunden . In einer harten Trainingswoche sind das bei mir rund 350 km Rad, 70 km laufen und 9 km schwimmen .
Als ersten Test habe ich den Powerman-Duathlon in Holland bestritten wo ich auch mit meinem Ergebnis sehr zufrieden war. (siehe auch Bericht von Karin Kerschensteiner)
Die Strecken waren 15 km laufen dann 62 Km Rad und nochmals 7,5 km laufen.
Jetzt am Sonntag steht ja der Marathon in Mainz an, da ich unbedingt in Mainz laufen will
aber der Marathon zu lang wäre und ein halber zu kurz wäre habe ich mich dazu entschlossen
30 km in einem Tempo von 5 min/km zu laufen und dann aus dem Rennen auszusteigen.
So bekomm ich wenigstens die tolle Mainzer Stimmung an der Strecke mit und habe nochmals einen langen Lauf mit Verpflegung auf dem Plan.
Nach Mainz beginnt dann die so genannte Taperingphase in der Umfang und Intensität
deutlich reduziert wird. Aber nach den letzten 12 Wochen mit über 230 Stunden Training
bin ich gut vorbereit und wenn dann meine Tagesform noch stimmt denke ich das ich ein gutes Ergebnis erzielen werde auf Lanzarote. Da wir Lanzarote-Fahrer in letzter Zeit auch einiges zusammen trainiert haben weiß ich das wir alle in einer guten Form sind und bin mir sicher das alle einen starken Wettkampf abliefern werden.
Vielleicht gibt es ja auch ähnlich wie 2008 den einen oder anderen Hawaii-Slot zu feiern.
2008 haben beim IM Lanzarote Ludwig Sattler, Christof Sonnack und ich die Hawaii-Quali geschafft
Wir werden es am 22.Mai sehen
Viele Grüße Christian Wolf
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Die Powerwölfe und ihr goldenes Wolfskücken
25. April 2010 – Power(wo)man NL – Europameisterschaft
An besagtem Tag wurde ihn Horst, so heißt das kleine verschlafene Städtchen in dem jährlich der Powerman stattfindet, eine neue Spezies des bekannten „Wolf´s Running Teams“ entdeckt – die Powerwölfe. Einziger Unterschied ist, dass diese Spezies dazu neigt, den Laufwettkampf durch eine kleine Radeinlage zu unterbrechen um dann noch mal alle Körner bei einem zweiten Lauf zu verschießen.
Beim Powerman heißt das 15km laufen – 60km radeln – 7,5km laufen – und das so schnell wie möglich, denn die Duathleten sind alles andere als „gemütlich“ unterwegs.
Das 310 Teilnehmer große Starterfeld war zwar überschaubar – aber scheinbar trifft sich beim Powerman nur das, was wirklich Power hat. Christian, der sich diesmal bereits zum zehnten mal mit den Lauf- und Radstarken Duathleten gemessen hat – warnte uns Neulinge (Christoph und Karin) bereits vor: „die sind alle sau schnell – die lassen euch ganz schön stehen“ – aber Konkurrenz gehört ja schließlich zum Geschäft.
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Jedenfalls haben wir alle gezeigt bekommen, was es heißt richtig schnell zu sein, und ich persönlich habe noch nie an so einem stark besetzten Wettkampf teilgenommen. Statt des Startschusses hätte der Veranstalter auch „auf die Plätze, fertig – VOLLGAS“ schreien können, damit man gar nicht erst in Versuchung kommt, das Rennen verhalten anzugehen.
Die 2,5km Laufstrecke, die erst 6mal und dann 3mal zu laufen ist, führt als „zick-zack“-Kurs mitten durch den Ort, bietet aber genug Platz für alle Läufer und ist übersichtlich abgesperrt. Die 20km lange Radrunde ist typisch für Holland: flach und windig. Da man auf ihr dreimal „Horst“ passiert, muss man bei der Ortsdurchfahrt wegen der engen Kurven und Bodenwellen etwas aufpassen.
Einzige Kritik ist die schlechte Ausschreibung zum Veranstaltungsort an sich und die etwas unübersichtliche Beschilderung bezüglich der Wechselzone. Wenn man nicht ganz genau aufpasst – verpasst man die Abzweigung zu ihr und rennt bereits vor dem Radfahren Richtung ZIEL (wem könnte das wohl passiert sein??J)
Insgesamt ein toller Wettkampf – unkomplizierte Veranstalter, aber nix für schwache Nerven. Wer es trotzdem bis ins Ziel schafft wurde diese Jahr mit einem sehr hochwertigen und schönen Radtrikot belohnt und mit köstlichem Kuchen verwöhnt.
Die schönste Überraschung war allerdings, dass ich meine Altersklasse gewonnen habe:
Gold für das Wolfskücken oder „Power(wo)man Europameisterin der AK 25-30“.
Hier die Ergebnisse:
Christoph Steurenthaler (00:57:51/1:40:24/00:30:33) + Wechsel = 3:11.30 EM-AK Platz 22.
Christian PowerWolf (01:01:09/1:37:14/00:36:38) + Wechsel = 3:18:26 EM-AK Platz 6.
Karin Kerschensteiner (01:08:23/1:52:50/00:36:25) + Wechsel = 3:40:36 EM-AK Platz 1.
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Team-Mitglied Heinz im Knast
Weder Jura-Studium, noch jahrelange Berufserfahrung als Rechtsanwalt haben am Ende noch helfen können. Gestern, am 25. April 2010, um 9:30 Uhr, schlossen sich die schweren Gefängnistüren hinter unserem 46-jährigen Marathonläufer und Familienvater. Wie es dazu kam und wie es in einer Justizvollzugsanstalt zugeht, lesen Sie im Knasttagebuch.
30. Dezember 2009, 11 Uhr: Das alte Laufjahr 2009 klingt aus. Bereits seit Anfang November trainiere ich nach dem neuen Trainingsplan 2009/10 und überlege mir in der besinnlichen Zeit zwischen den Jahren, wie ich die kommende Wettkampfsaison plane. Gesundheitlich fit, aber mit noch etwas zu hohem Gewicht, möchte ich doch trotz enormer beruflicher Belastung und dem jüngsten Familienzuwachs, der nicht schlafen möchte, jedenfalls nicht ohne zuvor laut zu schreien, wieder etwas mehr Laufen und auch den einen oder anderen Wettkampf bestreiten. Aller Anfang ist schwer und nichts erleichtert die Überlistung des inneren Schweinehundes mehr, als feste Ziele und zur Abwechslung mal was neues. Ein Marathon auf Zeit gelaufen kommt erst für den Herbst 2010 in Betracht, im Frühjahr soll ein Trainingsmarathon genügen. Also stöbere ich in Laufzeitschriften und im Internet nach ausgefallenen und besonderen Läufen, gerne hier in der Region, gerne auch krumme Strecken oder schöne Landschaftsläufe. So bin ich auf den 4. Frubiase Sport Knastmarathon Darmstadt in der Justizvollzugsanstalt Darmstadt -Fritz-Bauer-Haus gekommen.
25. April 2010, 5:45 Uhr: Wecker klingeln, aufstehen, Frühstück 3 - 4 Stunden vor dem Start, das musste schon sein. Gleich ob Training oder Wettkampf. Und ein Blick auf des Wetter. Nachtfrost gab es keinen mehr und es sah wirklich nach einem sehr warmen Frühlingstag aus. Sicher zu warm für einen Marathon. Später sollten es sogar 27° C werden.
25. April 2010, 8:30 Uhr: Kurzer Zwischenstopp bei meinen Eltern, um meinen Vater mit in den Knast zu nehmen. Sicher auch wegen des besonderen Veranstaltungsortes hatte er sich bereit erklärt, mich beim Laufen zu coachen. Das rechne ich ihm trotzdem hoch an, denn seiner Meinung nach, ist Marathonlaufen nichts mehr für über 40-jährige.
25. April 2010, 9:00 Uhr: Darmstadt-Eberstadt und den Parkplatz der JVA hatten wir schnell gefunden. Mit wenig Gepäck wegen der angekündigten strengen Kontrollen standen wir nun mit einigen weiteren Läuferinnen, Läufern und Begleitpersonen vor dem imposanten Schleusentor der JVA. Die hohen Mauern, das große graue Stahltor, Stacheldraht und Kameras schüchtern schon ein. Man kann es mit einem früheren DDR-Grenzübergang vergleichen. Aber die zahlreichen Uniformierten hier sind netter. Immer 5 Personen gleichzeitig durften die JVA betreten. Wir bekamen ein neongelbes Armband mit der Aufschrift "Frubiase Sport Knastmarathon 2010", obwohl doch die Insassen, ich sage freundlich gemeint, Knackis, All-Inklusive erhalten und nicht wir. Dann "durften" wir gleich hinter der Tür unseren Personalausweis abgeben. Handys, Fotoapparate, Alkohol, Drogen und Waffen usw. war ohnehin verboten. Dann gründliche Gepäck- und Personenkontrolle und langsames Vorbeilaufen an einem so genannten Passivhund. Mein Spruch als Anwalt, so schnell kommt man in Deutschland nicht in den Knast, erhielt hier eine ganz neue Bedeutung.
25. April 2010, 9:30 Uhr: Nun waren wir also im Gefängnis. Dem ersten Eindruck nach gar nicht so bedrückend, wie man es gerade aus amerikanischen oder alten deutschen Gefängnissen kennt. Freiflächen und Kiefern fallen ins Auge und locker verteilt, 4 - 5 zweistöckige Backsteingebäude, natürlich mit Gittern vor den Fenstern. Das Start- und Zielbanner sahen wir auch sofort, ebenso die Zelte der Versorgungsstation für Läufer und Begleiter. Umkleide, Dusche, Toiletten, alles im Umkreis von 75 m. Kürzere Wege kann es praktisch nicht geben.
25. April 2010, 9:45 Uhr: Umgezogen war ich schnell. Warmlaufen wollte ich mich nicht. Es war ja ein Trainingsmarathon und bei einem normalen Trainingslauf mit 5er-Tempo läuft man sich ja auch nicht ein. Aber die Situation vor einem Start, gerade vor einem Marathonlauf, ist doch immer er noch etwas besonderes. Also bin ich doch etwas losgetrabt. Ganz langsam, auch um wenigsten die ersten Kurven der Strecke kennen zu lernen. Der Streckensprecher begrüßte mittlerweile Gäste wie Insassen und war ebenso wie die Musik in der ganzen JVA gut zu hören.
25. April 2010, 9:55 Uhr: In der Startaufstellung habe ich mich zurückhaltend in der 6. oder 7. Reihe einsortiert. Der Weg war hier wie fast überall recht schmal. Über 200 Läufer waren am Start. 150 Externe und 65 Knackis, teils aus Darmstadt, teils aus anderen JVA´s. Die Zeitnahme erfolgte wie gewohnt mit dem Mika Champion-Chip. Es genügte aber eine einzige Matte bei Start und Ziel. Unbemerkt abkürzen hätte hier niemand gekonnt. Die gesamte Strecke war von uniformierten Bediensteten der JVA bewacht. Nur Beamte als bezahlte Strecken eben. Als besonderer Service wurden auf einer Leinwand kurz nach dem Ziel die aktuell gelaufenen Runden und die Zwischenzeit angezeigt. Allerdings gab es da das eine oder andere Problem, von dem letztlich auch ich betroffen war.
25. April 2010, 10:00 Uhr: Absolut pünktlich ging es los. Einen Startschuss gibt es nicht, aber eine gut sichtbare Startfahne. Zeitgleich mit den Marathons in Hamburg, London und Dresden. Allerdings hatten die Läufer dort nur eine Runde vor sich, wir dagegen 24! Schließlich mussten wir in der JVA bleiben. Deshalb hatte eine Runde des beim HLV angemeldeten Rennens offiziell vermessen genau 1,758 km. Steigungen gab es keine, alles absolut eben und nur Asphalt. Top-Verpflegungsstand mit Wasser, Apfelschorle, Tee, Cola, Bananen, Äpfeln, Müsli- und Schokoriegel.
25. April 2010, 10:01 Uhr: Ohne großes Gedränge und Geschiebe geht es los. Voller Erwartung nehme ich die erste der 24 Runden unter die Füße: Gleich nach dem Start die erste Rechtskurve, etwas gerade aus zum Wendehammer und an der Verpflegungsstation vorbei zurück zu Start und Ziel. Diese Gegengerade brachte uns an 4 Gefangenenhäusern vorbei, nach zwei 45°-Kurven ging es im rechten Winkel rechts ab Richtung Sportplatz. Dann bei der Anstaltsküche und den lecker müffelnden Müllcontainern vorbei Richtung 180°-Spitzkehre. Ein Stück auf diesem Weg zurück und rechts ab Richtung Werkhalle, die zu um"runden" war. Nach einer weiteren steilen Rechtskurve und einer sanfteren Linkskurve ging es an der stacheldrahtbewehrten Gefängnismauer wieder Richtung Sportplatz und nach 3 Linkskurven wieder Richtung Start und Ziel.
25. April 2010, 10:08.53 Uhr: Die erste Runde ist gelaufen! Statt der geplanten 5 min/km waren es ziemlich genau 4:52,30 auf den ersten 1,758 km. Also, alles im Plan. Sicher ist das keine schnelle Strecke, aber es machte einfach Spaß. Das Feld zog sich rasch auseinander und auch Überrunden war nie ein Problem. Alle verhielten sich absolut fair. Das Führungs-Rennrad hatte nicht viel zu tun. Angefeuert wurden wir natürlich auch. Die einzelnen Gefangenenhäuser bekamen nach und nach und immer nach Häusern getrennt, Ausgang und konnten ihre Kollegen und auch die Touristen anfeuern.
25. April 2010, 11:00 Uhr: Es folgte Runde auf Runde. Ich war nun eine Stunde unterwegs und hatte etwas mehr als 15 km gelaufen. Es wurde bereits warm und ich war froh, als mir mein Coach die Mütze gereicht hatte. Die km-Zeiten waren teils nur Zehntel auseinander. Ein deutliches Zeichen, dass die Überrundungen keine Zeit gekostet haben. Mittlerweile hatte ich zu einer 3-köpfigen Gruppe um die schnellste Frau aufgeschlossen. Wir blieben bis km 17 zusammen. Erst als wir eine etwas größer Gruppe in den engen Kurven der Werkhalle überrundet haben, kam ich besser durch und sie wurde mit ihren Begleitern einen Tick langsamer, so dass ich mich nach vorn verabschiedet habe. Nicht weit, wie ich an den Wenden immer gut beobachten konnte.
25. April 2010, 11:30 Uhr: Das Laufen wird Routine. Ich konzentriere mich auf meine Zeit, sehe meinen Coach regelmäßig und komme ins Grübeln, über das was ich hier mache und wer sich so etwas ausgedacht hat. Veranstalter ist die JVA Darmstadt-Fritz-Bauer-Haus und der SV Kiefer, dessen Homepage genaue Auskünfte gibt. Auch das ausführliche Programmheft ist lesenswert. Am 14.09.2009 startete in allen hessischen Justizvollzugsanstalten mit erwachsenen Strafgefangenen in Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft Sport und Justizvollzug ein Laufprojekt unter dem Motto "Lass Deinem Körper freien Lauf". Ziel der landesweiten Veranstaltung war es, möglichst viele Inhaftierte für den Laufsport zu begeistern! Es muss nicht immer Eisenstemmen sein. Der Sportverein Kiefer Darmstadt e.V. wurde am 20.01.1992 von drei Inhaftierten und vier Bediensteten der Justizvollzugsanstalt Darmstadt gegründet. Nichts Revolutionäres, nichts Neues! Sport war zu dieser Zeit bereits regelmäßiger Bestandteil im Freizeitangebot der JVA Darmstdt - in verschiedenen hessischen Anstalten existierten bereits Vereine! In Darmstadt war Fußball der Grund für einen Verein. Fußball ist in einer Vollzugsanstalt für Männer, wie der JVA Darmstadt, eine der beliebtesten Sportarten. So gab es damals in der JVA Darmstadt eine feste Mannschaft mit regelmäßigem, gemeinsamem Training und gelegentlichen Freundschaftsspielen gegen Freizeit- und Betriebsmannschaften. Was allerdings auf die Dauer fehlte, war echter Wettkampfcharakter mit regelmäßigen Spielen gegen Sportler von "draußen" und die Abbildung der eigenen Leistung in einer Tabelle. Vereine sind eine Möglichkeit, ein Instrument, das Sportangebot in den Anstalten zu ordnen und auf hohem Niveau zu etablieren: Hilfe für den Aufbau und Erhalt regelmäßiger Kontakte zu Sportlern von "draußen" z.B. durch die Teilnahme an Wettspielrunden; Motivationsmöglichkeit der Sportler durch Abbildung der eigenen Leistung in Tabellen; Einbeziehen von Inhaftierten in Entscheidungen, Übertragen von Verantwortung durch die Mitarbeit in Vereinsvorständen usw. So kam der Ausdauersport Laufen auch in den hessischen Strafvollzug.
25. April 2010, 12:00 Uhr: 2 Stunden bin ich nun unterwegs. Das Rundenzählen habe ich aufgegeben und verlasse mich auf meine Garmin, die mir alle 1.000 m die Zwischenzeit angibt und die Streckenlänge anzeigt. Die Hälfte der Strecke habe ich schon lange geschafft, die Sonne brennt, Schatten gibt es kaum und mein Training für einen Frühjahrsmarathon war auch schon quantitativ und qualitativ besser, so beginnt nun die Strecke mich zu schaffen. Öfter als sonst greife ich an der Verpflegungsstation zu, genehmige mir auch mal Bananen und Riegel, sowie Cola und Frubiase Sport. Hilft sogar, zumindest der Glaube daran.
Der Moderator ist wirklich spitze, die Musik powert und die Sambaband "Boiada" aus Mainz macht richtig Stimmung. Da muss ich immer darauf achten, nicht ungewollt schneller zu werden. Sogar die Siegerzeit aus London bekommen wir unverzüglich gemeldet. Sie interessieren aber nicht wirklich, weil hier jeder mit sich selbst beschäftigt ist. Aber alles funktioniert reibungslos. Die Atmosphäre, sowohl bei den Zuschauern, Knackis wie Besucher, als auch beim Justizpersonal ist durchweg positiv. Bestimmt musste Polizei und Justizpersonal Extradienste einschieben. Es war ja schließlich kein normaler Tag in der JVA. Auch Besuch aus dem Ministerium hatte sich angekündigt und war mal an der Strecke zu sehen. Nicht vergessen werden dürfen auch die Knackis, die sich als Helfer hatten einteilen lassen. Gerade die Jungs, die die Wannen mit den Schwämmen immer wieder mit Wasser aufgefüllt haben, waren gut beschäftigt.
25. April 2010, 12:30 Uhr: Ein großer und für mich sehr wichtig Vorteil der vielen Runden war nun, dass der Count-Down lief. Nur noch 9 Runden, nur noch 8 Runden, ... das baute mich wieder etwas auf. Die Beine waren einfach müde. Zum Glück hatte ich meine CES-Socken und Trainings- statt Wettkampfschuhe an. Mit der schnellsten Frau und ihrem verbliebenen Begleiter habe ich mich nun permanent abgewechselt. Sie joggte an mir vorbei, wenn ich an der Verpflegungsstation eine Gehpause einlegte, um etwas mehr Flüssigkeit aufnehmen und mich etwas erholen zu können. Dann lief ich wieder los und überholt sie. Das ging so über mehrere Runden, bis wir auf die vorletzte Runde gingen. Da blieb ich dann vor ihr.
25. April 2010, 13:30 Uhr: Meine ursprünglich angepeilte Zielzeit war nun erreicht und ich hatte noch ungefähr 1,5 Runden zu laufen. Bei dem Wetter, es waren nun 27° C im Schatten, den es aber kaum gab, wäre ich wohl auch mit besserer Vorbereitung und weniger Stress im Beruf nicht viel schneller gewesen. Das Count-Down-Zählen half mir sehr. Schon 5 Runden vor Schluss habe ich meinem Vater zugerufen, dass es kein Aussteigen geben wird. Darauf hatten übrigens meine Frau und meine Mutter hinter meinem Rücken gewettet. Ein Grund mehr, nicht auszusteigen. So zeigt ich meinem Coach an, wie viele Runde ich noch zu laufen hatte. Er schaute dann mal auf der Beamer-Anzeige nach und widersprach! Nach seiner Meinung hatte ich eine Runde mehr zu laufen als nach meiner Rechnung und nach meiner Garmin-Uhr. Leider erwähnte der Streckensprecher nun auch die schnellste Frau gerade nicht mehr, die ja hinter mir war. Unsicherheit machte sich bei mir breit.
25. April 2010, 13:48,03 Uhr: Nach meiner Uhr war ich nun im Ziel und hatte 42,46 km gelaufen. Also den Marathon mit bekanntlich 42,195 km erfolgreich absolviert. Mein Vater stand jedoch gleich hinter der Ziellinie und rief mir zu, dass ich noch eine Runde laufen müsse. Ein Blick auf die Rundenanzeige bestätigte dies. Dort stand hinter meinem Namen und meiner Zeit die Ziffer "23" und es waren ja 24 Runden. Um nicht ein ungewolltes, vorzeitiges Aussteigen zu riskieren, trabte ich noch mal los. Zuerst mit hängendem Kopf, denn hinter mir hörte ich, wie der Sprecher die schnellste Frau im Ziel begrüßte. Klasse, die war doch hinter mir! Dann sagte ich mir, auf eine Runde mehr oder weniger kommt es auch nicht an und lief eine Extra-Abschiedsrunde. Die letzten 300 m bis ins Ziel sogar wieder richtig flott.
25. April 2010, 13:58,40 Uhr: Nun "richtig", vor allem mental im Ziel angekommen, gab es gleich eine Medallie und Wasser mit Magnesium zu trinken. Am Verpflegungsstand konnte ich mich stärken und auch ein Stück Kuchen essen. Die Duschen mit Kleideraufbewahrung waren nicht weit weg und das Salz musste von der Haut runter. Aber auch so hätte ich mir eine Dusche im Knast nicht entgehen lassen. Allerdings auch hier keine Parallelen zu den bekannten Hollywood-Filmen. Eher Sportlerheim-Ambiente.
25. April 2010, 15:00 Uhr: Gerne hätte ich noch die Schlussveranstaltung mit Siegerehrung mitgenommen, wenn nicht eine Familienfeier zum baldigen Aufbruch gemahnt hätte. Schon am Abend konnte ich aber im Internet Platz 48 und 7. der AK M45 nachlesen und hoffe jetzt, dass ich noch nachträglich an die Urkunde und die Foto-DVD komme. Das rote Funktions-Shirt mit aufgedruckter Startnummer gab es schon morgens mit den Startunterlagen. Wenn es der Sponsor nicht sieht, werde ich es sicher das eine oder andere Mal im Training tragen. Insgesamt eine ganz besondere Veranstaltung mit hohem Erlebnisfaktor und viel Gegenwert für nur 20 € Startgeld.
25. April 2010, 15:30 Uhr: Gestartet waren 215 Läuferinnen und Läufer. Im Ziel über die volle Distanz angekommen sind 9 Frauen und 142 Männer. Dank meinem 48. Platz waren dann doch so viele Läuferinnen und Läufer hinter mir, dass ich um 15:30 Uhr wegen guter Führung vorzeitig entlassen wurde.
Dr. Heinz Klink
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Hamburgmarathon 2010
Nachdem ich im Oktober in Amsterdam mit 3.04 knapp an der drei Stundenmarke gescheitert war wollte ich diese Scharte am 25.04.2010 in Hamburg auswetzen.
Ich war wirklich gut trainiert und wusste schon vorher, dass meine Form besser sein müßte als vor Amsterdam. Ich hatte mir eine gute Renntaktik überlegt und war so ziemlich zuversichtlich.
Den letzten Tropfen Selbstvertrauen habe ich mir donnerstags vor dem Marathon geholt.
An diesem Tag habe ich mir Akupunktur- Dauernadeln von Dr. Benner aus dem Gelenkzentrum in Hochheim setzten lassen, denn wie ich von meinem Chef Michael Wolf erfahren habe, hat er über dieses Thema eine Doktorarbeit geschrieben.
Ich war von Beginn an begeistert und wollte das unbedingt ausprobieren, obwohl ja eigentlich die goldene Regel gilt: nix neues vor dem Wettkampf. Michael hat mir aber sofort einen Termin klar gemacht ohne, dass ich noch mal viel überlegen konnte.
Ich hatte auch ein wenig Angst, dass ich die letzten beiden Wochen vor dem Marathon zuviel trainiert hatte, da kam mir das mit den Nadeln wie gelegen um diese letzte Unsicherheit zu überwinden.
Ich weiß jetzt nicht ob es an den Nadeln lag, aber ich war echt entspannt vor dem Wettkampf und hatte ständig ein super Gefühl in den Beinen, vor allem einen Tag vor dem Wettkampf, beim einlaufen.
Zusätzliche Motivation erhielt ich von manchen Freunden, die mir viel Glück für den Marathon wünschten.
Einige meiner „Freunde“ sendeten mir kreativeMotivations- SMS wie z.B. einer, der mir den Rat gab mit Nordic Walking anzufangen, falls ich nicht unter drei Stunden bleiben sollte. Dafür würde meine Grundschnelligkeit auf jeden Fall reichen.
Am Morgen des Wettkampftages stieg ich so entspannt, top vorbereitet und hoch motiviert aus dem Hotel, das übrigens mitten auf der Reeperbahn lag und eigentlich einen eigenen Bericht wert ist. Ursprünglich wollte ich mit langer Kompressionshose, dazu passendem Shirt und Tri-Top darüber laufen.
Die ganze Zeit war es kühl doch an diesem Morgen hatte schon irgendwer am Thermostat gedreht, denn um halb neun waren es bestimmt schon um die 15°C in der Sonne. So entschied ich mich spontan noch einmal in das Hotel zurück zu gehen um mich umzuziehen. Mein Startbock war Glücklicherweise nur 200m vom Hotel entfernt.
Neben den höheren Temperaturen war auch merklich Wind aufgekommen.
Äußere Bedingungswechsel haben mich schon ein paar Mal aus dem Konzept gebracht aber diesmal nicht. Ich hab nicht einmal einen Gedanken daran verschwendet, was vielleicht auch an den Nadeln gelegen haben könnte.
Um Punkt neun wurde dann der Marathon mit Hilfe eines Glases losgebimmelt, denn auf der Reeperbahn sind Schusswaffen verboten (kein Scherz).
Es gibt dort aber auch ein Waffengeschäft, aber das muss man ja als Sportler nicht verstehen.
Ich bin dann bewusst locker losgelaufen. Den ersten Kilometer absolvierte ich perfekt ohne rempeln und zickzack laufen.
Nach 5 km war mir klar: heute hab ich einen guten Tag. Als wir bei km 9 den Fischmarkt passierten, konnte ich eine leichte Gänsehaut verspüren.
Ich konzentrierte mich in diesem Moment darauf ruhig zu weiter zu laufen und nicht noch mehr zu beschleunigen, um das Tempo nicht zu überpacen.
Den Halbmarathon bin ich dann in 1.27.18 durchgelaufen und war immer noch recht locker.
Der Wind hatte doch merklich zugenommen und es wurde auch immer wärmer. Bis km 27 bin ich alles unter meinem angepeilten Schnitt von 4.15 pro km gelaufen.
Von km 27 bis 32 war ich zum ersten Mal etwas langsamer, obwohl mein Puls konstant geblieben war.
Dann habe ich angefangen zu rechnen und bin zu dem Ergebnis gekommen, das mir ein Schnitt von 4.30 pro km genügen würde um bei km 42 unter drei Stunden zu sein.
Bei km 37 hab ich dann leichte Krampfansätze in der Wade verspürt. Mein Zeitpolster war zwar geschmolzen sollte aber noch ausreichend sein.
Auf den letzten 5 km geht es in Hamburg zweimal ganz leicht bergauf, was das Ende nicht gerade einfacher macht. Mir war auch inzwischen ziemlich warm und ein bisschen Wind ging auch, auf jeden Fall, schneller als 4.35 pro km konnte ich nicht mehr laufen. Das Zeitpolster sollte aber immer noch, wenn auch knapp, für unter drei Stunden reichen.
Bei km 40 hab ich dann gemerkt, das der Marathon ja nicht aus 42km besteht, sondern aus 42.195km, was ja so 50-60 Sek. mehr Laufzeit entspricht, da war das errechnette Zeitpolster auf einmal weg.
Jetzt wurde es also doch noch mal knapp. Sollte ich jetzt tatsächlich über drei bleiben, nur weil ich 195m beim rechnen vergessen hatte?
Dank Nadeln und Kompressionssocken konnte ich noch einmal krampffrei ein bisschen beschleunigen und mich so mit 2.59.49 über die Ziellinie retten.
Mit dieser Zeit belegt man in Hamburg Platz 405 von ca. 14200 Läufern die das Ziel gesehen haben. (388 bei den Männern). In meiner Altersklasse bin ich damit sechzigster von ca. 1100 Finishern geworden.
Der Starter hat morgens von 20000 Angemeldeten gesprochen, von denen so ca. 17000 Läufer angetreten sein sollen.
Das finde ich doch eine ziemlich hohe Ausfallquote, denn die Wetterbedingungen waren zwar nicht super, aber immer noch sehr gut um schnell zu laufen.
Ich bin auf jeden Fall Stolz auf meine Leistung und hab mir die Zeit sogar in meine Finishermedaille eingravieren lassen.
Vor ein paar Jahren hab ich mir noch eingeredet, das meine Oberschenkel vom radeln zu dick sind und ich zu schwer bin (ca. 84 kg Lebendgewicht) um einen Marathon unter drei Stunden zu laufen.
Mit cleverem Training ist das auch ohne hagere Läuferfigur möglich.
Hamburg ist echt eine tolle Stadt und man kann viel unternehmen. Man bekommt auf der Reeperbahn, also in unmittelbarer Start und Zielnähe, ein günstiges Hotelzimmer.
Der Marathon ist stimmungsmäßig echt klasse. Wenn man am Fischmarkt vorbei läuft, hat man das Gefühl man rennt in ein Fußballstadion rein.
Die letzten 5km sind ein bisschen gemein aber sonst ist es auch super zu laufen. Es gibt sehr viele Zuschauer, die einen anfeuern.
Wenn man eine tolle Begleitung und Unterstützung hat wie ich (Danke Anne!!!!) kann eigentlich nix schief gehen und man hat ein tolles Erlebnis. Bericht von Stephan Schweigert
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Halbmarathon Deutsche Weinstraße in Bockenheim am 18.04.2010
Bereits im Herbst letzten Jahres hatte ich mich für den Halbmarathon in Bockenheim angemeldet, da diese Veranstaltung nur alle 2 Jahre stattfindet und schnell ausgebucht ist. Ich bin dort bereits in 2004 schon einmal mitgelaufen und hatte die Strecke als anspruchsvoll aber abwechslungsreich und die Organisation als sehr professionell in Erinnerung. In den letzten Wochen vor der dem Lauf bin ich immer mehr ins Grübeln gekommen, ob ich starten soll, weil ich im letzten Jahr nur ca. 30 km/Woche und in diesem inkl. Laufband im Studio auch nur ca. 40 km/Woche zusammenbekommen habe, d.h. meine Grundlage nicht besonders toll ist. Da die Wettervorhersage auf der anderen Seite extrem Gutes verhieß und ich nach 2,5 Jahren einfach mal wieder Lust auf einen Halbmarathon hatte, habe ich mich dann am Sonntag doch auf den Weg nach Bockenheim gemacht. Was hatte ich schon zu verlieren?
Im Nachhinein bin ich über diese Entscheidung auch sehr froh. Denn die Bedingungen waren vom Wetter (ca. 12 bis 15°C Lufttemperatur, fast kein Wind, sehr geringe Luftfeuchtigkeit und blauer Himmel) erstklassig. Ich kann mich ehrlich gesagt nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal so gute Bedingungen bei einem Wettkampf hatte. Zwar hat mich am Sonntag mein Heuschnupfen etwas geärgert aber bis jetzt noch nicht so schlimm wie in den Vorjahren. Die Strecke, deren Ausschilderung, die Helfer, die Startnummernausgabe usw. waren wieder erstklassig. Bockenheim muß mit dieser sehr guten Organisation keinen Vergleich zu einem der größeren Städteläufe scheuen. Die Organisatoren würden sich über noch etwas mehr Teilnehmer freuen, wobei auf der anderen Seite gerade der Start da sicher ein Limit setzt. Wie auch in Mainz ist der Zuspruch beim Halbmarathon größer, so dass der eine oder andere von einem Halbmarathon mit angehangenem Marathon spricht. Die Gründe sind beim Mainzer Marathon sicherlich vielschichtig aber in Bockenheim liegen sie für mich auf der Hand: Selbst der Halbmarathon weist schon ca. 240 Höhenmeter auf und der Marathon glänzt sogar mit 495 Höhenmeter. Landschaftlich bietet der Marathon in Bockenheim nach Aussage der Organisatoren noch mehr Eindrücke als der Halbmarathon, aber die Steigungen halten viele sicher davon ab, sich auf die lange Schleife zu begeben.
So nun genug des Vorgeplänkels und zum eigentlichen Lauf: Im Grunde ist es sehr schnell erzählt. Ich bin 1h27:07 gelaufen, was in Anbetracht der anspruchsvollen Strecke und meines Trainings für mich sehr zufriedenstellend ist. Da ich in der letzten beiden Jahren sehr wenige Wettkämpfe gelaufen bin, wusste ich selber nicht so genau, wo ich stehe und hatte mir nur vorgenommen unter 1h30 zu laufen. Ich hatte auch zum ersten Mal im Wettkampf die Polar RS200 verwendet, um eine noch bessere Orientierungshilfe zu haben. Gebraucht habe ich sie dann doch nicht so sehr, da ich letztendlich nach Gefühl gelaufen bin. (Am Rande sei noch erwähnt, dass mich die Genauigkeit der RS200 doch überrascht hat, denn ich habe am Ende eine Streckenlänge von 21,18 km angezeigt bekommen. Was will man mehr?) Aufgrund der Steigungen und des Gefälles ist fast unmöglich ein gleichmäßiges Tempo zu finden. Bei den einzelnen Kilometern hatte ich zum Teil eine sehr hohe Varianz von 3:40 bis fast an die 5 Minuten mit dabei, aber zumindest bei den flachen Stücken lag ich dann immer so knapp über 4 Minuten/km. Bei Kilometer 10 bin ich bei ca: 40:40 durch, d.h. wusste dass ich im Wunschbereich lag. Ich merkte aber auch, dass die Beine langsam zumachten und ich eher noch etwas rausnehmen sollte. Es war im Grunde so, dass ich vom Kreislauf her schon noch Reserven hatte aber die Beine nicht mehr Tempo hergegeben haben. Da zeigt sich einfach, dass mir doch ein paar Kilometer fehlen. Ob auf der zweiten Hälfte tatsächlich mehr Höhenmeter drin sind als auf der ersten, kann ich selber nicht definitiv sagen, aber es kam mir wegen meiner Beine zumindest so vor. Die zweiten 10 km bin ich dann in knapp unter 42 Minuten gelaufen und kam nach weiteren 1,1 km in knapp über 4 Minuten als Gesamt 20igster ins Ziel.
Die Sache mit der Platzierung erwähne ich nur, um einen persönlichen Beitrag zur Diskussion der Leistungsentwicklung bei Volksläufen zu machen auch wenn es nur eine „Einzelaufnahme“ ist und ich damit keinen statistischen Nachweis führe. In 2004 bin ich mit einer Zeit von 1h21:50 Gesamt 17ter geworden. Mit der Zeit von diesem Jahr wäre ich vor 6 Jahren in einem kleineren Teilnehmerfeld 40igster geworden. Andersherum wäre ich in diesem Jahr mit meiner Zeit von 2004 in die Top Ten gelaufen. Sicher geht es dem einen oder anderen Läufer wie mir, dass man nach vielen Jahren des Laufens wenn überhaupt nur noch für den Erhalt trainiert, weil die Motivation fürs Training nachlässt, der Beruf sowie die Familie nicht immer den gewünschten Freiraum fürs Training lassen und man einfach älter wird. Warum über die Jahre scheinbar immer weniger Läufer dabei sind, die leistungsorientiert trainieren und auf „gute Zeiten“ schielen, würde mich schon interessieren. Aus Medizinersicht ist der Trend zum „mehr genussorientierten Laufen“ sicher zu begrüßen, da dies gesundheitsförderlicher ist als das leistungsorientierte Training. Aus Sportlersicht finde ich es trotzdem irgendwo schade.
Helmut Becker, 22.04.2010 nach oben |
Und noch eine Geschichte vom „härtesten Ironman“ der Welt,
diesmal aber aus Neuseeland!!!
Das Härteste war aber schon die Vorbereitung für diesen harten Event. Wer sich jedoch, wie ich, die Trainingspläne selbst schreibt, hat den Vorteil, am Ende eines Tages den Plan dem absolvierten Training anzupassen. Nicht hart, sieht aber auf dem Plan extrem hart aus ;-)
Das Allerhärteste an diesem Wettkampf war schon das Einchecken in Frankfurt, als mir meine Frau sagte, dass sie diesmal aufgrund ihrer Flugangst nicht mitfliegen wird. Zur Erinnerung, wir waren nicht in der Planung, sondern 2,5 Std. vorm Abflug. Aber OK.
Das nächste Härteste war der Abflug in Frankfurt, der sich um 2Std aufgrund starken Windes verschob, was bedeutete, dass wir in London unseren Anschlussflug nach Auckland nicht erreichen sollten. OK, dann eben auf die härtesten Bänke für die nächsten 16 Std. legen.
Nach 3 Monaten ohne Alkohol in der Vorbereitung, musste ich zusammen mit „Killi“ solange Erdinger trinken bis es keins mehr gab. Nein, es war nicht Alkoholfrei und morgens um 10:46 Uhr hatte jeder sein 8. in der Hand. Na gut, die Nacht war eben hart auf den Sitzen in der Wartehalle und so wurde das Öffnen des Lokals morgens um 7 herbeigesehnt. Dann der härteste Flug, den ich je erlebt habe. 11,5 Std. nach LA, 2 Std. Aufenthalt mit Erfassung aller Personalien und Fingerabdrücke und dann weitere 12 Std. von LA nach Auckland auf gepolsterten aber dennoch harten Sitzen.
Wettkampf: Schwimmen im See, der nach der halben Strecke Wellen hatte, wie ich Sie sonst nur aus dem Meer kenne. War verdammt hart, aber zum Glück kein Salzwasser. Ach ja, und ausserdem nach 58:20min rausgekommen. Super, Neo aus, Sonnencreme auf die Schultern und los. 180km in 2 Runden zu je 90km. Die ersten 90km 2:18 Std., ist verdammt schnell, jedoch kam dann leider der härteste Wind, den ich in 14 Ironman-Rennen kennen lernen durfte oder musste. Also wurden die nächsten harten 90km unfreiwillig 20min langsamer, was zu einer Radzeit von 4:56:49 Std. führte. So, und jetzt hatten wir schon das Problem. Denn jetzt sollte einer der härtesten Marathons folgen, den ich je gelaufen bin. Es ging Berg auf, Berg ab, zum Wendepunkt und wieder zurück. Das wirklich Harte war die Tatsache, dass diese Runde auch noch zweimal zu bewältigen war und bösartiger Weise auch noch unmittelbar am Ziel vorbei führte. Egal, laufen so gut es ging, damit meine „Raceschlappen“ nach der Wandereinlage in Hawaii mal wieder wissen, warum sie als Lauf und nicht als Walkingschuhe verkauft werden.
Nach einem harten Marathon in 3:11:47 Std. blieb im Ziel die Uhr bei 9:13:40 stehen. Platz 10 von 1250 Athleten, aber trotzdem nur 2ter in der AK. Sauhart!!!
Im Ziel gab es eiskalte Cola und harte Kekse. Super, dann geh ich eben auf den Campingplatz und warte darauf, dass sich mein krampfender Magen irgendwann löst.
Nun zum Thema lösen: am Tag nach dem Wettkampf hatte ich die härteste Haut meines bisherigen Lebens. Sie war auf der Nase, in den Geheimratsecken und auf den Ohren so hart, dass man sie in großen, harten Fetzen abziehen konnte. Und nein, dies war nicht der Grund, warum ich die harte Entscheidung traf, dieses Jahr meinen Slot für Hawaii an jemanden zur Verfügung zu stellen, der es eigentlich nicht verdient hat!!! Aber besser wie in der Lotterie gewonnen.
Dass in Neuseeland das Bier nur etwa 2/3 von dem in Deutschland kostet, hat nun eine harte Leber zur Folge. 14 Tage, ca. 300 Bier, und jetzt der absolute Hammer, 750g Rinderfilet haben etwa 4 Euro gekostet. Also gab es nach dem Wettkampf jeden Abend Bier, Rinderfilet vom Grill und Salzkartoffeln.
HÄRTER GEHT ES NICHT, zumindest nicht bis zum nächsten IM ;-)))
Aloha,
Christoph ( einer der Härtesten )
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8. Hechtsheimer Frühlingslauf am 17. April 2010
Die riesige Aschewolke nach dem Vulkanausbruch unter dem Gletscher Eyjafjallajökull auf Island bescherte allen Teilnehmern einen wunderschönen Frühlingstag. Kein Flieger am Firmament, Vogelgezwitscher statt Düsenlärm, dazu Sonne satt, blauer, wolkenloser Himmel und frische Luft. Da gab es für die Läufer und Walker, Bambini, Jugend und erwachsene Frauen und Männer, nur eins, raus aus dem Haus, um in Hechtsheim für einen guten Zweck zu laufen und zu walken.
So ähnlich muss es in den 1950ern Heinz Erhardt ergangen sein, als er in seiner bekannten, verschmitzten Art folgendes Frühlingsgedicht geschrieben hat:
Der Frühling
Wie wunderbar ist die Natur,
man sieht zwar keine Blüten.
Doch man sieht Schafe auf der Flur
und Schäfer, die sie hüten.
Ein leises Lied erklingt im Tal,
der kalte Nordwind singt es.
Und frischer Duft ist überall ---
nur hier im Zimmer stinkt es.
Frischen, kalten Wind trotz Sonnenschein hatten wir auch, als wir an der Startlinie vor der Reithalle in Hechtsheim standen. Die Bambini waren schon im Ziel und zahlreiche Läuferinnen und Läufer standen locker verteilt zwischen Start- und Ziellinie. Offensichtlich war einigen nicht ganz klar, in welche Richtung gestartet wird. Erst als die Schirmherrin der Veranstaltung, Frau Ursula Groden-Kranich, Ortsvorsteherin des Mainzer Stadtteils Hechtsheim am Ende ihrer Begrüßung sagte, dass sie nun von fünf herunter zählen werde, flitzen die Cheerleader vom Ziel- in den Startbereich und die Läufer folgten.
Die nervöse Spannung vor einem Wettkampf hielt sich bei diesem Benefiz-Lauf in Grenzen. Aber es muss nicht immer Wettkampf sein. Vielleicht erhofft sich der TV Hechtsheim mit dieser Variante einen stärken Zuspruch durch Familien. Gemeinsam Laufen für Groß und Klein. Es bietet sich für allen laufenden Familienmamas und -papas an, es hier einmal gemeinsam mit den Kids zu versuchen. Hierfür stehen zahlreiche Distanzen zur Verfügung. Bambini: 1.100 m, Frauen / Männer / Jugend: 6.000 m oder 8.850 m und Frauen / Männer / Jugend: 6. 000 m Walking. Alle Strecken sind vermessen und mit gut sichtbaren Pfeilen markiert. Zudem standen an allen Abzweigungen der Laufstrecke, die durch die Gemarkung um Mainz-Hechtsheim in Richtung Laubenheim, Bodenheim und Mainz-Ebersheim und zurück zur Reithalle führte, aufmerksame Streckenposten. Sogar eine große Stoppuhr stand an der Ziellinie, so dass es ein Leichtes wäre, auch einen vollwertigen Wettkampf anzubieten.
So weit ich es gesehen habe, wurde zumindest auf den vorderen Plätzen ohnehin wie im Wettkampf gelaufen. Teammitglied Simon tauschte sein Tempotraining auf der Bahn mit diesem Lauf und wurde der inoffizielle Sieger, während ich bereits von Gonsenheim zu einem langen Lauf mit Endbeschleunigung aufgebrochen war. Training für einen guten Zweck. So hatte ich bereits 16 km in den Beinen, als der Startschuss fiel. Meinen Vorsatz, maximal einen 5er-Schnitt zu laufen, konnte ich aber nicht lange halten. Zu groß war die Versuchung, am ersten Anstieg, ein, zwei Läufer anzugreifen und vorbei zu ziehen. Also ging es flott weiter, die Garmin-Uhr zeigte in dem profilierten Gelände bei wechselndem Wind, meist zwischen 4:10 und 4:35 min/km.
Ausgepowert, aber zufrieden mit diesem anspruchsvollem Trainingslauf, ging es nach einem kurzen Abstecher zur reichlich bestückten Getränke- und Kuchentheke zurück nach Hause. Bei den kurzen Wegen zwischen Startnummern-Ausgabe, Umkleiden, Duschen sowie Kaffee und Kuchen in der TV-Halle und dem Start-Ziel-Bereich an der Reithalle, ist diese Veranstaltung auch deshalb für Familienausflüge prima geeignet. Das nehme ich mir für das nächste Jahr vor.
So konnte ich einen anspruchsvollen Trainingslauf mit einem guten Zweck verbinden. Gehen doch von den moderaten Startgebühren - Bambini kostenfrei, Läufe und Walking für Schüler/Schülerinnen bis 14 Jahre 2 €, Jugendliche von 15 bis 18 Jahre 5 € und Erwachsene 7 € - jeweils 2 € als Spende an NIKI. Das freut mich als Familienvater, denn dieser Förderverein Nierenkrankes Kind e.V. setzt sich ganz besonders für nierenkranke Kinder ein. Die Organisation NIKI hilft bei
- Unterstützung von Elterninitiativen und Selbsthilfen
- Elternfortbildung, Seminare
- Anschaffung von Geräten für Diagnostik & Therapie
- Fachspezifische Weiterbildung des Personals
- Förderung klinischer Forschungsprojekte
- Verbesserung der ärztlichen Versorgung nierenkranker Kinder
- Förderung der Früherkennung von Nieren- und Harnwegserkrankungen
- Beratung vor und nach Operationen
- Betreuung chronisch nierenkranker Kinder und ihrer Familien.
Das Motto des 8. Hechtsheimer Frühlingslaufes "Wir laufen und Walken für NIKI - Förderverein Nierenkrankes Kind e.V., Benefizlauf und Walking ohne Wettkampfcharakter" konnte ich für mich im Stillen noch ergänzen: "Tolles Training für einen guten Zweck".
Heinz Klink
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Am Sonntag war es soweit und der 1. Wertungslauf zum Wingertscup 2010 stand an und was dann durch die Spitze des Laufes trotz des nicht gerade frühlingshaften Wetters geboten wurde war top.
Vom Wetter war es wirklich alles andere als Frühling. Bei höchstens 10 Grad und heftigen kalten Wind fühlten sich die Temperaturen eigentlich noch kälter an.
Christian Klaproth lief von Beginn an ein schnelles Rennen und gewann nicht nur gegen die Uhr, den inneren Schweinehund und das typische rheinhessische Hügelland, sondern beendete den 1. Wertungslauf auch gleich als Sieger ( = 1 Punkt) in neuer Streckenrekordzeit von unter 40 min und zeigte, das der Wingertscupsieg nur über ihn laufen wird. Absolut TOP !!!!
Auch das Christian gleich nach dem Auslaufen mit uns wieder abdüste zu seiner Frau zwecks feiern des Hochzeitstages wurde von uns allen als super aufgefasst.
Auch von dieser Seite Alles Gute zum Hochzeitstag und toll das du dem Christian trotzdem die Teilnahme ermöglichst hast.
Michael Drewes blieb nach eigener Aussage etwas hinter seinen Erwartungen zurück, jedoch kann er mit seiner Zeit ( um die 43:30 min) und seinen dritten Gesamtplatz absolut zufrieden sein.
Zufrieden war Michael Heid. Nach überstandener Unfallverletzung durch seinem Radunfall beendete er den Lauf immer hin mit einer Ende 46:00 min und was noch wichtiger für das Gefühl war; er wurde von vielen Läufern und dem Veranstalter herzlichst begrüßt.
Ein Dank hierfür von mir als sein Teampartner und Michael ist wieder auf dem besten Weg zur alten Form. Da bin ich mir ganz sicher!
Jetzt zu mir:
Ich war mir sicher, das ich läuferisch in guter Verfassung bin. Was ich nicht einschätzen konnte, war mein Kopf und der Wille mich zu qäulen.
Hintergrund war die Operationen unserer beiden Mädchen an ihren Füßen, die am 31.03.2010 in Heidelberg mal wieder durchgestanden werden musste. Ich hatte die Vollpension mitgebucht, da meine Frau Sabine bei unserem Junior Christopher bleiben musste.
An dieser Stelle möchte ich mich bei unseren Freunden und Familie bedanken, die uns bis dahin schon geholfen haben und mir auch im Krankenhaus in Heidelberg während ihres Besuches ermöglicht haben zu trainieren.
Mit dem Startschuß passierte dann das, was Christian schon beim Einlaufen sagte: Du wirst entweder gar nicht in Gang kommen oder dir den Kopf frei laufen und das letztere glückte.
Ich legte von Beginn an einen beherzten Lauf hin, konnte zwar nicht mit Michael Drewes nach km 2 mitgehen, jedoch 2 ernstgemeinte Angriffe von Patrick Wunsch abwehren und lief über 2 min schneller wie 2009.
Am Ende stand zwar wieder Platz 4 im Gesamteinlauf fest, aber diesmal in 44:15 min und ich war richtig zufrieden, das es so gut gelaufen war.
Was die 4 Punkte in der Wingertscup-Wertung wert sind werden wir erst im September beim 3. Wertungslauf sehen, wenn sich herausstellt, wer jetzt wirklich den Cup läuft.
Jetzt steht in 4 Wochen die Staffelwertung beim Mainz Marathon an, bei der Michael Heid und ich als Team gemeldet sind und danach würde ich gerne einen flachen 10er laufen.
Bis dahin schaue ich, das ich trotz der Therapietermine zum Trainieren komme und verbleibe
Euer Wolf Thorsten
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Werner Beisiegel Gedächtnislauf 11.04.2010
„I am back on track” lautet mein Fazit nach dem heutigen Tag.
Nachdem Crosswolf (Thorsten) Anfang Februar in dem Bericht vom Crosslauf in Gau Odernheim schrieb, dass „ ich (Simon) wieder ins Rollen komme“ registrierte ich drei Tage nach Veröffentlichung des Berichts auftretende Kopfschmerzen und Schnupfen. Zunächst dachte ich, es handelt sich um eine einfache Erkältung doch leider entwickelte sich daraus eine hartnäckige Viruserkrankung der oberen Atemwege. Nach sechs Wochen Laufpause konnte/ durfte ich Ende März mit lockeren Dauerläufen beginnen.
Glücklicherweise war ich zu unserem diesjährigen Osterurlaub mit Luisa in Galtür wieder fit. Dort konnte ich mit neuen Langlaufski (Weltcupmodell für den klassischen Stil :=)) viele Trainingseinheiten absolvieren und meine Grundlagenausdauer etwas aufbauen. Positiver Nebeneffekt war neben den noch guten Schnee- bzw. Loipenverhältnissen die Höhenlage von 1600m bis 2000m der Loipen und des Luftkurortes Galtür.
(Ein ausführlicher Bericht über Alternativtraining- Skilanglauf folgt)
Wer jetzt glaubt, dass ich der einzige Wolf im hochalpinen Bereich bin, der sich dort verausgabt, der irrt. Durch einen glücklichen Zufall erfuhr ich, dass Nicole („Wolfchefin“) und ihrer Tochter („Juniorwolfchefin“) mit ihrer Freundin und deren Tochter dort ebenfalls ihre Zelte aufgeschlagen hatten. So kam es in dieser Woche zu dem ein oder anderen lustigen Treffen auf oder direkt neben der Skipiste.
Nachdem ich die vergangene Woche in heimischen Gefilden mein Lauftraining weiter forcieren konnte, entschloss ich mich zu einer Teilnahme am Werner Beisiegel Gedächtnislauf am 11.04.2010 in Bad Münster am Stein/ Ebernburg. Bei diesem Lauf handelt es sich um eine absolut schnelle Wendepunktstrecke im Nahetal auf einem ehemaligen Bahndamm zwischen Ebernburg und dem Stausee bei Niederhausen direkt unterhalb der imposanten Kulisse des Rotenfels, einer ca. 1200m langen über 200m aufragenden fast senkrechten Steilwand aus rötlichem Porphyr- Gestein.
Aufgrund meines Trainingsrückstandes und meiner derzeitigen Verfassung entschied ich mich für die 5km Strecke. Zur Wahl stand ebenso eine 10km und eine Halbmarathondistanz.
Nachdem ich die ersten 3km sehr verhalten agierte (3,38min/km; 3,39 min/km; 3,36 min/km) testete ich auf den letzten 2km (3,22 min/km und 3,17 min/km) die momentane Leistungsfähigkeit und konnte das Rennen in ca. 17,35min gewinnen.
Mit den letzten 2 Kilometern bin ich einigermaßen zufrieden, es liegt noch viel Arbeit vor mir, doch das wichtigste ist und bleibt die Gesundheit. Deshalb hoffe ich, dass ich jetzt endlich fit bleibe und gut trainieren kann, der Rest kommt von alleine.
Keep on running!
„Wolfstatze“ Simon
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21.03.2010 Palma Halbmarathon
Buenos Dias liebe Leser, wir war’n wieder da, am Strand von Mallorca wie jedes Jahr, mit alle man am Ballermann…Ok, nicht in der berüchtigten Schinkenstrasse zum Feiern, sondern zum Sport treiben in Alcudia, auf der anderen Seite der Insel. Von hier aus machte sich zum Abschluss der ersten Laufwoche eine kleine Abordnung des Laufcamps auf nach Palma, um am dortigen Halbmarathon „Ciutat de Palma“ teilzunehmen. Im Gegensatz zu den Vorjahren spielte das Wetter diesmal nicht mit, es regnete in der Inselhauptstadt, die imposante gotische Kathedrale „La Seu“, die sonst das Stadtbild prägt, war im Dunst kaum zu sehen.

Die Startunterlagen hatten wir bereits am Vortag besorgt und so steuerten wir direkt die Tiefgarage unterhalb der Kathedrale, gegenüber der Mole mit dem Start/Zielbereich an. Nach dem obligatorischen Gruppen bzw. Grüppchenfoto vor der Kathedrale ging es auch schon zum Start. Nach einer nicht ganz zufriedenstellenden Trainingswoche, in der fast die gesamte Laufgruppe, inklusive mir, von einem Magen-Darm-Virus erwischt wurde, hatten wir unsere Erwartungen dementsprechend runtergeschraubt. Die Mole war trotz des Regens wieder gut gefüllt, neben den gut 1200 Halbmarathonläufern, sorgte auch ein Funlauf für volle Startblöcke. Die Strecke war zu den Vorjahren leicht verändert worden. Bei der diesjährigen Auflage war es ein zweimal zu umlaufender Wendepunktkurs auf der breit ausgebauten Uferstrasse rund um den Hafen mit einem kleinen Abstecher in die Innenstadt Palmas. Die Uferstrasse hatte sich durch Regen, Staub und Schmutz in eine rutschige Piste verwandelt, an den Wendepunkten hatte der Veranstalter, extra Sand gestreut um die Standfestigkeit zu erhöhen, was viele Teilnehmer aber nicht davon abhielt den mallorquinischen Asphalt einer genaueren Untersuchung zu unterziehen, in dem sie sich der Länge nach hinlegten und ihre Mitstreiter mit abräumten. Ich zog die klassischen Überholmanöver vor, kam vom Start gut weg, fand schnell meinen Rhythmus, hatte jedoch wieder mal Probleme mit meiner lädierten Achillessehne, die mir bei jedem Schritt ihre Meinung zur Laufteilnahme dankbar mitteilte. So war das persönliche Limit an diesem Tag recht schnell erreicht, die ersten 10km absolvierte ich in 34:40min, viel schneller hätte ich heute auch einen reinen 10km Wettkampf nicht bestreiten können. Auf der zweiten Hälfte hatte ich ein wenig mehr mit mir zu kämpfen, verlor minimal an Tempo, konnte jedoch weitere Plätze gutmachen. So erreichte ich das Ziel auf der Mole in 1:13:42 Stunden auf dem 11.Platz. Der Sieger benötigte 01:04:02 Stunden.

Auch der Rest der Laufcamp Abordnung trudelte nach und nach im Ziel mit guten Zeiten zwischen 01:35 und 2 Stunden ein.
Mit dem Halbmarathon endete dann auch meine aktive Laufcampteilnahme, die gewünschte Marathonvorbereitung gelang mir aus gesundheitlichen Gründen nicht, in der Konsequenz werde ich, auch wenn mir die Entscheidung verdammt schwer fällt, Vernunft walten lassen und mir eine Auszeit vom Laufen gönnen, in diesem Sinne adios und hasta pronto!
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Und zur Belohnung gab es ein Entchen am Haybachlauf des Turnverein Klein-Winternheim
Am 07. März 2010 fand der 3. Haybachlauf statt. Er war der Auftakt zum 2. Etappen-Marathon, davon die 1. Etappe über 10,7 km.
Die Organisation im Vorfeld lief großartig, alle halfen tatkräftig mit, um diese Veranstaltung für alle Beteiligten zum unvergesslichen Erlebnis werden zu lassen. Das Wetter in der Woche vor dem Lauf war absolutes Laufwetter, die Anmeldungen flossen zahlreich, es war alles geregelt und dann das - Schneetreiben am Tag vor dem Lauf!!! Die Frustration war groß, das Engagement von Michel Lingnau und Christian Pierzina auch - unermüdlich wurde mit der Kehrmaschine der Schnee von der Laufstrecke gefegt, so dass das schlechte Wetter sich eines Besseren belehrte und aufgab. Bei klirrender Kälte strahlte am Sonntag die Sonne den Läufern entgegen und bis auf vereinzelte Stellen im Feld war die Strecke frei geräumt.
Dank der Erfahrungen der letzten Jahre waren die Leute an der An- und Nachmeldung bestens gewappnet und konnten so die ca. 300 Läufer schnellstens mit ihren Chips und Startnummern versorgen.
Zuerst gingen die Bambinis an den Start und bewältigten die 900 m Strecke mit Bravour. Als 1. Mädchen kam Lilian Jaeger mit 00:05:01 ins Ziel, der 1. Junge wurde Tim Mönch mit 00:04:40. Es folgten die Schüler mit 3 km, hier konnten Karolin Klumb mit 0:14:39 und Florian Heger mit 00:14:43 den Sieg für sich gewinnen. Nach beiden Läufen gab es dann eine Brezel und eine Entchen-Medaille.
Eltern hatten jetzt noch Gelegenheit, ihre Sprösslinge in der gut organisierten Kinderbetreuung während des Laufs abzugeben, in der gebastelt, gemalt und getobt wurde.
Das große Startfeld formierte sich dann um 12.15 Uhr mit den Etappen-Marathonis, den 10,7 km Haybachläufern, den 6 km Jedermann-Läufern und Walkern. Sportwart und Mit-Organisator Meinolf Kleiner wies am Start vermehrt auf warme Kleidung hin, denn der Wind im offenen Feld war eisig.
Auch hier, wie bei den beiden Kinderläufen, gab Dr. Harald Schmid (u.a. 12 x Deutscher Meister, Europameister und Vizeweltmeister im Hürdenlauf, hier als Sportlicher Leiter des „D-Run“) den Startschuss und los ging‘s. Das Bild, das sich uns Organisatoren und Helfern bot, als sich die Läufermasse in Bewegung setzte, war überwältigend.
Bewaffnet mit Entchen, Seitenschneidern für die Kabelbinder an den Chips und Medaillen für die Etappenläufer warteten wir gespannt auf die ersten Läufer, die durchgepustet ins Ziel einliefen.
Mit nur 00:37:57 kamen als erster Läufer Christian Klaproth und mit 00:43:19 als erste Läuferin Nina Kuhn ins Ziel nach der 10,7 km Distanz ins Ziel.
Über die 6 km Strecke gewann als erster Läufer Heiko Knebel mit einer Zeit von 00:26:51 und als erste Läuferin Michaela Steffens mit 00:34:35.
Bei den Walkern konnten wir dem ersten Mann Kurt Leiner und der ersten Frau Ulli Leiner mit jeweils einer Zeit von 00:54:41 die Entchen überstreifen.
Während und direkt nach dem Lauf gab es Frubiase, Wasser und warmen Tee, der dankbar angenommen wurde.
Bei diesem anspruchsvollen Lauf gab es nur Gewinner - die einen waren stolz, ihn zum ersten Mal bewältigt zu haben, andere konnten ihre Zeiten vom letzten Jahr verbessern, wiederum andere waren glücklich, nach längerer Verletzungszeit diesen Lauf geschafft zu haben.
Hinterher gab es in der Haybachhalle noch ein kleines Rahmenprogramm, bei dem man sich noch bei Würstchen, Kaffee und Kuchen entspannen konnte. Da dieser Lauf als ein Benefizlauf zugunsten der Kinderhäuser Mainz/Ingelheim ausgeschrieben war, hatte man nun auch die Möglichkeit, sich mehr Infos direkt am Stand einzuholen.
Die Siegerehrung und eine Tombola mit dem Hauptgewinn eines Gutscheins für Laufschuhe vom Laufladen Wolf‘s Running World rundeten diesen Lauf ab.
Fazit: Wo man hinblickte sah man glückliche und zufriedene Gesichter. Wir sind stolz, dieses Event auf die Beine gestellt zu haben und hoffen auf viele weitere in dieser Art. Aber ohne die vielen Helfer und Mit-Organisatoren wäre so ein Lauf nicht möglich gewesen! An dieser Stelle ein dickes Dankeschön!!
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Haybachlauf 2010
Mit dem Haybachlauf stand der Auftaktwettbewerb der im letzten Jahr geschaffenen Laufserie 'Etappenmarathon' auf dem Programm. Zu der Serie gehören außerdem der Mainspitzlauf in Bischofsheim, der Gonsenheimer TGM- Lauf und zum Abschluß der Albiger Hügellauf. Alle 4 Läufe ergeben in etwa die Marathondistanz, die der Serie den Namen gibt.
Für mich war es der erste richtige Wettkampf nach einem dreiviertel Jahr. Nach der Zwangspause von über 4 Monaten, verursacht durch einen bei einem Unfall mit dem Rennrad erlittenen Beckenbruch, begann ich kurz vor Weihnachten wieder mit leichtem Lauftraining, dazu zusätzlich noch etwas Spinning und Radergometer im Fitnessstudio und Training 'auf der Rolle' zu Hause.
In den letzten Wochen konnte ich ohne Beschwerden den Trainingsumfang wieder auf 90 – 100 km /Woche erhöhen, allerdings ohne intensive Einheiten, nur lockere Läufe im Bereich von 4:45 – 5:10min/km einige wenige mal auch 4:30min/km.
Unser Laufteam war zahlenmäßig ordentlich vertreten, außer mir wollten noch Heinz, Christian Jochen und Karin sich dem anspruchsvollen Lauf stellen, der durch den Schneefall tags zuvor noch schwieriger geworden war. Nach dem Einlaufen ging es dann um 12:15 los, kurz nach dem Start ging es dann schon bergauf in Richtung der mittlerweile 4 Windkraftgiganten, jeder so hoch wie der Kölner Dom. Für das läuferische Treiben zu ihren Füssen schienen die Windräder nichts übrig zu haben und zeigten den Läufern die kalte Schulter und konzentrierten sich auf ihre Aufgabe, dem eisigen Ostwind etwas Energie zu stehlen.
Kurz nach dem Start lief ich zusammen mit Christian, berghoch konnte ich ihm immer ein paar Meter abnehmen, während er im Flachen und bergab das Gleiche mit mir tat. Die Strecke, die die gleiche wie im Vorjahr war, war teilweise mit Schnee bedeckt und vereist, so dass man sich darauf konzentrieren musste, die optimale Spur zu finden um sich nicht ungewollt in die Horizontale zu begeben. Fast hätte es mich in der Bergabpassage kurz vor Schluß aber doch noch erwischt, konnte aber durch gekonnten Armeinsatz einen Sturz verhindern ;-). Auf den letzten 3km konnte Christian ein paar Meter Vorsprung herauslaufen und somit hochverdient die teaminterne Wertung gewinnen und dazu den Sieg in der AK45. Ich benötigte 43:07 für die 10,7 km, also ziemlich genau ein 4er Schnitt, das sind zwar knapp 4 Minuten langsamer als im Vorjahr, als ich den Lauf noch gewinnen konnte, aber in Anbetracht der langen Verletzungspause und der winterlichen Bedingungen doch wieder ganz ordentlich. Ein paar Sekunden hinter mir kam dann schon Jochen als Sieger der AK55 ins Ziel, der sich langsam aber stetig herangekämpft hatte. Unser Wolfsküken Karin belegte einen guten 3. Gesamtplatz bei den Frauen. Den Gesamtsieg errang der vereinslose Christian Klaproth, der mittlerweile schon einige Siege in der Region auf seinem Konto hat, in guten 37:57.
Fazit: sehr schöne und liebevoll organisierte Laufveranstaltung , im nächsten Jahr gerne wieder.
Ergebnisse gibt’s auf http://www.haybachlauf.de/.
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6. Rodgau-Cross-Duathlon 2010
Um in der kalten Jahreszeit nicht vollkommen einzurosten bietet es sich an, das monotone Ausdauertraining mit langen und langsamen Trainingseinheiten durch den ein oder anderen schnellen Wettkampf aufzulockern. Neben Laufveranstaltungen gibt es für die Multisportler auch Duathlons, bei denen man zunächst läuft, anschließend radelt und dann wieder läuft. Diese Veranstaltungen gibt es auch getunt (sprich „getjunt“) als Crossversion, das bedeutet, man fährt mit dem Rad mehr oder weniger querfeldein, über Feld- und Waldwege, durch Schlammpfütze und Matsch…
Karin und ich hatte uns nach Karins Duathlon-Premiere in Rüsselsheim für den Rodgau-Cross-Duathlon angemeldet: 3,4 Kilometer Laufen, 23 Kilometer mit dem Mountainbike und anschließend nochmals 3 Kilometer Laufen. Das sollte zu bewältigen sein.
Glücklicherweise spielte auch das Wetter mit und pünktlich zum Startschuß strahlte die Sonne. Zunächst mußten wir zwei Runden laufen. Leider war die Laufstrecke an manchen Stellen für 400 Teilnehmer viel zu eng und man konnte diese Nadelöhre nur hintereinander im Gänsemarsch passieren. Aber wozu hat man Ellenbogen und ist vom Schwimmauftakt im Triathlon gestählt und abgehärtet? Eben, um sich klaglos einzuordnen und der Gruppe anzupassen. Schnell zog sich das Feld in die Länge.
Die Radstrecke war bis auf eine kurze Schlammpassage sehr gut zu fahren. Allerdings waren die Besitzer von Crossrennrädern klar im Vorteil, denn es wehte ein kräftiger Wind und ein Mountainbike war für die Strecke nicht notwendig und die aufrechte Position ein weiterer Nachteil. Außerdem muß man sich als Triathlet wirklich daran gewöhnen, dass sich überholte Teilnehmer umgehend in den Windschatten klemmen. Ärgern darf man sich, schimpfen nicht, den lutschen, also im Windschatten fahren, ist erlaubt. Nachdem ich das Rad wieder in der Wechselzone abgestellt hatte lagen nur noch drei Laufkilometer vor mir. Die bewältigte ich dann auch noch. Karin wurde Dritte in ihrer Altersklasse und bekam eine Urkunde und durfte sich vom Sponsorentisch etwas aussuchen.
Im Ziel gab es Obst, Schwedengebäck und heiße und kalte Getränke. Auch die Duschen waren selbst für den letzten Teilnehmer noch warm. Die verschmutzten Räder konnte man auch abwaschen. Leider stand nur ein Schlauch zur Verfügung und es bildete sich eine sehr lange Schlange.
Fazit: Gute Organisation, nette Helfer und bis auf die Engstellen auf der Laufstrecke schöne Strecken. Allerdings haben Karin und ich beschlossen, uns mit dem nächsten Crossduathlon Zeit zu lassen bis wir glückliche Besitzer von Crossrennrädern sind und Windschattenfahren nicht mehr erlaubt ist.
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Auch wenn das Wetter Frühling verkündete war es Ende Februar und es lag der nächste und letzte Cross vor den Straßenrennen vor den Wolfpfoten
und mit dem Oppenheim Cross auch ein richtiger Crosskurs. Start war auf der Wiese oberhalb des Turnacker auf dem Plataue der Landskronenruine. Dann ging es in einem großen U über die komplette Wiese, ohne natürlich die Sandkiste auszulassen, auf einem Wingertsweg parallel zur Wiese zurück, einen steilen Schotterweg runter zum Turnacker, hier wieder durch eine Sandkiste in den berühtigten und kräftezerrenden Hohlweg rein, diesen nach steilem bergab dann nach eine 90 Gradkurve genauso steil wieder hoch zum Turnacker und am Start wieder auf die Runde.
Das ganze 7mal und beim 8mal durfte man dann anstelle in den Hohlweg das Ziel über den Turnacker ansteuern.
Alles in allem ein toller Crosskurs, der alles beinhaltet, was einen Cross ausmacht. Das einzig, was nicht geboten werden konnte aufgrund des tollen Frühlingwetters war Schlamm.
Von vorne weg machten die 2 Hauptklasseläufer Görke (USC Mainz) und Madalinski (LG Stadtwerke München) das Rennen unter sich aus, wobei hier Görke das Tempo halten konnte und in 20:36 min ins Ziel kam. Madalinski musste schon Tribut zollen und beendete das Rennen in 20:56 min.
Und dann kamen schon die Verfolger.
Das war eine Vierergruppe, bestehend aus Ralf Möllers, 2 Läufer der MHK und meine Wenigkeit. Bis in die 3. Runde waren wir alle zusammen und hielten das Tempo auch hoch. Dann kam Ralf Möllers richtig in Fahrt und zeigte beeindruckend, warum er in seiner Jugend zu den besten Crossläufern in Westfalen gehörte und RLP-Crossmeister 2009 der M40 und diesjähriger Zweiter wurde.
Ralf sprengte die Vierergruppe von hinten kommend auf dem Wiesenstück und setzte sich stetig von uns ab, Wenn die Strecke noch länger gewesen wäre oder Ralf sich früher getraut hätte, hätte er wahrscheinlich auch noch den Gesamtzweiten sich vorgeknöpft, denn Ralf Möllers (SF Budenheim) beendete das Rennen als Sieger der M40 in sehr guten 21:09 min. Ich folgte ihm noch, setzte mich im Hohlweg auch von der Gruppe ab, musste dann aber abreisen lassen, konnte jedoch meinen Vorsprung auf die Folgenden 15 Jahre jüngeren Läufer auch sehr pasabel (+ ca 1 min) ausbauen und lies meine Wolfpfoten nach einem total gleichmässigen schnellen Rennen ab Runde 3 dann in 22:13 min über die Ziellinie fliegen.
Die 22:00 min wollte ich eigentlich knacken, aber da das Rennen nach schnellem Anfang total gleichmässig auch alleine gelaufen war, bin ich absolut zufrieden. Ralf ist eben im Moment einen ganzen Schritt weiter und das ist auch gut so. Damit wird es wenigstens immer spannend sein und nicht von vorneherein feststehen, wer die M40 in Rheinhessen gewinnt.
Bis demnächst dann von der Straße euer CrossWolf Thorsten
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Am Samstag bei strahlendem Sonnenschein und doch recht warmen Temperaturen
fand das ,von der Stadt Mainz und Wolfs Running World organisierte Lauftraining zum Gutenbergmarathon statt. Mehr als 160 Läufer durften sich u.a. von dem senegalesischen Lauftrainer Mamadou an 5 Stationen in die Kunst des Lauf- ABC sowie Kraft- und Stabilisationsübungen einweisen lassen.
Die Orthopäden Stefan Benner und Martin Scholz führten in Zusammenarbeit mit Orthopädietechniker Mike Unmacht des Sanitätshauses Lammert Ganganalysen durch. Die Teilnehmer waren alle durchweg doch schon recht gut trainiert und hatten im Anschluss viele Fragen an das Expertenteam, das mit Rat und Tat zur Seite stand.
Dieser Zuspruch macht uns optimistisch, einen solchen Event mit der Stadt Mainz auch im nächsten Jahr wieder durchführen zu dürfen.
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Alternatives Training am Fastnachtsdienstag
Am 16.02.2010 um 12:00 Uhr trafen sich die Selz-Piraten zum Nieder-Olmer Umzug. Hier bin ich seit Januar Leichtmatrose (hatte wohl am Feuerwehrball zu viel getrunken).
Unser Kapitänleutnant Martin Weissenborn teilte die Mannschaft ein, Musikanlage überprüfen, Wagen mit Wurfmaterial (Getränke von Eckes Hohes C und Traubenzucker Lollis )und dem richtigen Zeug für harte Männer (KORN) zu beladen. Alles kam raus aus den Verpackungen, um handliche kleine Wurfgeschosse herzurichten. Nach vollzogener Arbeit meldeten wir unserem Kapitän Gefechtsbereitschaft. Mit strengem Blick und doch sehr hartem Ton kontrollierte er unsere Arbeit. Er war zufrieden und befahl unserem Steuermann das Schiff zum Auslaufpunkt zu navigieren.
Da ich als neue Sprotte bei den Selz-Piraten bin, durfte ich neben dem Schiff herlaufen und die Kleinsten der Kleinen mit Wurfmaterial beglücken. Ich wurde von einem alten Regen und einem erfahrenen Fassenachtspirat sehr sorgfältig in meine Tätigkeiten eingewiesen. Eierlikör, Korn, Flens, Sekt und belegte Brötchen waren als Proviant an Bord.
Ich kann nur sagen- das ist richtig Arbeit. Wir hatten bestimmt über 700 kg Wurfmaterial dabei und das will auch noch unter die Leute gebracht / geworfen werden. Hier kommst du richtig ins Schwitzen.
Nach dem unser Schiff die Nieder-Olmer Klippen und Riffe umschifft hatten, und wir nach dem doch sehr harten Gefecht wieder ruhige Gewässer in Höhe der Feuerwehr erreichten, legten wir nach Weisung unserem Kapitäns bei der Feuerwehr an.
Juhu wir hatten uns alle Landgang verdient, unser Kapitän war mit unserer Leistung voll zufrieden und wir durften das Gefecht in der Nieder-Olmer Eckes-Halle mit Wein, Weib und Gesang auf Piraten weise feiern.

Da ich doch sehr lange Zeit beim Heer war, und dies mein erster Einsatz bei der Nieder-Olmer Marine, hoffe ich doch sehr als junge Sprotte, dass unser Kapitän uns nächstes Jahr wieder so gut durch das Pepe-Bermudadreieck durch Lotz, gute Gefechtsbefehle gibt und danach mit der ganzen Mannschaft im Gleichschritt zur Eckes-Halle geht.
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07.02. Halbmarathon Mörfelden „Schlammpackung gratis“
Drei Wochen nach der Marathonstaffel machte ich mich erneut auf nach Mörfelden. Die dortige Laufgemeinschaft hatte im Rahmen ihrer Winterlaufserie zum „Mörfelder Matsch-, Eis- und Schneevergnügen“ bzw. Halbmarathon geladen. Knapp 230 Teilnehmer und damit gut 100 weniger als in den Vorjahren folgten dem Aufruf. Neben den Bodenverhältnissen dürfte der nur wenige Kilometer weiter ausgetragene Treburer Crosslauf einige Mitstreiter gekostet haben.
Den Crosslauf hätten sie auch hier bekommen, die Streckenverhältnisse dürften ähnlich gewesen sein. Trotz milder Temperaturen waren große Teile der Waldstrecke noch von Schnee- und Eis bedeckt. Der Rest der Wege dagegen war tief und schlammig. Der Veranstalter hatte sich jedoch alle Mühe gegeben die Strecke zu präparieren. Die Kurven und der Wendepunkt waren vom Eis befreit und gestreut, so hielten sich die rutschigen Passagen in Grenzen.

Die Streckenführung war identisch mit der Strecke der Marathonstaffel, 2 Runden durch den Wald mit Start und Ziel im Stadion. Pünktlich zum Start um 9:30 Uhr arbeitete sich auch die Sonne durch die Wolken und los ging es. Ziemlich zielsicher traf ich auf den ersten Kilometern meinen angepeilten 3:30min/km Schnitt, auf den Eis- und Schneepassagen etwas langsamer, sonst etwas flotter. Schnell war ich alleine auf der Strecke, beim Wendepunkt an km 5 hatte ich bereits 200m Vorsprung auf die Verfolger. Die 10km Marke passierte ich knapp unter 35min. Nach der Stadionrunde zur Rennhälfte war der Vorsprung auf gut 500m angewachsen, der sich im weiteren Verlauf weiter ausbaute. Das lag nur bedingt an mir, da ich ein recht gleichmäßiges Rennen hinlegte. Kurz vor dem Ziel bot sich mir dann noch die Gelegenheit ein paar Nordic Walker zu erschrecken, indem ich mich erst wenige Meter hinter ihnen mit einem lauten „Achtung“ bemerkbar machte. In meinen kurzen Hosen und teilweise mit Schlamm bedeckt, dachten sie wohl ich wäre eine Art Waldbewohner, zumindest sprangen sie ziemlich erschreckt und fluchend zur Seite. So erreichte ich das Ziel in 01:13:12 Std. als Erster, mit 5:30min vor dem zweiten Markus Fischer vom StartNet Team Darmstadt.

Angesichts der Zeit, die mir noch bis zum Frühjahrsmarathon verbleibt, bin ich mit dem Lauf sehr zufrieden, auch weil ich jederzeit noch die Kraft für eine Tempoverschärfung gehabt hätte.
Nach kurzer Wartezeit, die ich mit leckerem Kuchen und Fachsimpelei mit den ehemaligen Vereinskameraden vom TV Hechtsheim überbrückte, erhielt ich einen schönen Pokal, samt Urkunde und Weinpräsent. Als schönen Service zur Überbrückung der Wartezeit hatte der Veranstalter zudem die Zieleinlaufzeiten direkt auf eine Leinwand in das Sportlerheim übertragen, ein Zeitmesschip machte dies möglich. Eine sehr schöne und mit 8,- € Startgebühr preiswerte Veranstaltung, mit sehr bemühten Helfern und Streckenposten. Bleibt zu hoffen, dass sich man sich in Zukunft etwas besser mit den Nachbarvereinen abspricht und sich nicht gegenseitig die Teilnehmer abspenstig macht.
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Dieses Jahr mussten 2 andere Wölfe durch den Schlamm von Gau-Odernheim,
aber auch diese beiden Crosswölfe meisterten die Strecke mit Bravour. Da Michael Heid noch nicht wieder soweit in Form ist, um sich einem so harten Crossparcour zu stellen nahmen diesmal Simon Hoyden und Thorsten Ruthard den Gau-Odernheim Cross unter ihre Pfoten.
Simon Hoyden kommt wieder in Fahrt, das war das einstimmige Fazit nach dem Lauf über 9.100 m Cross, wobei es hierbei in Gau-Odernheim 4 mal den Petersberg hoch, zu queren und wieder bergab zu laufen gilt. Und dieses Queren bedeutet eine totale Schlammpiste zu durchwühlen.
Dementsprechend galt es sich schon beim Einlaufen diese Passagen anzuschauen, damit wir wussten, wie es aussieht und wo man am besten durch den Schlamm kommt.
Simon machte von Anfang an mit Christian Klaproth Dampf, wobei sie sich einen gleichmäßigen Lauf gönnten, mal abgesehen vom letzten Kilometer.
Simon konnte den Lauf für sich entscheiden und nahm Christian als Zweiten noch auf dem letzten Kilometer 11 sec ab. Aber die Zeiten von Beiden sind top. (Simon 32:54 min und Christian 33:05 min)
Danach war Luft und dann war lange Zeit bis in die dritte Runde eine größere Gruppe mehr oder weniger zusammen, in der ich mich auch befand.
Das auch noch der Siebte in 36:46 min in einer Zeit bleibt, die normalerweise in Gau-Odernheim einen Platz auf dem Treppchen bedeutet, zeigt wie gut besetzt das Rennen dieses Jahr war und das hat sich auch der Veranstalter einer der wenigen Crossläufe in Rheinhessen verdient.
Ich für meine Person klinkte mich hinter Simon und Christian ein und lief durchweg ein schnelles Rennen. Erst bei Runde 3 musste ich den später Drittplazierten Thomas Wittwer von der LG MuLi (34:46 min) ziehen lassen, konnte mich aber gleichzeitig von der restlichen Gruppe mitlösen. In der letzten Runde am Ende des Bergabpassage wurde ich dann leider von Alf Matuschak von der LLG Wonnegau (35:15) min noch abgefangen.
Aber das Fazit bei mir war in 35:19 min ein absolut gutes, war das doch 1:32 min schneller als im Vorjahr. Das war ein tolles, gleichmäßig schnelles Crossrennen und ich bin auf einem richtig guten Weg für die 10 km Straße im Frühjahr in Mannheim.
Jetzt gilt es in 3 Wochen nochmal sich Crosshärte in Oppenheim beim Landskronencross zu holen und dann werden wir ja sehen, was über 10 km raus kommt.
Alles in allem ein gut organisierter Lauf, der eigentlich nur noch die Siegerehrung zügiger starten muss, damit auch die Masse der Läufer noch da ist.
Leider hatte ich mal wieder den Foto vergessen und muss deshalb auf die zahlreichen Bilder auf der Seite des Veranstalters TSV Gau-Odernheim verweisen, aber ich gelobe Besserung.
Euer CrossWolf Thorsten
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Alternatives Wintertraining
Christian und ich haben im Herbst festgestellt, dass es uns nach all den Jahren des Trainings immer mehr nervt, bei dem miserablen Winterwetter draußen im Dunklen und Nasskalten rumzurennen. OK, man kann jetzt gerne sagen, dass wir verweichlichen. Zumindest auf mich trifft das bestimmt zu J und Christian als alter Ironman würde sich sehr wahrscheinlich davon distanzieren. Neben der „Flucht“ vor dem schlechten Wetter geht es uns vor allem darum, dem jahrelangen einseitigen Training neue Impulse zu geben. So machten wir uns im November auf die Suche nach einem Fitnessstudio. Am Ende sind wir dann in Finthen im Fit’n Fun untergekommen, da wir dort für uns die besten Trainingsbedingungen vorgefunden haben.

Wir trainieren nun ca. zweimal die Woche in dem Studio. Christian ist immer früher da als ich, um vor dem Krafttraining noch eine Stunde bis anderthalb auf dem Ergo zu fahren. Ich „laufe“ mich meist je eine Viertelstunde auf dem Crosstrainer und dem Laufband ein. Interessant ist dabei die Bewertung des persönlichen Fitnesszustandes an den beiden Geräten anhand der Pulswerte, der gelaufenen Geschwindigkeit bzw. des Widerstandes usw. Überraschend ist es sicherlich nicht, dass meine Werte auf dem Crosstrainer deutlich schlechter als auf dem Laufband sind (über 20%). Allerdings hatte ich nicht damit gerechnet, dass die zusätzliche Armbewegung einen so starken Unterschied macht. Das zeigt mir recht deutlich, dass man als reiner Läufer und Radsportler die Arm-, Rücken- und Bauchmuskulatur d.h. im Grunde den gesamten Oberkörper sträflich vernachlässigt und es Zeit wurde auch dafür was zu tun. Hier haben die Triathleten durch ihr Schwimmtraining sicherlich noch einen gewissen Vorteil, aber auch Christian erhofft sich sicher nicht zu unrecht eine weitere Steigerung seiner Fitness durch unser Training. Nach dem wir also unseren Kreislauf in Schwung gebracht haben, gehen wir an die Geräte. Über Beinbeuger und –strecker (ja, ja schon wieder die Beine), quälen wir uns bei Latzug, Bauchbank, Crunchern, Butterfly, Bankdrücken usw....
Wir versuchen auch darauf zu achten, dass wir von Gerät zu Gerät unterschiedliche Muskelgruppen beanspruchen und es bei den Gewichten nicht übertreiben. Auch hier gebe ich gleich zu, dass Christian ganz andere Gewichte bewegen kann als ich, aber wir haben beide dasselbe Ziel: Keine Muskelberge aufbauen (wird mir eh nicht gelingen J) sondern die Muskeln zu stärken. Mit Hilfe des Wackelbrettes, das wir in jedem Training mit einbauen, versuchen wir dann auch noch was für die Koordination zu machen und ab und zu schließen wir das Training mit einer 5 minütigen Einheit auf dem Rudertrainer ab. Man glaubt gar nicht, wie lange 5 Min sein können. Als es in den letzten Tagen so schweinekalt und rutschig war, sind wir aber auch schon mal ins Studio gegangen um uns nur auf dem Laufband und Ergo zu betätigen, d.h. z.B. eine Koppeleinheit zu machen.

Schaun mer mal im Frühjahr was die ganze Sache so bringt. Aber schon jetzt kann man sagen, dass wir beide an dem Krafttraining einen großen Spaß haben, es eine gute Abwechselung zum bisherigen Training ist und wir uns in dem Fit’n Fun sehr wohl fühlen.
Helmut Becker 22.12.09
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4. Wiesbadener Gänsebratenvernichtungslauf
Am Heiligabend und den beiden Weihnachtsfeiertagen gab es sicher auch in diesem Jahr bei einigen Läuferinnen und Läufern leckeren Gänsebraten, vielleicht, so wie bei uns, gefüllt mit Äpfeln und dazu Rotkraut und Kartoffelknödel. Alles super lecker und ebenso kalorienreich. Aber diesen Kalorien ging es am 2. Weihnachtsfeiertag 2009 in Wiesbaden gleich wieder an den Kragen, als um 11 Uhr am Neroberg der 4. Gänsebratenvernichtungslauf gestartet wurde.
Habe ich mich in meinem letzten Erfahrungsbericht über unser Newline "Windbreaker jacket" noch gefragt, wann es wieder mal richtig Winter wird, konnte ich mich nun bei Temperaturen um Null Grad über eine schwer zu laufende Winter-Cross-Strecke freuen. Überfrierende Nässe und über Nacht wieder angefrorener Schneematsch, der zuvor von zahllosen Spaziergängern und Joggern mit Fußabdrücken übersät worden war, sorgten zusätzlich zu den Steigungen und entsprechenden Gefällstücken für Schwierigkeiten. Einen Wettkampf hätte ich auf diesem Untergrund nicht laufen wollen. Ohne Zeitnahme und unter dem Motto der Weihnachtsgans auf der Startnummer "Gans langsam" wurde es aber doch ein abwechslungsreicher flotter Trainingslauf.
Solche Bilder, wie u.a. auf der Homepage des Veranstalters LC Olympia Wiesbaden, kennt wohl jeder, sie gehören einfach zur Weihnachtszeit dazu: Erst geht es wie beim Krümmelmonster mit einem Keks los, dann folgen ganze Teller mit Plätzchen und Schokolade, bis an den Weihnachtsfeiertagen die Gänsebraten aus dem Ofen gezogen werden. Am Ende könnte dann so mancher schlanke Sportler als König Dickbauch gekrönt werden.

Mit ungefähr 75 Läuferinnen und Läufern machte ich mich also daran, einige Kalorien zu verbrennen. Die Anmeldung erfolgt noch ganz kurzfristig online am Vorabend und das sehr preiswerte Startgeld von 3 Euro habe ich kurz vor dem Start an der Talstation der Nerobergbahn bezahlt. Dort konnte man auch parken und war gleich an Start und Ziel.
Die Nerobergbahn ist ohnehin einen separaten Besuch wert. Jetzt war sie geschlossen. Aber im Frühjahr kann ich dieses Ziel für einen Familienausflug nur empfehlen. Diese Bahn wurde bereits 1888 als Wasserballastbahn eröffnet und stellte die Verbindung vom Nerotal zum Wiesbadener Hausberg, dem Neroberg, her. Die besondere Technik der Nerobergbahn wurde bis heute unverändert beibehalten. Bei einer Gesamtlänge von 438,5 m schafft die Bahn einen Höhenunterschied von 83 m mit einer mittleren Steigung von 19,5% in ca. 3,5 min. Dabei überquert sie das Nerotal auf einer Bogenbrücke von 5 auf 15 m ansteigend. Die Trasse führt an der Mauer des Neroberger Weinbergs vorbei, der 1525 von Graf Philipp der Altherr von Nassau-Idstein, Herr zu Wiesbaden, angelegt wurde. Die Gleisanlage besteht aus drei Laufschienen, wobei die mittlere Schiene von beiden Wagen genutzt wird. Lediglich die Ausweiche in der Mitte hat auf einer Länge von 70 m vier Schienen.
Ein Drahtseil mit einer Länge von 451 m und einem Durchmesser von 29 mm verbindet beide Wagen. Es läuft über 83 Rollen und wird in der Bergstation um eine Umlenkrolle geführt, die in einem Basaltquader gelagert ist. Der talwärts fahrende Wagen zieht den anderen Wagen durch seine Schwerkraft und durch Ballastwasser nach oben. Das Ballastwasser wird in einem unter dem Fahrgastraum angebrachten Tank, der 7 m³ aufnehmen kann, mitgeführt. Das erforderliche Wasser kommt aus zwei auf dem Neroberg befindlichen Reservoirs, mit einem Fassungsvermögen von 380 m³. Das Ende des Wasserrohrs schiebt sich in das etwas grössere Auffangrohr des Wagens. Der Wagenführer öffnet einen Wasserschieber und lässt entsprechend der Besetzung beider Wagen Wasser einlaufen.
In der Talstation passiert der einfahrende Wagen ein Winkeleisen, so dass sich ein Entleerungsventil öffnet und den Tank automatisch entleert. Das Wasser wird aufgefangen, und in einem 210 m³ fassenden Reservoir gesammelt, und wieder mit einer Leistung von 60 m³ /h und 12 bar zur Bergstation in die Reservoirs gepumpt. Die mit Dampf betriebene Pumpe wurde 1916 durch eine Pumpe mit Elektroantrieb ersetzt.
Die Nerobergbahn fährt durch eine Spindelbremse reguliert mit einer Geschwindigkeit von exakt 6,78 km/h. Die Notbremse wird durch eine Fliehkraftbremse blockiert, wenn die Fahrgeschwindigkeit um 30% überschritten wird. Dabei löst sich ein Fallgewicht, das den Wagen zum Stehen bringt. Ebenso bei einer Seillockerung oder Riss. Der Wagenführer steht bei der Bergfahrt auf der oberen und bei der Talfahrt auf der unter Plattform. In den Wagen sind für 32 Personen Sitzplätze.
Beim Gänsebratenvernichtungslauf sind wir jedoch in mehreren, nach Leistung bzw. nach im Flachen möglichem Speed eingeteilten Gruppen in einem großen Bogen um die Bahntrasse herum gelaufen. Von der Gesamtstrecke - laut Veranstalter rund 8 km, laut meiner GARMIN 405 8,3 km - ging es knapp die Hälfte bergauf und anschließend fast durchgängig wieder bergab. Zu Recht wurden wir beim Start darauf hingewiesen, dass es glatt sei und die Strecke nicht gestreut werden konnte. Es war ein Crosslauf. Tückisch waren die Spurrillen von den Autos, die den ersten Teil der Laufstrecke noch befahren durften. Der dunkle Asphalt war zu sehen, aber stellenweise mit einer dünnen Eisschicht überzogen, weil es in der Nacht zuvor wieder unter Null Grad war. Zweimal wäre ich bergan fast ausgerutscht. Da es beim Auftreten mit der Ferse geschah, wäre ich dabei wohl ziemlich heftig gestürzt. Immerhin sind wir stellenweise auch mal 4:30 min/km gelaufen, 5-min-Gruppe hin und Laufen ohne Zeitnahme her.
Gleich zu Beginn haben wir die in einem Felsenhügel versteckt liegende Leichtweißhöhle passiert, zu der sich auch ein Familienausflug lohnt. Diese Höhle ist sogar älter als das Wolfs Running Team - etwas. Sie entstand vor vielen Millionen Jahren durch eine variskische Gebirgsfaltung. Vermutlich trug der Schwarzbach mit seiner damaligen ausspülenden Kraft zur Entstehung der Höhle bei. Der Felsenhügel, in dem sich die lang gestreckte Höhle befindet, erhebt sich etwa 15 - 20 m über der Sohle, des sich südlich anschließenden Talgrundes, im hinteren Nerotal. Ursprünglich versperrte dieser Felsen die Mündungsstelle der Bachläufe aus dem Rabengrund in den Schwarzbach.
Einziger Bewohner der Höhle war Heinrich Anton Leichtweiß. Er wurde am 29. Dezember 1723 in Jugenheim südlich von Bingen geboren. Seine Jugendjahre verbrachte er in Ohren bei Kirberg. Sein Vater, Großvater und seine Brüder waren alle herrschaftliche Jäger. Diese Tatsache zeigt, dass auch in dem jungen Heinrich Anton Leichtweiß das Jagdblut steckte. 1788, als Leichtweiß bereits 65 Jahre alt war, gab er sich selbst eine Blöße: Mit einem Nachschlüssel wollte er bei einem Nachbarn in Dotzheim einbrechen, um einen Racheakt auszuüben. Dabei wurde er ertappt und den Behörden ausgeliefert. Zu diesem Delikt kam nun noch die Wilddieberei dazu. Nach langem Prozeß wurde Leichtweiß zu 1 1/2 Jahren Zuchthaus verurteilt. Als Verschärfung der Strafe mußte er an einem Markttag in Wiesbaden am Pranger stehen.
Nach seiner Haftentlassung kehrte er nie mehr zu seiner Familie zurück, sondern lebte einige Jahre (1789 - 1791) in der Höhle, von der er Kenntnis besaß. 1791 entdeckten Waldarbeiter die Höhle. Leichtweiß konnte aber noch einmal durch Flucht der Verhaftung entgehen. Er konnte nach Bergen bei Frankfurt entkommen, wo er sein Leben mit der Wilddieberei fristen mußte. 1792 kam von dort die Kunde, dass Leichtweiß beim Wildern festgenommen wurde. Er hatte eine geladene Pistole und andere Gerätschaften bei sich, die eindeutig auf sein Tun als Wilderer hinwiesen. Er gestand nur, dass er mal einen Hasen geschossen hätte. Der Fürst, CarI von Nassau, bestand aber auf eine Auslieferung nach Wiesbaden. Leichtweiß wurde an die Gerichtsbehörden in Wiesbaden überführt. Hier sollte er auf Geheiß des Fürsten Carl zu Nassau auf Lebensdauer hinter Schloß und Riegel.
Der Mann, der ein freies Leben in der Natur gewohnt war, wurde schnell lebensmüde; er siechte dahin, bevor sein Urteil “Lebenslang“ ausgesprochen war. Am 12. März 1793 starb Leichtweiß im Gefängnis zum Uhrturm in Wiesbaden. Begraben wurde er am alten Friedhof, außerhalb der Friedhofsmauer, wie das zu jener Zeit üblich war.
Nach seinem Tod geriet die Höhle in Vergessenheit. Erst Jahrzehnte später, als die Wälder in das Eigentum der Stadt Wiesbaden übergegangen waren, diente sie gelegentlich den Waldarbeitern als Unterschlupf bei plötzlich hereinbrechendem Unwetter. Nach und nach erweiterten sie sich, richteten sich wohnlichere Nischen in den Wänden der Höhle und in der seitlichen Grotte ein, so dass sie dort unter der Woche bleiben konnten, um den langen Nachhauseweg in die Stadt oder in ihre Dörfer zu sparen. Im Übrigen war die Höhle nicht zugänglich und geriet allmählich in Vergessenheit, bis sich der Wiesbadener Verschönerungsverein 1856 ihrer annahm. Die Höhle wurde zu einem dreißig Meter langen, mindestens zeit Meter hohen unterirdischen Gang ausgebaut und so auf das Dreifache ihrer ursprünglichen Ausdehnung gebracht. Nach Norden wurde ein zweiter Ein- und Ausgang geschaffen. Seitwärts befindet sich eine runde Grotte mit einem steinernen Tisch und Bänken an der Wand. In einer Nische, zu der man mit einer Leiter hinaufsteigen muß, findet man das “Lager des Räuber Leichtweiß“. Schließlich wurde die Höhle ausgestattet mit alten Steinschloßfhinten nassauischen Reitersäbeln, sowie ein Bildnis des Räubers. Nach der Ausgestaltung der Höhle durch den Verschönerungsverein, konnten im 19. Jahrhundert erstmals die Bevölkerung und die Kurgäste die Höhle besichtigen.
Leider sind wir nur daran vorbei gerannt. Aber wir wollten ja auch Gänsebraten vernichten. Jedenfalls die Kalorien, die in einem solchen Gänsebraten stecken. Das ist mir auch gelungen: Eine gute Portion Gänsebraten soll 348 kcal haben. Auf meiner Laufuhr standen am Ende 8,3 km in 42:17 min und ein Verbrauch von 784 kcal. Da habe ich doch glatt noch 436 kcal gut, naja, wenn ich den Becher heißen Tee und vor allem den Becher leckeren Glühwein im Zielbereich abziehe, bleib doch nicht mehr so viel auf der Habenseite übrig. Da werde als gleich wieder die Laufschuhe schnüren und lostraben ...
Dr. Heinz Klink
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Silvesterlauf Stadecken-Elsheim, 03.01.2010
Irrlauf im Schnee
Der letzte Bissen vom gemeinsamen Teamfrühstück am Vortag war noch nicht ganz verdrückt, da rief mit dem Silvesterlauf an der Selz bereits der erste Lauf des neuen Jahres.
Dem Ruf folgten die Teammitglieder Heinz, Helmut, Karin, Christoph, der Autor dieser Zeilen, sowie Michael, den wir in einer spektakulären Rückholaktion vom Wolfs Walking Team zurück verpflichten konnten(siehe Michaels Bericht aus Ebersheim). Über die Ablösesumme wurde Stillschweigen vereinbart, in Fachkreisen ist jedoch von mehreren Kisten Gerstensaft die Rede.
Insgesamt schnürten mit 250 Startern in diesem Jahr jedoch etwas weniger Teilnehmer Ihre Laufschuhe um über die angebotenen 5- und 10km Distanzen an den Start zu gehen. Weniger Voranmeldungen und der in der Nacht eingesetzte Schneefall sorgten wohl für geringere Nachmeldungen als in den Jahren zuvor.
Zudem hat die Auswahl an Silvesterläufen rund um den Jahreswechsel in den letzten Jahren stark zugenommen.
Nach der kommenden 10.Auflage des Laufes in der Doppelgemeinde soll nun vorerst Schluss sein. Doch man muss auch das Organisationsteam um Werner Nauert verstehen. Mit viel Engagement opfern Sie die normalerweise ruhigen Tage zum Weihnachtsfest und Jahresende um den Lauf vorzubereiten. Verständlich, dass man da nach 10 Jahren den Jahreswechsel auch mal anders verbringen möchte und lieber ein schönes Ende, als eines was dank unmotivierter Helfer zum Fiasko wird und so den vielen Teilnehmern im Gedächtnis haften bleibt. Aber noch ist ja ein Jahr Zeit…

Auf meiner kleinen Einlaufrunde hatte ich bezüglich der Streckenverhältnisse noch schlimmste Befürchtungen, die sich dann glücklicherweise nicht bestätigten, die Strecke war innerhalb des Ortes zwar rutschig, aber trotzdem einigermaßen gut zu laufen. Außerhalb der Ortschaft ging es auf der dünnen Schneedecke sogar noch besser.
Nach dem Startschuss wartete ich, dass gemäß der Silvesterlauftradition Uwe Diether vom TCEC den ersten Kilometer vorneweg rannte. Scheinbar hatte er es sich in diesem Jahr anders überlegt und so übernahmen Christian Klapproth und ich diese Aufgabe. Helmut und Christoph sortierten sich etwa zwischen Rang 5 und 10 ein. Der Rest des Teams knapp dahinter. Nach einer 3km Ortsrunde ging es weiter in die Gemarkung Richtung Nieder-Olm. Hier setzte ich mich stetig von Christian ab, bis zu den Anstiegen in die Weinberge bei km 6 dürfte ich bereits so 200m Vorsprung gehabt haben. Dahinter sah ich noch den Michael Drewes. Einige Teilnehmer entschieden sich im weiteren Weinberganstieg aufgrund nicht ausreichender oder vom Schnee verdeckter Beschilderung und zur weiteren Kalorienverbrennung, um überschüssigen Weihnachtsbraten und Silvesterfondue loszuwerden, für einen kleinen Umweg.
Auch Helmut und Christoph wählten trotz guter Positionen im Rennen den längeren Weg, genossen dafür jedoch die schöne Aussicht vom Gipfel des Weinbergs.
Bei km 8, wieder im Ort, konnte ich meinen Verfolger bereits nicht mehr sehen. Gut 500m vor dem Ziel entschied auch ich mich dann für die einen kurzen falschen Abstecher, als ich mich kurzzeitig von einem Pfeil des 5km Laufes irritieren lies. War natürlich eine geplante Maßnahme um weiteren Weihnachtsspeck zu verbrennen.
Das Ziel erreichte ich schließlich in 34:29min als Erster, immerhin zum dritten Mal in Folge. In 35:47min folgte Christian Klapproth vor Michael Drewes.
Karin sicherte sich in 46:50min hinter Angelika Wicker den 2ten Platz in der Frauenwertung. Alle Ergebnisse ab Platz 5, dürften angesichts des Umwegs in den Weinbergen etwas durcheinandergeraten sein, weswegen sich über die weitern Teamergebnisse auch nicht allzu viel sagen lässt. Erfreulicherweise hat Michael sein erstes Rennen nach der Verletzungspause gut überstanden.

Insgesamt, auch wenn die die Streckenbeschilderung etwas unglücklich lief, mal wieder eine schöne Veranstaltung, die ein paar mehr Teilnehmer verdient gehabt hätte. Auch die Spitze war in diesem Jahr nicht so breit wie sonst aufgestellt, so scheute auch ein Haile G. aus Äthiopien den Ritt durch die Weinberge und lief lieber in Trier, wohl wissend, dass er gegen die rheinhessiche Laufelite eh keine Chance gehabt hätte.
Ergebnisse unter www.silvesterlauf-stadecken-elsheim.com
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In Dolgesheim gab ich meinen Einstand in die M40.
Das Jahr 2010 war nun da, an Silvetser hatten ich Nachtdienst und konnte dadurch nicht am Cross in Waldböckelheim teilnehmen und für die Zeit nach dem Silvesterlauf in Stadecken-Elsheim bot sich der Neujahrslauf in Dolgesheim vor der Haustür zum Laufen an.
Damit war mein Einstand in der M40 für Dolgesheim am Sonntag den 03. Januar gebucht.
Es sollte über 10 km durch die Weinberge und den verträumten Weinort Dolgesheim im Rheinhessischen gehen bzw. besser gesagt, möglkichst schnell gelaufen werden.
Als ich am Morgen des Renntages um 07:00 Uhr aufstand, hatte ich (natürlich auch meine Frau Sabine) mal wieder eine unruhige Nacht hinter mir/uns und es hatte frisch geschneit. Grund war das Gehuste unserer Kinder Johanna (4 Jahre) und Christopher (Heute 11 Monate), die einzige die mal wieder durchratzte war unsere Katharina (Fast 9 Jahre).
Aber okay, es ist Winter, Schnee gehört dazu und 0 Grad hatten wir auch schon mal unterboten.
Also fuhr ich die 3 Orte weiter nach Dolgesheim.
Ich wollte hier einfach schnell laufen, mir die Veranstaltung anschauen für die Zeit, wenn Stadecken-Elsheim es nicht mehr gibt und auch als Ausweichtermin, schließlich gibt es durch meinen Schichtdienst immer wieder das Problem, das ich arbeiten muss.
Von vorne weg; die Organisation war von der Anmeldung über die Startnummerausgabe bis zur Streckenabsicherung und -kennzeichnung und zum Schluß auch die zügige Durchführung der Siegerehrung absolut reibungslos und toll. Ganz großes LOB!!!
Punkt 10:00 Uhr wurden wir nach dem Trillerpfeifenpfiff losgelassen. Es mussten 2 Runden a 5 km bezwungen werden. Davon ging es erst durch den Ort, dann am Friedhof auf eine Runde in die Weinberge mit einem ca 1 km langen leichten Anstieg, bevor es wieder in den Ort ging, in dem ein längerer harter Anstieg auf uns wartete und endete wieder nach einer Sportplatzrunde im Start-Ziel-Bereich. Alles gekoppelt mit einem rutschigen Belag aus Eis und Schnee und 0 Grad mit eisigem Wind.
Nach dem Start setzte ich mich sofort an die Spitze und bog in die Weinbergsrunde mit 2 Läufern. An dem langen aber leichten Anstieg auf der Weinbergsrunde setzten wir uns zu Zweit ab, jedoch immer noch recht locker für mich. Dann kam der Anstieg im Ort und ich wollte testen, was mein Mitläufer, der offensichtlich weit jünger war als ich, drauf hatte. Also gedacht und umgesetzt. Einfach die Pfoten schneller rundgehen lassen und hoch den Anstieg. Und da war es ganz schnell passiert. Mit einem leichten Vorsprung lief ich auf den Sportplatz, in die zweite Runde und aus dem Ort wieder in den Anstieg auf der Weinbergsrunde. Hier drückte ich dann richtig und ließ bis ins Ziel nicht mehr locker, was zum Schluß mit einer 38:49 min und dem Gesamtsieg gekrönt wurde.
Aber das Beste war, das ich die zweite Runde alleine fast genauso schnell lief wie die Erste zu zweit und meine Wolfspfoten mit dem rutschigen Untergrund und den Anstiegen gut zurecht kamen, was mich zuversichtig für die Crossrennen im Februar macht.
Alles im Allem war es ein toller Einstieg in die M40 und das Jahr 2010 und dieser Neujahrslauf in Dolgesheim ist definitiv ein guter Tipp für alle, die nicht an Silvester laufen können oder wollen.
Denn dieser Lauf hat mehr Beachtung, ein größeres Teilnehmerfeld und mehr schnelle Läufer verdient!
Gruß
Euer Wolf Thorsten
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Alternatives Wintertraining Teil 2 – Martin schwingt das Tanzbein
Ich konnte meine Laufeinheiten in diesem Winter bislang zwar gut durchziehen, aber nachdem Michael mit Walking, seine eher unfreiwillige Trainingsalternative vorstellte und Christian und Helmut vom Fitness- und Krafttraining berichteten, schaute auch ich mich nach alternativen Trainingsarten um. Meine berufliche Tätigkeit in einem großen Sportverein bietet mir hier eine große Auswahl und da ich sowieso immer mal bei allen Abteilungen vorbeischaue, folgte ich der Einladung unserer Tanzsportabteilung und besuchte das Formationsturnier unserer Latein- und Standard-Bundesligatänzer.
Zunächst machte ich jedoch einen Abstecher zum Start des Lindenseelaufes. Kurz überlegte ich, die mitgenommene Laufkleidung überzustreifen und beim 10km Lauf an den Start zu gehen. Da das Team am folgenden Tag bei der Marathonstaffel in Mörfelden aber auf mich zählte, verzichtete ich dann schweren Herzens doch. Die Alternative nur locker mitzulaufen, wäre mir eh nicht gelungen. Nach dem Start der 5er hielt ich nach ein paar bekannten Gesichtern Ausschau, das Wölfe Logo war immerhin auf ein paar ALV-Trikots präsent. Nach Start des 10ers und der Erkenntnis das Zuschauen nicht mein Ding ist, ging es weiter Richtung Rüsselsheimer Walter-Köbel-Halle, wo sich zu meinem Erstaunen doch gut 800 Zuschauer versammelt hatten.

Die Veranstaltungen unserer Tanzabteilung hatte ich bislang gemieden und unsere Tänzer mögen es mir verzeihen, ich honoriere den Ergeiz und das Engagement eines jeden Sportlers, aber ich kann mich halt nicht mit jeder Sportart anfreunden. Einer Gruppe, stark geschminkter Damen und Herren beim Tanzen zu zuschauen, macht eigentlich nur an Karneval Spaß - wenn die Damen kurze Röcke tragen. Nachdem ich mir zunächst die Vorrunde der Lateintänze angeschaut hatte, fragte ich meinen Sitznachbarn, wie es den nun weiterginge. Dieser erklärte mir, dass die Wertungen nun gezählt werden und die Gruppen dann noch mal im kleinen und großen Finale mit der gleichen Choreografie antreten. „Also ne Wiederholung, die schenk ich mir“, entgegnete ich, worauf ich nur das Kopfschütteln meines Nachbarn erntete. Ich verschwand in einer naheliegenden Wirtschaft um mir ein wenig Bundesligafussball anzuschauen. Pünktlich zum Standardturnier kam ich dann zum Erschrecken meines Nachbarn wieder, als ich dann später aufgrund eines Sturzes eines Tänzers auch noch lachte, war ich wohl voll bei ihm unten durch. Er freute sich erst wieder, als ich ihn erneut nach der Vorrunde verließ.

Ausprobieren wollte ich die Winteralternative aber doch noch und so zeigte mir unsere Formation ein paar Standardschritte, die ich jedoch alle vergeigte. Zudem fehlte mir jegliches Rhythmusgefühl - geradeaus Laufen fällt mir da doch wesentlich leichter und so entschied ich mich dann auch den Rückweg den Main entlang, laufend zurückzulegen.
Ein Blick in unser Sportangebot zeigt, dass mir unter anderem auch Besuche unserer Gruppen „Funktionelle Gymnastik für Senioren“ und „Orientalischer Tanz“ fehlen. Weitere Tests alternativer Trainingsmethoden sind also nicht ausgeschlossen. Martin Skalsky
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Marathonstaffel Mörfelden, 17.Januar 2010
Schnee die ganze Nacht, Regen den ganzen Morgen und Matsch soweit das Auge reicht - ideale Bedingungen also um an einer Marathonstaffel teilzunehmen. Und weil wir alle dieses Wetter so lieben, haben sich gleich 8 von uns 10 Läufern aus dem Wolf´s Running Team freiwillig zu diesem Winterspektakel gemeldet.

Christian musste leider Schneeräumen und hat seinen Startplatz schweren Herzens an Helmut abgetreten. Aber bis zu Letzt haben die anderen gehofft, Christian würde mit seinem Schneeräumer auf der Strecke auftauchen und uns den Weg ebnen. Michael wurde nach einem übereilten Wiedereingliederungsversuch vom Wolf´s Walking Team ins Wolf´s Running Team erneut zur Regenerations- und Laufpause gezwungen.
Zurück zur Laufveranstaltung – unerwartet viele Läufer tummelten sich bereits um 8.30Uhr im Stadion Mörfelden und die erste sportliche Aufgabe war es zwischen Schneebergen und Matsch einen Parkplatz zu ergattern. Zum Glück sind wir als Team nicht alle einzeln angereist. Selbst die Veranstalter waren überrascht, dass trotz Dauerregens, der Kälte und der Schnee-Eis-matschig-glatten Laufstrecke doch scheinbar alle der 120 im Voraus gemeldeten Staffeln anwesend waren.
Marathonstaffel a la Mörfelden heißt dass sich jeweils vier Läufer die 42,195km gerecht aufteilen, also jeder einmal eine 10,5km Runde läuft, anschließend den Chip zur Zeitmessung an den nächsten Läufer übergibt, bis alle vier gelaufen sind. Wer will kann die vier Runden auch alleine laufenJ.
Wir als Wolfteam haben lange überlegt, wie wir die beiden Staffeln einteilen. Schnell entschieden wir uns, dass wir eine schnelle und eine ganz schnelle Staffel melden. Wie alle großen Sportler setzten wir uns auch intensiv mit der Reihenfolge der Läufer auseinander, denn die taktisch kluge Besetzung will gut überlegt sein. Entscheidungskriterien waren „ich habe Geburtstag und muss früher weg“, „mein Freund hat Geburtstag und ich will mit ihm früher weg“, „Ich hab kein Auto, bei wem kann ich mitfahren“ oder „ ich bin am Vorabend auf einer Feier, und kann erst später kommen“. Die bekannte Taktik den Schnellsten zu Letzt laufen zu lassen, wie es z.B. Biathleten tun, fanden wir irgendwie veraltet. So fand sich folgende Besetzung und Rangordung:
Wolfteam 1 „ganz schnell“ : Christoph, Martin, Thorsten und Simon
Wolfteam 2 „schnell“ : Karin, Jochen, Heinz und Helmut

Nach den ersten beiden Runde war klar, dass Team 1 wirklich Chancen auf einen Podestplatz hatte und die Wölfe zogen unaufhaltsam ihre Runden im Wald. Leider hat es dann doch nur zu Platz 4 gereicht, aber das lag vermutlich daran, dass lediglich einer der vier seine Spikes dabei hatte.
Das Wetter war wirklich alles andere als einladend und ich hab mir auf dem Weg zum Lauf nur gedacht, dass ich normalerweise bei Dauerregen und Schneematsch noch nicht einmal für einen lockeren Trainingslauf vor die Tür gehen würde. Sieht man dann aber vor Ort wie viele Läufer am Start sind, will man als Wolf ja auch kein Weichei sein. Beim Lauf selbst hat mich das Wetter dann gar nicht mehr gestört. Ich hatte auch keine Chance mir Gedanken übers Wetter zu machen, da ich voll und ganz damit beschäftigt war mich auf den Weg zu konzentrieren. Während wir uns vor dem Rennen noch Gedanken darum gemacht haben ob wir alle unversehrt nach Mörfelden kommen, hoffte ich jetzt nur noch, dass wir alle unfallfrei die 10.5km überstehen.
Mein persönliches Resümee über diese Veranstaltung ist, dass man die Chance hatte mentale Stärke zu trainieren und einen Wettkampf auch bei widrigsten Umständen durchzustehen. Dabei hilft „Wolf-Team-Geist“ ganz besonders, denn schließlich will man das restliche Rudel ja nicht im Regen stehen lassenJ. Bericht Karin Kerschensteiner
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Mainspitz-Lauf
Dort lag bei den Männern bisher Christian Klaproth und bei den Frauen Nina Kuhn in Führung. Sie wurde verfolgt von Daniela Bur und Heike Rüttiger auf Platz 7. Sie dürfte sich über den Zieleinlauf des Mainspitzlaufs am meisten gefreut haben, weil sie in der Gesamtwertung ordentlich vorgerückt ist.
Die schnellsten drei Frauen und Männer beim 10 km Mainspitzlauf waren:
1. Daniela Bur 40:52 min
2. Silvia Licht 44:39 min
3. Heike Rüttiger 47:20 min
1. Christian Klaproth 34:13 min
2. Sven Löschengruber 37:29 min
3. Karl Dirk 37:36 min
Gerne hätte ich am 5km-Lauf mit Babyjogger zum Einlaufen teilgenommen, um dann nach kurzer Pause die 10 km solo in Angriff zu nehmen. Vielleicht nicht in einer 5-köpfigen Spitzengruppe, aber doch so flott wie möglich. Der Zeitplan hätte es ermöglicht und letztes Jahr startete der Hauptlauf sogar mit etwas Verspätung, da noch 5km-Läufer auf der Strecke waren. Siehe Martins Bericht 2009.
Das beliebte Mainspitzlauf Finisher-T-Shirt ist mir somit leider durch die Lappen gegangen. Ebenso Kaffee, Kuchen, belegte Brötchen sowie Bratwurst und Steak vom Vereinsgrill. Auch das werde ich nachholen.
Bischofsheim kenne ich aus sportlicher Sicht bisher nur als Radsportler. Dabei liegt diese Gemeinde nicht nur vor unserer Haustür, sondern gehörte früher sogar einmal zu uMainz. Von 1930 bis 1945 war Bischofsheim ein Stadtteil von Mainz. Noch heute heißt der Bahnhof Mainz-Bischofsheim und auch was Strom- und Wasserleitungsnetze angeht, sind wir eng verbunden. Ebenso wie die AKK-Stadtteile, wurde Bischofsheim von Mainz getrennt, als die amerikanische und die französische Besatzungsmacht den Rhein einfach als Grenze für ihre Besatzungszonen festlegten. Das Stadtgebiet Mainz kam dadurch in der französischen Zone in das später neu gegründete Bundesland Rheinland-Pfalz, während die rechtsrheinischen Mainzer Stadtteile in der amerikanischen Zone an das neu gegründete Land Hessen fielen. Insoweit wurde noch weiter aufgeteilt, weil die drei Stadtteile nördlich des Mains - Amöneburg, Kastel und Kostheim - der Stadt Wiesbaden zugeteilt wurden und Bischofsheim und Ginsheim-Gustavsburg wieder eigenständige Gemeinden im Kreis Groß-Gerau wurden.
Übrigens ist Bischofsheim nicht das Heim eines Bischofs. Der Name geht vielmehr auf die Lage der Gemeinde an einer Mainbiegung zurück. Bieschen bedeutet nämlich biegen. Der hessische Dialekt verdeutlicht dies ebenfalls anschaulich, er kennt nur Bischem und seine Bürger, die Bischemer.
Mit eben diesen Bischemern und hoffentlich noch mit vielen weiteren Läufern werde ich mich dann sicher im nächsten Jahr messen. Auch wenn es mir schwer fällt, einen geplanten Lauf ausfallen zu lassen, gerade wenn es sich um eine Serie ohne Streichergebnis handelt, so geht die Gesundheit doch vor.
Dr. Heinz Klink
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